ICN: Case study of the week: Die Stimme der Krankenpflegefachkäfte: Bereitstellung von Beratungs- und Schulungsdiensten während der COVID-19-Pandemie, Iran

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Autor:innen: Khatereh Seylani, BSN, MScN, Ph.D, Assistant Professor, Vice Dean of International Affairs, Tehran University of Medical Sciences, School of Nursing and Midwifery

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der daraus resultierenden sozialen Zwänge können viele pflegebedürftige Menschen nicht persönlich in Gesundheitszentren gehen. Auf der anderen Seite machen sich viele gesunde Menschen Sorgen um die COVID-19-Erkrankung und möchten mit einer zuverlässigen Gesundheitsquelle über ihre Sorgen sprechen, etwa ob sie sich infiziert haben und in häuslicher Quarantäne sind und wie sie sich selbst versorgen können. Menschen mit chronischen Erkrankungen brauchen zusätzliche Beratung und Unterstützung. Um dieser gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, haben die Dozenten der School of Nursing and Midwifery der Teheran University of Medical Sciences über ihre pädagogischen Aufgaben mit den Studierenden hinaus eine kommunale Helpline zur Beratung und Aufklärung von Menschen zu Hause über ihre Erkrankung gegründet. Anrufer werden bei Bedarf an entsprechende Gesundheitszentren verwiesen, um Fälle zu identifizieren, die persönlich beurteilt werden müssen.

Die Helpline, bekannt als „Nurse’s Voice“, wurde f mit dem Ausbruch des Coronavirus am 23. Die telefonische Helpline bietet täglich sechs bis acht Stunden lang Beratung zu allgemeinen und fachlichen Fragen. In der restlichen Zeit erfolgt die Beratung über WhatsApp-SMS. Jeder Kunde erhält einen Code, damit seine Antwort unter Wahrung der Anonymität mit der WhatsApp-Gruppe geteilt werden kann. Bei Bedarf ruft die Schwesternstimme die Klienten an und überweist sie zur weiteren Untersuchung an Ärzte. Die psychiatrische Pflegegruppe ist sehr aktiv und bietet tägliche Krankenpflegefachraft-Sprachdienste für die psychische Gesundheit, um stark gestresste Patienten zu unterstützen.

Pflegestudierende nahmen aktiv an der WhatsApp-Beratung teil, indem sie Fragen aus der Gruppe an die Dozierenden stellten und die Antworten dann per WhatsApp zurückschickten. Viele Menschen lernten durch das Lesen der Antworten auf gestellte Fragen und fühlten sich in der Gruppe sicher. Die meisten Leute erfuhren von Freunden von der Gruppe, was die Bedeutung der Sensibilisierung für Peergroups in der Gesundheitserziehung zeigt.

Aufgrund der Popularität der WhatsApp Nurse’s Voice-Beratungsgruppe wurden im September 2020 spezielle WhatsApp-Gruppen gebildet, um Patienten mit Diabetes, Asthma und Rückenmarksverletzungen aufzuklären und zu beraten. Die Studenten verschiedener Pflegeprogramme haben sich der Gruppe angeschlossen und bieten den Menschen die Bildung und Beratung an.

In den ersten sieben Monaten wurden mehr als 2000 Anrufe an die Schwesternstimme aus dem ganzen Land aufgezeichnet. In den ersten sieben Monaten wurden mehr als 700 Fragen beantwortet, die quantitativ und qualitativ analysiert werden, um die FAQ-Broschüre zu aktualisieren. Rückmeldungen haben gezeigt, dass die Menschen die Stimme der Krankenpflegefachkraft als beruhigende und beruhigende Stimme, als Vertrauensbasis und als Weg zur Verbindung mit der Welt des Gesundheitswesens und der Pflege betrachteten. Nurse’s Voice hat auch Menschen in abgelegenen Gebieten erreicht, die keinen einfachen Zugang zu Unterstützung und Rat von Pflegekräften und Hebammen hätten.

Die Schule für Krankenpflege und Hebamme arbeitet nun an der Verbesserung des Telefonberatungssystems für Pflege- und Hebammengruppen und plant, den Umfang der Patientenaufklärung auf andere virtuelle Plattformen auszudehnen.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)