„Um einen alten Menschen ein Papperl einzugeben, braucht man keine Ausbildung“

(C) Olly

Wir teilen normalerweise keine politischen Statements, da wir eine deutschsprachige Pflegeplattform sind, die sich um Fachthemen kümmert. ABER wir kümmern uns auch um berufspolitische Themen und dies ist eine Aussage, die wir NICHT so einfach hinnehmen können.

Sehr geehrter Herr Schnell!
Die Idee, dass man die Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium abschafft und die Leute lieber zu Testzwecken 3 Monate zum „Medikamente verteilen“, „Papperl eingeben“ und „Patienten pflegen“ schickt, beleidigt die Fachpflege in jeglicher Form. Wollen Sie damit wirklich behaupten, man kann nach der Matura für 3 Monate in diesem Bereich arbeiten, ohne eine Ausbildung zu benötigen? Wollen Sie damit aussagen, dass unsere PflegehelferInnen, die eine Aufnahmeprüfung und eine einjährige Schule absolviert haben und dennoch nicht so einfach Medikamente verteilen dürfen etc., durch MaturantInnen ersetzt werden können, denn diese Hypothese lässt sich anhand ihrer Aussage ziehen. Von der Herabwürdigung der Betreuten ganz zu schweigen….“PAPPERL EINGEBEN“….

Unser komplettes Redaktionsteam verbittet sich solche Diffamierungen unserer Berufsgruppe und der PatientInnen. (Auch wenn es in dieser Rede um Medizinstudenten und Ärzte ging, mit ihrer Aussage haben sie die komplette Pflege degradiert.)

Obiges Zitat ist bei Minute 1:47:25 (Rede von Dr. Schnell beginnt bei 1:44:50):
https://sbgltg.kavedo.com/local.html?d=27_04_2016&r=plenar

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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