WHO: WHO veröffentlicht Kompetenzrahmen für die Reaktion der Belegschaft auf das Infodemic-Management

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Die WHO hat einen neuen Kompetenzrahmen mit dem Titel „Building a Response Workforce to Manage Infodemics“ veröffentlicht. Im Anschluss an eine globale Konsultation zur Erstellung eines Rahmens für das Management der COVID-19-Infodemie wurde ein Bedarf an einem Kompetenzrahmen für die aufstrebende Belegschaft von Infodemik-Managern festgestellt. Die WHO hat in Zusammenarbeit mit den US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (US CDC) qualitative Forschungen und Konsultationen durchgeführt, um dieses Dokument zu erstellen.

Der Kompetenzrahmen wurde in drei Hauptschritten zwischen Oktober 2020 und Februar 2021 entwickelt. Zunächst wurde in den Vorarbeiten die Gesamtstruktur des Rahmens festgelegt. Als nächstes wurde eine Reihe von halbstrukturierten Interviews mit identifizierten Teilnehmern geführt, um aktuelle Prozesse, Modelle und Werkzeuge sowie Schlüsseldisziplinen für die Kompetenzentwicklung zu untersuchen. Drittens wurde der vollständige Rahmen in Diskussionsrunden Experten aus Gesundheitseinrichtungen und Wissenschaft präsentiert.

Der Rahmen zielt darauf ab, die Bemühungen auf Länderebene zum Management von Infodemien zu verstärken, indem er eine Reihe von Kompetenzen skizziert, die die Befähigung, Bildung und Ausbildung von Mitarbeitern von Gesundheitseinrichtungen leiten. Basierend auf den fünf Arbeitsströmen für die Vorbereitung und Reaktion auf Infodemien umfasst das Rahmenwerk vier Domänen, die spezifische Kompetenzen gruppieren, nämlich:

  • Infodemic Management – Kompetenzen in der Infodemiologie;
  • Vorbereiten und Überwachen – Kompetenzen im Umgang mit wirksamen Instrumenten, um dem Zielpublikum zuzuhören und geeignete Informationen zu entwerfen und zu teilen;
  • Erkennen und Eingreifen – Kompetenzen zur Gestaltung, Umsetzung und Bewertung von Interventionen, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Fehl-/Desinformationen zu fördern und Einzelpersonen und Gemeinschaften zu befähigen, ihr Recht auf Zugang zu hochwertigen Gesundheitsinformationen auszuüben;
  • Stärkung – Kompetenzen, um Gesundheitssysteme zu befähigen, gesündere Bevölkerungen durch besseres Infodemic-Management in Gesundheitsnotfällen und in regelmäßigen Kontexten zu gewährleisten.

Das Framework kann als Referenzinstrument bei der Planung von Kapazitäten, Schulungen oder Teams für das infodemische Management verwendet und an den lokalen Kontext und die Bedürfnisse angepasst werden. Die WHO wird diesen neuen Rahmen nutzen, um Ausbildungslehrpläne und -programme über die WHO-Akademie zu entwickeln, die international zertifizierte Mikroqualifikationszertifikate an Gesundheitspersonal weltweit ausstellt. Der Rahmen wird fortlaufend evaluiert.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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