ÖGB/ARGE FGV: Dreigliedrige Pflege-Ausbildung muss Qualität für Beschäftigte und PatientInnen verbessern

Akademisierung ist richtiger Schritt, darf aber in der Praxis nicht Opfer von Sparpolitik werden

(C) Österreichischer Gewerkschaftsbund

Wien (OTS) – „Dass die gehobenen Pflegekräfte künftig akademisch ausgebildet werden, ist eine Modernisierung, die man nur begrüßen kann“, sagt Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (FGV), zur heute vom Ministerrat beschlossenen Neufassung des Gesundheits- und Krankenpflege-Gesetzes (GuK-G): „In der Praxis wird sich die neue dreigliedrige Ausbildung aber nur qualitätssteigernd auswirken, wenn die Länder ihre Sparstift-Politik überdenken und auch Geld in die Hand nehmen. Bessere Pflege für die Patientinnen und Patienten gibt es nicht umsonst.“

Das GuK-G regelt die Ausbildung neu. Sie wird über drei Schienen laufen: Zur Pflegeassistenz kommt eine Pflegefachassistenz hinzu. Für die Ausbildung sind weiterhin die Krankenpflegeschulen zuständig. Die gehobenen Pflegefachkräfte (derzeit „diplomierte Pflegekräfte“) sollen akademisch an Fachhochschulen ausgebildet werden. Zellhofer: „Wir werden uns laufend genau anschauen, in welchen Bereichen welche Pflegekräfte eingesetzt werden. Die Reform darf nicht dazu führen, dass es zwar theoretisch endlich akademisch ausgebildete Pflegekräfte gibt, diese aber aus Kostengründen kaum eingesetzt werden.“(fk)

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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