Infarkt bewirkt Job- und Einkommensverlust

9. Januar 2019 | Gastkommentare | 0 Kommentare

Winnipeg (pte001/08.01.2019/06:00) – Personen, die einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzstillstand erlitten haben, arbeiten laut einer Studie der University of Manitoba http://umanitoba.ca deutlich weniger wahrscheinlich als gesunde Menschen. Arbeiten sie, dann haben sie laut den in „CMAJ“ veröffentlichten Forschungsergebnissen durchschnittlich geringere Einkommen.

Häufigste Todesursache

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle sind weltweit die häufigsten Todesursachen. Sie führen aber auch zu Krankenhausaufenthalten, Behinderung und einem Verlust des Einkommens. Ein Drittel der Herzanfälle, 25 Prozent der Schlaganfälle und 40 Prozent der Herzstillstände treten bei arbeitenden Menschen unter 65 Jahren auf.

Die aktuelle Studie hat die Auswirkungen dieser Erkrankungen auf den Arbeitsmarkt untersucht. Zusätzlich wurden Daten von arbeitenden Personen zwischen 40 und 61 Jahren vor dem Eintreten der Erkrankung mit Kontrollen verglichen, die nicht betroffen waren. Um temporäre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt durch die Erkrankung auszuschließen, wurde die Beschäftigung drei Jahre nach dem ursprünglichen Ereignis herangezogen.

Langfristige Auswirkungen

Laut Forschungsleiter Allan Garland hatten die Betroffenen drei Jahren nach einem Spitalsaufenthalt aufgrund einer dieser Erkrankungen weniger wahrscheinlich einen Job und mussten größere Verluste beim Jahreseinkommen hinnehmen. „Der Verdienstausfall war erheblich. Die Reduktion reichte von acht bis 31 Prozent. Auch wenn diese Personen arbeiten konnten, war ihr Einkommen im dritten Jahr nach der Erkrankung zwischen fünf und 20 Prozent geringer als zuvor.“ Die Folgen eines Schlaganfalls waren mit 31 Prozent am größten, gefolgt von 23 Prozent nach einem Herzstillstand und acht Prozent nach einem akuten Herzinfarkt.

„Arbeitslosigkeit und Einkommensverluste aufgrund derart häufiger Erkrankungen haben eine große gesellschaftliche Relevanz. Betroffen sind die Patienten, ihre Familien, aber auch die Regierungen durch Konkurse, Verschlechterung des Gesundheitszustands und verlorener Produktivität“, so Garland. Eine Arbeit zu haben, steht mit Wohlbefinden und Zufriedenheit mit dem Leben in enger Verbindung. Die Forscher hoffen, dass diese Ergebnisse dazu beitragen, dass die Betroffenen wieder ins Arbeitsleben zurückkehren können und ihnen geholfen wird.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)