ICN: Case Study of the week: Internationaler Tag der menschlichen Solidarität: Palliative Outreach für Obdachlose, die in Armut leben, Kanada

Kelli Stajduhar & Sally Thorne

Photo Credit: University of Victoria Media Services

Der Internationale Tag der menschlichen Solidarität, der am 20. Dezember gefeiert wird, ist ein Tag, an dem die Debatte über die Möglichkeiten zur Förderung der Solidarität zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung, einschließlich der Beseitigung der Armut, angeregt wird. und ein Aktionstag, um neue Initiativen zur Beseitigung der Armut zu fördern. Hier präsentieren wir eine Fallstudie zu einer Pflegeinitiative zur Palliativversorgung von Obdachlosen, die in Armut leben.

Kelli Stajduhar arbeitet seit 30 Jahren in der Palliativmedizin in Victoria, British Columbia, Kanada. Als promovierte klinische Pflegespezialistin mit einer Leidenschaft für qualitativ hochwertige Pflege am Lebensende und gesundheitliche Gerechtigkeit ist sie jemand, der gerne Dinge erledigt.

Durch ihre langjährigen Forschungen, Kooperationen und Partnerschaften in der Gemeinde hat Kelli ein umfassendes Verständnis dafür geschaffen, wie ein „palliativer Ansatz“ für die Pflege – ein Ansatz, der sich auf die eigenen Ziele und Prioritäten dieser Person konzentriert, anstatt ihre Krankheit zu behandeln – unsere Fähigkeit dazu dramatisch verbessern kann Menschen mit chronischen und möglicherweise lebensbeschränkenden Krankheiten eine relevante und sinnvolle Betreuung bieten. Aufbauend auf diesem umfassenden Fachwissen hat Kelli in den letzten Jahren große Fortschritte bei der Entwicklung und Umsetzung kreativer neuer Wege gemacht, um einigen der am stärksten gefährdeten Mitglieder der kanadischen Gesellschaft – denen, die in extremer Armut leben – eine gute Versorgung am Lebensende zu bieten Ende des Lebens. In jeder Gesellschaft gibt es Menschen, die mit strukturellen Ungleichheiten konfrontiert sind, so dass sie benachteiligt sind, wenn sie Gesundheits- und Sozialfürsorge erhalten, einschließlich der Pflege am Ende ihres Lebens.

In den letzten Jahren leitete Kelli ein interdisziplinäres akademisches und gemeinschaftliches Verbundforschungsprojekt mit dem Titel „Equity in Palliative Approaches to Care“. Diese Forschung hat gezeigt, wie obdachlose und kaum untergebrachte Menschen sich der Herausforderung stellen, durch viele komplexe Systeme zu navigieren, einschließlich Wohnen, Sozialfürsorge und Gesundheitsfürsorge. Kellis Ansatz besteht darin, gemeindenahe Forschung zu betreiben, um diesen Menschen Dienste zu bieten, wo sie sind und auf eine Weise, die für sie funktioniert. Da sich ihre Gesundheit aufgrund lebensbeschränkender Bedingungen wie Herzinsuffizienz, Lungenerkrankungen oder Krebs verschlechtert, nimmt auch die Fähigkeit von Obdachlosen, auf eines dieser Unterstützungssysteme zuzugreifen, zwangsläufig ab. Wenn sie jedoch Zugang zu Palliativpflegediensten haben, hat Kellis Team gezeigt, dass diese Personen trotz dieser chronischen Erkrankungen tatsächlich eine echte Verbesserung ihrer Lebensqualität erfahren können.

Auf der Grundlage der Erkenntnisse, die aus den Forschungsergebnissen von Kellis Team hervorgegangen sind, haben sich nun mehrere Gesundheitsbehörden und Gemeindegruppen zusammengeschlossen, um das sogenannte Palliative Outreach Resource Team (PORT) zu finanzieren. Dies ist ein Dienst, auf den sich Personen selbst verweisen oder von ihren Betreuern, einschließlich ihrer gewählten oder „Straßen“ -Familie, oder von Mitarbeitern des Tierheims, Gleichaltrigen oder Unterstützern verwiesen werden können. Es umfasst eine vorausschauende Pflegeplanung mit Drogenkonsumenten, mehrere Kontaktaktivitäten mit Hausangestellten und Kollegen, um palliative Pflegeansätze in ihre tägliche Arbeit zu integrieren, und sie haben kürzlich einen mobilen Palliativpflegedienst in der Innenstadt von Victoria eingeführt. Wie Kelli sagt: „Palliative Care ist kein“ Ding „oder“ Ort „, sondern ein Ansatz, der sich auf die Ganzpersonenpflege für die Person, ihre Familie und die Gemeinschaft konzentriert. Dieser Ansatz erfordert eine Reaktion der Gemeinschaft, bei der jeder seine Verantwortung und seinen Anteil an der Pflege der Sterbenden sieht. “

Wie so viele Strategien, um bei hochkomplexen Problemen etwas zu bewirken, erfordert die Bereitstellung einer sinnvollen und angemessenen Palliativversorgung für Obdachlose und kaum untergebrachte Personen ein umfassendes Netzwerk von Fachleuten, Partnerorganisationen und Führungskräften der Gemeinde. Es ist wirklich eine Teamleistung, die auf einem beständigen Engagement für Fürsorge, Gerechtigkeit und eine bessere Welt für alle Mitglieder der Gesellschaft beruht. Aber ohne die starke Führung, die aus pflegerischer Sicht in Fragen der Überschneidung von Gesundheit und öffentlicher Ordnung entsteht, wäre eine solche Initiative möglicherweise nie in Betracht gezogen worden. Die Arbeit von Kelli Stajduhar ist wirklich ein Beispiel für exzellente Pflege in Aktion.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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