WHO: Internationale Organisationen, Impfstoffhersteller ziehen Bilanz über die Einführung von COVID-19-Impfstoffen und teilen ihre Ansichten für 2022

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Die Chefs des Internationalen Währungsfonds, der Weltbankgruppe, der Weltgesundheitsorganisation und der Welthandelsorganisation hielten am 9. November die 2. hochrangigen Konsultationen mit den CEOs führender Hersteller von COVID-19-Impfstoffen ab. Bei dem Treffen waren sich alle Teilnehmer einig, dass es dringend erforderlich ist, mehr Impfstoffdosen an Länder mit niedrigem Einkommen zu liefern, in denen weniger als 2,5% der Bevölkerung vollständig geimpft sind.

Ziel des Treffens war es herauszufinden, wie eine gerechtere Verteilung von Impfstoffen gewährleistet werden kann, und alle Teilnehmer verpflichteten sich, weiterhin zusammenzuarbeiten, um mehr Klarheit über Spenden, Impfstofftausch und Lieferpläne zu gewinnen, damit die Verteilung der lebensrettenden Impfstoffe effektiver erfolgen kann auf die bedürftigsten Länder ausgerichtet.

Das Treffen der Multilateral Leaders Task Force zu COVID-19 baute auf der technischen Arbeit auf, die von multidisziplinären Teams in den Monaten September und Oktober durchgeführt wurde.

Während der Konsultationen prüften die Leiter der vier Organisationen und die CEOs auch, wie handelsbezogene Engpässe am besten angegangen werden können; wie der Spendenprozess verbessert werden kann; welche zusätzlichen Schritte sind erforderlich, um das Impfziel von 40 % der Menschen in allen Ländern bis Ende des Jahres zu erreichen; und wie man die Transparenz und den Datenaustausch mit dem IWF-WHO-Dashboard für Impfstoffversorgungsprognosen und der Multilateral Leaders Task Force verbessern kann, was eine enge Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Regierungen und COVAX erfordert, um die Transparenz der Lieferpläne, insbesondere für gespendete Dosen, zu verbessern.

Auch der Ausblick für 2022 wurde erörtert, wobei der Schwerpunkt auf der Diversifizierung der Produktion über die Regionen sowie der Stärkung der Zusammenarbeit gelegt wurde, um das globale Ziel zu erreichen, bis Mitte des Jahres 70 % der Bevölkerung aller Länder zu impfen. Die Gruppe würdigte Fortschritte bei der Diversifizierung der Fertigung mit neuen Partnerschaften in mehreren Entwicklungsländern und betonte die Notwendigkeit, diese Zusammenarbeit in der Fertigung weiter zu stärken.

Die Leiter der Organisationen forderten alle G20-Regierungen auf, sich den Bemühungen anzuschließen, das Impfziel von 40 % bis Ende 2021 zu erreichen, indem sie den Herstellern erlauben, COVAX- und African Vaccine Acquisition Trust (AVAT)-Verträge zu priorisieren; Rationalisierung von Spenden an COVAX und Zusage von mehr Dosen; Erkundung von Möglichkeiten für einen wirksamen Impfstofftausch mit COVAX und dem AVAT; und Beseitigung von Exportbeschränkungen für Impfstoffe und deren Einsatzstoffe.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)