WHO: WHO veröffentlicht Leitlinien zur Behandlung von Kindern mit multisystemischem Entzündungssyndrom im Zusammenhang mit COVID-19

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(C) dennizn

Die WHO hat heute aktualisierte Leitlinien zur Behandlung des Multisystem-Entzündungssyndroms bei Kindern im Zusammenhang mit COVID-19 (MIS-C) veröffentlicht.

MIS-C ist eine seltene, aber schwerwiegende Erkrankung, bei der Kinder mit COVID-19 eine Entzündung entwickeln, die verschiedene Organe des Körpers betrifft. Kinder mit dieser Erkrankung benötigen eine spezielle Betreuung und müssen möglicherweise auf die Intensivstation aufgenommen werden. Obwohl MIS-C eine ernste Erkrankung ist, erholen sich Kinder mit dieser Erkrankung mit der richtigen medizinischen Versorgung.

Die aktualisierten Leitlinien der WHO empfehlen die Anwendung von Kortikosteroiden bei hospitalisierten Kindern (im Alter von 0-18 Jahren) mit dieser Erkrankung zusätzlich zu einer unterstützenden Behandlung und Pflege. Diese Empfehlung folgt der Verfügbarkeit von drei Beobachtungsstudien, in denen Daten von insgesamt 885 Patienten zusammengefasst wurden.

Die WHO hat diesen Zustand erstmals im Mai 2020 beschrieben und eine vorläufige klinische Definition vorgelegt.

Insgesamt besteht bei Kindern nach wie vor ein geringes Risiko, schweres oder kritisches COVID-19 zu entwickeln, aber ähnlich wie bei Erwachsenen machen bestimmte Grunderkrankungen Kinder anfälliger für schwere Erkrankungen. Die am häufigsten berichteten dieser Erkrankungen sind Fettleibigkeit, chronische Lungenerkrankungen (einschließlich Asthma), Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Immunsuppression.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)