Luftverschmutzung macht Baby-Herzen krank

Abgase: Folgen bei Babys nachgewiesen (Foto: pixabay.com, Chris_LeBoutillier)

Daten von 237 Müttern in Boston ausgewertet – Herzfrequenzvariabilität nimmt deutlich ab

New York (pte/31.10.2019/10:30) Die Belastung der Mutter mit Luftverschmutzung durch Feinstaub während der Schwangerschaft steht laut einer Studie von Mount Sinai http://mountsinai.org bei sechs Monate alten Kindern mit einer verringerten kardialen Reaktion auf Stress in Zusammenhang. Den Forschern ist es erstmals gelungen, nachzuweisen, dass eine Belastung im Mutterleib zur Veränderung der Herzfrequenzvariabilität führen kann. Sie gilt als Risikofaktor für eine ganze Reihe von Krankheiten. 

Herzleiden, Asthma, Allergien

Die Variabilität, mit der der Herzschlag auf stressreiche Erfahrungen reagiert, ist entscheidend für das Aufrechterhalten einer ganzen Reihe von Funktionen des menschlichen Körpers. Dazu gehören Herz und Kreislauf, Atemwege, Verdauung und das emotionale Wohlbefinden sowie die Resilienz gegenüber den Belastungen, die im Verlauf eines Lebens auftreten können.

Eine wie im Rahmen dieser Studie beobachtete verringerte Herzfrequenzvariabilität gilt als Risikofaktor für spätere geistige und körperliche Probleme. Die negativen Folgen der Luftverschmutzung auf die Herzfrequenzvariabilität wurden bereits in der Vergangenheit ab dem Kindesalter mit Erkrankungen wie Herzleiden, Asthma, Allergien und psychologische Probleme in Verbindung gebracht.

Satellitendaten genau analysiert

Für die aktuelle Studie haben die Forscher die Daten von 237 in Boston lebenden Müttern und ihren Kindern ausgewertet. Mittels Satellitendaten und Daten zur Luftverschmutzung wurden die Werte der Belastung durch Feinstaub festgestellt, denen die Frauen während der Schwangerschaft ausgesetzt waren. Diese Werte waren ähnlich wie jene, die sich in Bezug auf die gesamte US-Bevölkerung feststellen lassen.

Die Untersuchung der Herzfrequenz und Atmung der Kinder im Alter von sechs Monaten hat ergeben, dass je größer die Belastung der Mutter während der Schwangerschaft, desto geringer war die Variabilität der Babys als Reaktion auf Stress. Die Forschungsergebnisse wurden in „Environmental Health Perspectives“ veröffentlicht.

Karin Eder
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Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, Advanced Practice Nurse, Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege, Leitung Bereich Gerontologie und Validation im Ausbildungszentrum des Wiener Rotes Kreuzes GmbH.

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