ICN: Case study of the week: Krankenpflegefachkräfte, die während COVID-19 für Infektion, Prävention und Kontrolle sorgen

Hebah Ibrahim Hasan al Zamel, MSN RN CIC /Infection Control Coordinator, King Abdullah University Hospital, Jordan

Anlässlich der International Infection, Prevention and Control Week und der International Conference on Prevention and Infection Control, die vom 14.-17. September in Genf, Schweiz, abgehalten wird, bringen wir Ihnen die Geschichte einer Krankenpflegefachkraft und eines Koordinators für Infektionskontrolle aus Jordanien.

Hebah al Zamel ist Krankenschwester und Koordinatorin für Infektionskontrolle am King Abdallah University Hospital (KAUH) in Jordanien. KAUH ist ein gemeinnütziges Lehrkrankenhaus, das klinische und überweisende Gesundheitsdienste für andere Gesundheitssektoren in Jordanien anbietet und Schulungs-, Bildungs- und Forschungsmöglichkeiten für Studenten und medizinisches Fachpersonal bietet.

Als Koordinator für Infektionskontrolle ist Hebah für die Schulung des Personals über Infektionsprävention und -kontrolle (IPC) verantwortlich und fungiert als Krankenhausverbindung zum Gesundheitsministerium. Die IPC-Dienste verbessern die Qualität der Gesundheitsversorgung und tragen dazu bei, die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern, die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus zu verkürzen und die Beschäftigten im Gesundheitswesen zu schützen.

Als die COVID-19-Pandemie Jordanien erreichte, war das KAUH das einzige Krankenhaus im Norden des Königreichs, das zu Beginn der Pandemie für die Aufnahme von Patienten bestimmt war. Hebah sah sich vielen Herausforderungen gegenüber, darunter der Schutz des Gesundheitspersonals und der Patienten und ihrer Familien; Mangel an Ressourcen; und Weiterbildung für Mitarbeiter. Ihr größter Erfolg war die Vorbereitung eines Plans zur Behandlung von COVID-19-Fällen für das Krankenhaus mit hoher Professionalität.

Hebah trug zur Vorbereitung eines Leitfadens für das jordanische Gesundheitsministerium zur Infektionskontrolle im Umgang mit COVID-19-Fällen bei. Unter ihrer Aufsicht wurde im Krankenhaus auch ein Impfzentrum eröffnet. Sie bildete eine lokale Partnerschaft mit dem jordanischen Gesundheitsministerium für Ausbildung und Supervision in nördlichen Krankenhäusern, um die Fähigkeiten zur Ausbildung von Gesundheitsdienstleistern, zur Steigerung der Produktivität und zur Verbreitung von Wissen auf lokaler Ebene zu stärken.

„Der Erfolg bei der Bewältigung dieser Krise war der Unterstützung des oberen Managements zu verdanken, das sich zusammenschloss und mit uns als ein Team zusammenarbeitete“, sagt Hebah. „Die Liebe zur Arbeit und das Engagement für den Erfolg haben uns geholfen, durchzuhalten.“

Wichtig sei der persönliche Schutz der Arbeitnehmer sowie die Aufmerksamkeit für die psychische Gesundheit von Pflegepersonal und Ärzten. Die kontinuierliche Kommunikation zwischen der Geschäftsleitung und dem Gesundheitspersonal war von entscheidender Bedeutung, und die Erinnerung daran, dass die Krankenpflege ein humanitärer Beruf ist, war von größter Bedeutung. Hebah sagte: „Ich wurde selbstbewusster und konnte allen Ebenen und Gruppen Ratschläge geben. Eine wichtige Motivation war, dass Wissen ein Licht ist, und um eine Führungskraft zu sein, muss man ausgebildet sein.“

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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