Zwei Stunden Natur pro Woche halten gesund

Kinder: Zwei Stunden Natur pro Woche reichen (Foto: Helene Souza, pixelio.de)

Auch Staffelung in zeitlichen Etappen möglich – Großangelegte Analyse von 20.000 Menschen

Exeter/Uppsala (pte/25.06.2019/06:00) Ein mindestens zweistündiger Aufenthalt pro Woche in der freien Natur ist entscheidend, wenn es um die Erhaltung der Gesundheit und des psyischen Wohlbefindens geht. Das ist das Ergebnis einer umfassenden Studie von Forschern der University of Exeter http://exeter.ac.uk im Vereinigten Königreich. Menschen, die weniger Zeit in der Natur verbringen, schneiden signifikant schlechter ab. Die Forscher haben die Daten von 20.000 Menschen ausgewertet. 

Alter und Geschlecht irrelevant

Ob die zwei Stunden am Stück oder in Etappen aufgeteilt werden, ändert nichts am positiven Ergebnis. Auch Alter und Geschlecht haben hier keine Bedeutung. Für Junge und Alte, Männer und Frauen, Arme und Reiche sowie Ethnien jeder Art gilt: Pro Woche müssen es zwei Stunden sein. Selbst chronisch Kranke profitieren vom Aufenthalt in der Natur, so die Forscher.

„Es ist seit Langem wohlbekannt, dass der Aufenthalt in der Natur die Gesundheit fördert“, sagt Mat White von der medizinischen Fakultät der Hochschule. „Doch erst jetzt kennen wir die Mindestaufenthaltsdauer.“ Die Mehrheit derjenigen, die das Zwei-Stunden-Wochenziel erreichten, habe die Natur in der näheren Umgebung genossen, in Stadtparks, an Stränden in Waldgebieten.

Leicht zu erreichende Zielstellung

„Zwei Stunden pro Woche sind ein leicht zu erreichendes Ziel für die meisten Menschen“, meint White. Vor allem, weil diese Zeitspanne in beliebige Abschnitte aufgeilt werden könnte. Es mehrten sich auch die Anzeichen dafür, dass ein Lebensmittelpunkt in ländlichem Gebiet gut für die Gesundheit ist. Vor allem, weil die Luftverschmutzung dort geringer sei.

Die Daten stammen von Umweltbehörden in England, die, wie White ausführt, die größte Sammlung von Informationen über Menschen haben, die sich zeitweise in der Natur aufhalten. „Es gibt viele Gründe, der Gesundheit zuliebe Zeit in der Natur zu verbringen“, fügt Terry Hartig, hinzu, der an der Universität Uppsala http://uu.se/en lehrt und Koautor der Studie ist. Man bekomme einen neuen Blick auf sein Leben, baue Stress ab und könne erholsame Zeit mit Freunden und der Familie verbringen.

Karin Eder
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Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, Advanced Practice Nurse, Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege, Leitung Bereich Gerontologie und Validation im Ausbildungszentrum des Wiener Rotes Kreuzes GmbH.

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