Pinterest hilft chronischen Schmerzpatienten

Galgenhumor: Tipps auch für das persönliche Umfeld (Foto: vcu.edu)
Galgenhumor: Tipps auch für das persönliche Umfeld (Foto: vcu.edu)

Bekannte Social-Media-Plattform dient dem Informationsaustausch und der Unterstützung

Richmond (pte/27.02.2019/06:05) Pinterest hilft Patienten mit chronischen Schmerzen beim Umgang damit. Das hat eine Studie der Virginia Commonwealth University http://vcu.edu ergeben. Denn das soziale Netzwerk dient dem Austausch von Tipps, der gegenseitigen Unterstützung und auch dazu, angesichts des gesundheitlichen Problems und damit verbundener Widrigkeiten einfach mal Dampf abzulassen. Gesundheitsorganisationen könnten demnach Pinterest effektiver nutzen, um wertvolle Infos an Schmerzpatienten zu kommunizieren. 

Pins gegen Schmerzen

Über die virtuelle Pinnwand Pinterest können sich Nutzer über Interessen, Hobbys oder Stars austauschen – und auch über gesundheitliche Probleme. Eben das machen Menschen mit chronischen Schmerzen ausgiebig, so das Ergebnis einer Analyse von 502 Pins zu diesem Thema. „Wir sehen, dass Pinterest von Patienten genutzt wird, um sich wirklich gegenseitig zu unterstützen, einander Informationen zu liefern, oder einfach ein Ventil zu finden, um mit chronischen Scherzen umzugehen“, meint Studienleiterin Jeanine Guidry.

Knapp ein Viertel der Pins zu chronischen Schmerzen dienen Betroffenen einfach dazu, mal Dampf abzulassen. Doch ein größerer Anteil befasst sich wirklich mit dem Umgang mit dem Problem. Gut ein Drittel der Beiträge enthält Tipps zur Schmerzbewältigung selbst, 17,9 Prozent bieten Ratschläge für Betreuer oder Freunde. Fast die Hälfte befasst sich mit dem Umgang mit dem physischen Schmerz, immerhin 15,7 Prozent mit der Bewältigung der damit verbundenen emotionalen Last. Darauf, das Lachen die beste Medizin sei, besinnen sich immerhin 14,9 Prozent der Pins zu chronischen Schmerzen und setzen daher auf Humor.

Kommunikations-Chance

Der Studie zufolge stammt die große Mehrheit der Pins zum Thema chronische Schmerzen von Einzelpersonen. Denn Organisationen wie die Centers for Disease Control and Prevention http://cdc.gov oder die Weltgesundheitsorganisation nutzen Pinterest nicht annähernd so stark wie Facebook oder Twitter. „Profis in der Gesundheitskommunikation sollten in Erwägung ziehen, Pinterest stärker zu nutzen, da sie hier wirklich Menschen erreichen können, die chronische Schmerzen zu bewältigen versuchen“, meint daher Guidry. Die Plattform könnte eine gute Möglichkeit sein, hochwertige, zuverlässige Informationen zu verbreiten.

Karin Eder
Über Karin Eder 265 Artikel
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, Advanced Practice Nurse, Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege, Leitung Bereich Gerontologie und Validation im Ausbildungszentrum des Wiener Rotes Kreuzes GmbH.

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