Warum die Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege zur SICHTBAREN Schlüsselkompetenz wird

Die Welt wird nie mehr „so wie früher”.

(C) IMC FH Krems

Seit der Corona-Krise gibt es eine neue Zeitrechnung. Darüber sind sich die Zukunftsforscher einig. Und auch die Welt der Pflegebranche wird eine andere sein. Die IMC FH Krems setzt mit ihrem Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege auf ein komplett neu überarbeitetes Curriculum, das im Herbst 2020 startet. So sichtbar wie noch nie sind jetzt die Schlüsselkompetenzen dieser jungen Leute ist sich der Studiengangsleiter für Gesundheits- und Krankenpflege, Markus Golla, sicher.

Markus Golla leitet den Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege an der IMC FH Krems. Er ist, so wie alle seine Kolleginnen und Kollegen gerade im „Home-Office“. Neben seinen digital abgehaltenen Lehrveranstaltungen, den per Videokonferenz durchgeführten Aufnahmeinterviews und der Betreuung seiner Studierenden im Abschlusssemester, steht er noch täglich in Kontakt mit dem Gesundheitsministerium – und das hat seinen guten Grund.

1.000 Freiwillige bereits zusammengetrommelt

Im Jahre 2015 trommelte er zum ersten Mal, es war das Jahr der Flüchtlingskrise. Markus Golla gelang es, über 2.500 Pflegepersonen zu mobilisieren, um die Verwundeten und Kranken zu versorgen. Die Institutionen in Wien wären damals zusammengebrochen, wenn diese Initiative nicht so gut gelaufen wäre.

Nun trommelt er wieder und stellt über die sozialen Medien erneut ein Team zusammen. Der Erfolg ist unglaublich: Bereits 1.000 Freiwillige aus dem Gesundheitsbereich haben sich bei ihm gemeldet und täglich werden es mehr.

Diese Versorgungsgemeinschaft soll ganz bald ihre Arbeit aufnehmen. Die Gemeinschaft besteht aus Expertinnen und Experten, die sich über ihre Arbeit hinaus engagieren. Pensionierte Fachkräfte sind auch dabei und kümmern sich um die Mitorganisation.

Von einer Minute auf die andere alleingelassen

Es gilt die Menschen zu versorgen, die jetzt von einer Minute auf die andere ohne Unterstützung dastehen. Es gibt aber auch tausende Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege und Schülerinnen und Schüler der Pflege- und Fachassistenz, die mithelfen wollen.

Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden auch die Krankenhäuser und Pflegeheime diese Unterstützung benötigen. Sobald der rechtliche Rahmen durch die Bundesministerien gesichert ist, können all diese Personengruppen interagieren. Bereits jetzt unterstützt die Gemeinschaft viele Fälle, die über Facebook, E-Mail oder Telefon gemeldet wurden.

Schlüsselkompetenzen werden für alle sichtbarer

„Die Gesundheits- und Krankenpflege ist schon seit vielen Jahren eine hochprofessionelle Berufssparte, die international höchste Anerkennung hat. Im deutschsprachigen Raum assoziiert man Pflegepersonen mit Altenheim, Inkontinenz und alten Menschen. In anderen Ländern werden Pflegepersonen durch ihre Schlüsselkompetenzen als hochprofessionelles Gesundheitspersonal gesehen, die für die unterschiedlichsten Settings fachlich und wissenschaftlich perfekt aufgestellt sind. Das Jahr der Pflege, welches von der WHO 2020 ausgerufen wurde, haben sich viele anders vorgestellt. Durch globale Krisen, wie diese werden auch im deutschsprachigen Raum die Schlüsselkompetenzen für alle sichtbarer“, betont Markus Golla.

Die Bedeutung der Gesundheits- und Krankenpflege Ausbildung für unsere Zukunft

Gerade in Zeiten wie diesen braucht es gut ausgebildetes professionelles Pflegepersonal, dass sich den großen Herausforderungen stellt. Aber es wird eine Post-Corona Zukunft geben – auf diese nimmt das neue Curriculum des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege Rücksicht.

