Ratgeber Schlafstörungen – Informationen für Betroffene und Angehörige

11. Oktober 2020 | Rezensionen | 0 Kommentare

Viele Menschen kennen Schlafstörungen. Die Gründe für den Mangel an Schlaf sind ganz vielfältig. Betroffene und deren Angehörige suchen oft nach dem einen oder anderen Strohhalm, um sich der ausbleibenden Ruhe entgegenstellen zu können. Mit dem „Ratgeber Schlafstörungen“ bietet der Psychologe Dieter Riemann eine hilfreiche Übersicht über Ursachen und natürlich auch über Möglichkeiten, um Schlafstörungen in den Griff zu bekommen.

Verständlich zeigt Riemann den Betroffenen und den Angehörigen auf, was Schlafstörungen medizinisch-psychologisch bedeuten. Er unterscheidet zwischen der Hypersomnie, der Parasomnie, der Insomnie und Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen. Empathie lässt er erkennen, wenn er die Schichtarbeit von Menschen näher unter die Lupe nimmt. Schichtarbeiter würden gezwungen, „gegen die innere Uhr zu leben“ (S. 13). Er konstatiert, „dass es nicht möglich ist, sich komplett auf Nachtschicht umzustellen, da die Lichtintensität in der Nacht nie die Stärke wie am Tag erreicht“ (S. 13).

Sehr differenziert stellt Riemann die Ursachen für Schlafstörungen dar, nimmt dabei natürlich die Wissenschaft zur Hilfe. Gleichzeitig holt der Betroffene und deren Angehörige in ihrem Tagebuch ab, schlägt unter anderem ein Schlaf-Tagebuch vor, da so die Tagesbefindlichkeit, aber auch die Art der Schlafstörung dokumentiert werde. Eine größere Hürde ist in diesem Zusammenhang sicher, sich mit Entspannungstechniken zu beschäftigen. Wenn einem Menschen bislang Entspannungstechniken fremd gewesen sind,

 

Dieter Riemann: Ratgeber Schlafstörungen – Informationen für Betroffene und Angehörige, Hogrefe Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8017-2745-1, 71 Seiten, 9.95 Euro. 

Autor:in

  • Christoph Mueller

    Christoph Müller, psychiatrisch Pflegender, Fachautor, Mitglied Team "Pflege Professionell", Redakteur "Psychiatrische Pflege" (Hogrefe-Verlag) cmueller@pflege-professionell.at