WHO: Die Generaldirektoren der WHO, der WIPO und der WTO vereinbaren eine verstärkte Zusammenarbeit zur Unterstützung des Zugangs zu Medizintechnologien weltweit zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie

Covid-19 Corona
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Am 15. Juni 2021 trafen wir, die Generaldirektoren der WHO, der WIPO und der WTO, im Geiste der Zusammenarbeit und Solidarität zusammen, um die weitere Zusammenarbeit zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie und der drängenden globalen Herausforderungen an der Schnittstelle der öffentlichen Gesundheit festzulegen , geistiges Eigentum und Handel. Im Bewusstsein unserer gemeinsamen Verantwortung gegenüber Gemeinschaften auf der ganzen Welt, die mit einer Gesundheitskrise von beispielloser Schwere und Ausmaß konfrontiert sind, haben wir uns verpflichtet, das gesamte Know-how und die Ressourcen unserer jeweiligen Institutionen zur Beendigung der COVID-19-Pandemie und zur Verbesserung einzusetzen. die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Menschen überall auf der Welt.

Wir haben unser Engagement für einen universellen, gerechten Zugang zu COVID-19-Impfstoffen, Therapeutika, Diagnostika und anderen Gesundheitstechnologien unterstrichen – ein Engagement, das in dem Verständnis verankert ist, dass dies ein dringender moralischer Imperativ ist, der sofortige praktische Maßnahmen erfordert.

In diesem Sinne haben wir vereinbart, unser langjähriges Engagement für die trilaterale Zusammenarbeit zwischen WHO, WIPO und WTO weiter auszubauen, die darauf abzielt, alle Länder bei der Bewertung und Umsetzung nachhaltiger und integrierter Lösungen für Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu unterstützen und zu unterstützen. Innerhalb dieses bestehenden Kooperationsrahmens haben wir vereinbart, unsere Unterstützung im Kontext der Pandemie durch zwei spezifische Initiativen zu verstärken und zu fokussieren.

Erstens werden unsere drei Agenturen bei der Organisation praktischer Workshops zum Kapazitätsaufbau zusammenarbeiten, um den Fluss aktualisierter Informationen über aktuelle Entwicklungen in der Pandemie und Reaktionen zu verbessern, um einen gleichberechtigten Zugang zu COVID-19-Gesundheitstechnologien zu erreichen. Ziel dieser Workshops ist es, die Kapazitäten von politischen Entscheidungsträgern und Experten in den Mitgliedsregierungen zu stärken, um der Pandemie entsprechend zu begegnen. Der erste Workshop in der Reihe wird ein Workshop zu Technologietransfer und Lizenzierung sein, der für September geplant ist. Der Workshop wird unseren Mitgliedern helfen, ihr Wissen und ihr Verständnis darüber zu aktualisieren, wie geistiges Eigentum, Know-how und Technologietransfer tatsächlich funktionieren. Dies wäre im Zusammenhang mit Medizintechnik und verwandten Produkten und Dienstleistungen. Diesem ersten Workshop werden weitere zu verwandten praktischen Themen folgen.

Zweitens werden wir eine gemeinsame Plattform für dreigliedrige technische Unterstützung für Länder in Bezug auf ihren Bedarf an medizinischen COVID-19-Technologien einrichten, die eine zentrale Anlaufstelle bietet, die das gesamte Fachwissen unserer zu Zugangs-, IP- und Handelsfragen zur Verfügung stellt Organisationen und anderen Partnern auf koordinierte und systematische Weise. Die Plattform für technische Hilfe wird insbesondere

  • Länder dabei unterstützen, den unerfüllten Bedarf an COVID-19-Impfstoffen, Medikamenten und verwandten Technologien zu bewerten und zu priorisieren, und
  • rechtzeitige und maßgeschneiderte technische Hilfe leisten, um alle verfügbaren Optionen für den Zugang zu Impfstoffen, Arzneimitteln und Technologien voll auszuschöpfen, auch durch Koordinierung zwischen Mitgliedern, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, um gemeinsame Antworten zu ermöglichen

Diese Initiativen werden auch durch unsere gemeinsamen Bemühungen untermauert, robuste und integrative Daten zu sammeln und zugänglich zu machen, die für eine wirksame Reaktion auf die COVID-19-Pandemie erforderlich sind. Dazu gehört eine regelmäßige Aktualisierung der Übersicht über COVID-19-bezogene Maßnahmen, die in einer wichtigen Ressource für die trilaterale Zusammenarbeit, der WHO-WIPO-WTO-Veröffentlichung „Promoting Access to Medical Technologies and Innovation: Intersections between public health, Intellectual Property and trade“, erschienen im Jahr 2020.

Hintergrund
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) und die Welthandelsorganisation (WTO) haben seit 2009 ihre Zusammenarbeit und praktische Koordinierung in Fragen der öffentlichen Gesundheit, des geistigen Eigentums und des Handels intensiviert. Diese trilaterale Kooperation soll die empirische und faktische Informationsgrundlage für politische Entscheidungsträger verbessern und sie dabei unterstützen, Public Health in Bezug auf geistiges Eigentum und Handel zu adressieren. Es umfasste eine Reihe praktischer technischer Unterstützungsaktivitäten auf nationaler, regionaler und multilateraler Ebene, eine Reihe hochrangiger politischer Symposien mit dem Ziel, neu auftretende Probleme zu verfolgen und die zukünftige Politik zu informieren, sowie die trilaterale Studie, die einen umfassenden Überblick über die umfassendes Spektrum politischer Fragen mit Bezug zu Innovation und Zugang zu Medizintechnologien.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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