Es wurde so verändert, dass es die kommenden Studierenden nicht nur auf den Berufsalltag vorbereitet werden, sondern auch die Möglichkeit bekommen, sich im 5.Semester für eine Wissensvertiefung zu entscheiden. Die Studierenden werden durch sehr viele zusätzliche praktische Inputs handlungsorientiert angeleitet und über die drei Jahre des Studiums intensiv begleitet. Praxis Know-how ist die wichtigste Essenz in diesem Studium, ein Werkzeug, dass an unsere Fachhochschule so gut wie möglich weitergegeben wird.

Vorbereitung auf Krisensituationen und ethische Grundlagen

Auch im Bereich der Krisensituationen werden die Studierenden ab dem ersten Semester vorbereitet. Dabei ist nicht nur Krisenmanagement und Beratungskonzepte für Betroffene ein wichtiges Thema. Es geht um ethische Entscheidungen, Hygienemaßnahmen und um Kommunikation in Stresssituationen.

Es braucht gerade jetzt schnelle Sichtungen von Forschungsergebnissen der Beobachtungsstudien, damit dadurch in Zeiten wie diese raschen Entscheidungen getroffen werden können. Gut vorbereitet, begleitet in einen sicheren Job, der in Situationen, wie diese jetzt gerade das Leben vieler verändern kann.

Jetzt auch auf Instagram: Stolz auf die Gemeinschaft

„GuKler“ werden sie genannt, die Studierenden und Absolventinnen und Absolventen der Gesundheits- und Krankenpflege, mit denen Golla in ständigem Austausch steht.

Darauf ist er sehr stolz, denn seine Studierenden und Alumni waren von Anfang bereit, ihre freiwillige Mitarbeit in dieser Krise anzubieten. Um dem Kommunikationsverhalten der jungen Leute gerecht zu werden, wird die große Facebook Gruppe „GUK_IMC FH KREMS – the future of nursing“ nun erweitert: Man arbeitet derzeit am Aufbau eines eigenen Instagram Kanals.

„Das Besondere daran ist, dass jede und jeder Studierende seine eigene Botschaft kreieren soll, die er dann in einem Foto mit unserer Community teilt. Das Ziel: Unserer Berufsgruppe noch mehr Aufmerksamkeit, Empathie und Bedeutung zu verleihen. Unser Bundeskanzler hat gesagt, das Team Österreich müsse jetzt zusammenhalten. Wir sind ein kleiner Teil davon mit unserem GUK-TEAM-ÖSTERREICH“, freut sich der engagierte Niederösterreicher.

Über den Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege

Der Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege der IMC FH Krems wird vom Land Niederösterreich gefördert. Nun wurde, acht Jahre nach seiner Einführung ein neues zukunftsweisendes Curriculum ausgearbeitet, das mit dem Studienjahr 2020/21 startet.

Es bereitet die Studierenden auf unterschiedliche Tätigkeiten im Gesundheitswesen vor: Sowohl theoretisch als auch praktisch unter anderem mit Akutpflege – also mit Pflege im chirurgischen und internistischen Bereich in einem Krankenhaus –, Langzeitpflege – der Pflege von Menschen in einem Pflegeheim –, mobiler Pflege – der Pflege von Menschen im häuslichen Umfeld – und der Rehabilitationspflege, aber auch mit Beratungskonzepten, Forschung im Gesundheitswesen und vielen anderen Themen.

Neben den klassischen Modulen der Gesundheits- und Krankenpflege haben Studierende ab dem 5. Semester die Möglichkeit, ihren persönlichen Studienweg durch zusätzliche Wahlmodule zu erweitern. Hierbei können Sie zwischen Pflege bei Kindern und Jugendlichen, onkologischer Pflege und Pflege im Unfall- und Neuro-Rehabilitationsbereich wählen. Und genau das sind Schwerpunkte, die die diese Gesundheits- und Krankenpflege Ausbildung so besonders machen.

Markus Golla
Über Markus Golla 6447 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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