Musik soll traumatisierte Soldaten therapieren

24. März 2018 | Gastkommentare | 0 Kommentare

Fort Hood (pte003/21.03.2018/06:10) – Musiktherapie unterstützt laut Forschern des Carl R. Darnall Army Medical Center die Behandlung traumatisierter Soldaten. Die Experten plädieren dafür, diese Therapie öfter in den Fokus medizinischer Publikationen zu rücken. Durch moderne Militärmedizin und -technologie konnten in den vergangenen Jahren mehr Soldaten lebend gerettet werden – umso häufiger litten sie jedoch danach unter psychischen Schäden wie Posttraumatischen Belastungsstörungen.

Psychische Wunden heilen

„Musiktherapie ist eine dynamische Behandlungsmethode für Soldaten, die sich von den unsichtbaren Wunden des Krieges erholen“, führt Studienleiterin Hannah Bronson aus. Psychische Schäden bei Soldaten stellen laut den Forschern große Herausforderungen an militärische Versorgungseinrichtungen dar, da sie nicht selten auch mit körperlichen Verwundungen einhergehen. Resultierend daraus spielen mehrere Faktoren gleichzeitig bei der Behandlung der betroffenen Soldaten eine Rolle.

Studien legen nahe, dass sich Musik positiv auf Hirnregionen auswirkt, wenn zuvor traumatische Ereignisse stattgefunden haben. Musikalische Stimulierung hilft dabei, zerstörte Verbindungen zwischen einzelnen Hirnregionen wiederherzustellen, so Bronson. Ebenfalls werde während des Musikhörens im Gehirn des Patienten der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt, welcher nachweislich Motivations-, Lern- und Belohnungsverhalten der Patienten fördert. Automatisch werde so eine verbesserte Lernumgebung geschaffen.

Bewusstsein für Leiden schaffen

Dass sich Geräusche auf die Hirnaktivität auswirken und auch vom jeweiligen Individuum abhängig ist, ist nicht gänzlich neu (pressetext berichtete: https://pte.com/news/20180319001 ). „Wenn ein Bewusstsein entsteht, dass Musik nachweislich Vorteile in der Behandlung von Soldaten bringt, kann die heilende Eigenschaft der Musik in Zukunft noch viel mehr Frauen und Männern in Uniform helfen, wieder zu genesen“, schließt Forscherin Bronson.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)