Kindernothilfe bekämpft Kinderarbeit in Sri Lanka

Quelle: Bastian Strauch

Welttag gegen Kinderarbeit: Die Kindernothilfe fordert eine intensive Bekämpfung von ausbeuterischer Kinderarbeit – und verhilft Kindern von Teepflückerinnen zu einer Ausbildung.

Wien (OTS/www.kindernothilfe.at) – 168 Millionen Kinder weltweit müssen arbeiten, schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), in Sri Lanka sind es rund 15 Prozent aller fünf- bis 17-jährigen Mädchen und Buben, die einer Arbeit nachgehen müssen, Tausende davon unter schweren, ausbeuterischen Bedingungen. Zum Welttag gegen Kinderarbeit am 12. Juni fordert die Kindernothilfe daher eine intensive Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit. Im Zentrum Sri Lankas setzt die Hilfsorganisation mit Bildungsmaßnahmen für arbeitende Kinder und Aufklärungsarbeit in den Gemeinden ein deutliches Zeichen gegen die Ausbeutung Minderjähriger.

Es ist die Armut, die Kinder in schwere, ausbeuterische Arbeit zwingt. Das Einkommen der Kinder wird schlicht für das tägliche Überleben der Familien benötigt. Für die Unternehmen sind Kinder als Arbeitskräfte billiger als Erwachsene – und stellen weniger Forderungen. So auch auf den Teeplantagen in der Region rund um Nuwara Eliya im Zentrum Sri Lankas. Viele der in Europa getrunkenen Teesorten werden dort angebaut und gepflückt. Unter welchen Bedingungen das geschieht, wissen die wenigsten. Die Teepflücker und ihre Familien leben inmitten der Teeplantagen in engen Hütten mit Wellblechdächern, abgeschnitten und vergessen vom Rest der Welt. Die wenigsten Familien haben Zugang zu sauberem Trinkwasser oder ausreichend zu essen, für ihre Arbeit als Teepflücker bekommen sie lediglich einen Hungerlohn. Die Kinder haben kaum Chancen auf eine Schulbildung, brechen früh die Schule ab und arbeiten dann selbst auf den Plantagen.

Gemeinsam mit dem lokalen Projektpartner ELWF fördert die Kindernothilfe hier 350 Mädchen und Buben aus Teepflückerfamilien, bereitet sie auf einen Schulbesuch vor oder vermittelt sie an berufliche Ausbildungsstätten. In vier Gemeinschaftszentren können sich die Kinder regelmäßig treffen, spielen und lernen. Sie erhalten Förderunterricht und Unterstützung bei den Hausaufgaben. Und: In Kinderclubs lernen die Kinder ihre Rechte kennen, um sich besser vor Missbrauch und Ausbeutung zu schützen. Kinder und Eltern werden zudem über die Risiken und Folgen von Kinderarbeit aufgeklärt.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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