ICN: Case study of the week: Aufbau belastbarer Pflegeorganisationen, Japan

Japanese Nursing Association

JNA-Präsident Fukui macht auf einer Pressekonferenz einen Vorschlag

Angesichts von COVID-19 untersuchte der japanische Krankenpflegerverband (JNA) die Situation von Krankenpflegefachkräfte, die in verschiedenen Situationen an vorderster Front kämpften, identifizierte Probleme und gab vier Empfehlungen zur Zukunft der Gesellschaft ab:

  • Eine Gesellschaft, in der sich „neue Lebensstile“ verbreiten – Krankenpflegefachkräfte helfen Menschen, mit „neuen Lebensstilen“ zu leben.
  • Gewährleistung eines stabilen Gesundheitssystems, das auf die Ausbreitung von Infektionen und Notfällen reagieren kann
  • Gewährleistung einer sicheren Gesellschaft durch Minimierung der Ausbreitung von Infektionen – der Schlüssel zur Verhinderung der Ausbreitung von Infektionen ist das Fachwissen der Krankenpflegefachkräfte
  • Schaffung einer Gesellschaft, in der jeder gesund leben und sowohl geistig als auch körperlich aktiv sein kann – Schaffung einer gesunden Gesellschaft durch die Kraft der Pflege.

Basierend auf diesen Empfehlungen und inmitten der anhaltenden landesweiten COVID-19-Epidemie unterstützte JNA den Aufbau widerstandsfähiger Organisationen, die es der Pflege ermöglichen, Stärke zu demonstrieren, unter allen Umständen eine Rolle zu spielen und ein zukünftiges Gesundheitssystem sicherzustellen.

Um die Gesundheitsversorgung in der Gemeinde zu schützen und die Gesundheit und Gesundheitsversorgung der Menschen zu unterstützen, hat JNA Maßnahmen ergriffen, um Krankenpflegefachkräfte sowohl aus quantitativer als auch aus qualitativer Sicht zu schützen. Der Verein ermöglichte die Ausbildung von Krankenpflegefachkräfte mit einem hohen Fachwissen in der Infektionskontrolle. Die Schulung ermöglichte es Gesundheitseinrichtungen mit weniger als 200 Betten, in denen Krankenpflegefachkräfte mit hohem Fachwissen in der Infektionskontrolle nicht verfügbar waren, den Titel einer zertifizierten Krankenpflegefachkräfte in der Infektionskontrolle zu sichern. JNA hat außerdem ein System eingerichtet, das Krankenschwestern dabei hilft, ihre beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu aktualisieren und voll kompetent für die Arbeit zu sein. Der Verein stärkte damit die Quantität und Qualität der pflegerischen Qualifikationen aller Krankenschwestern, einschließlich der Arbeitslosen.

JNA entwickelte auch Tools zur Unterstützung der Infektionsprävention und -verwaltung, um Fachkrankenschwestern und Krankenpflegeradministratoren in kleine und mittlere Krankenhäuser und Einrichtungen für ältere Menschen zu entsenden. Zu den Tools gehörten Checklisten für das Verhalten und die Einstellung der Unterstützer sowie die Maßnahmen zur Infektionskontrolle, die in jeder Einrichtung entsprechend der Phase der Pandemie angepasst und umgesetzt werden sollten, wobei die Unterschiede bei der Gesundheitsversorgung in diesen kleinen und mittleren Unternehmen berücksichtigt wurden. große Krankenhäuser und Einrichtungen für ältere Menschen im Vergleich zu großen Krankenhäusern. Die Support-Tools wurden als Ergebnis des Beratungsdienstes von JNA zur Infektionskontrolle entwickelt, der deutlich machte, dass Gesundheitseinrichtungen ohne auf Infektionskontrolle spezialisierte Krankenpflegefachkräfte vor größeren Herausforderungen für COVID-19-Maßnahmen zur Infektionskontrolle standen. Durch Präfektur-Pflegeverbände unterstützte JNA diese Einrichtungen durch Besuche, E-Mails und Telefonanrufe sowie durch hochspezialisierte Krankenschwestern vor Ort, um die Maßnahmen zur Infektionsprävention mithilfe der Support-Tools zu verbessern.

In Japan führte die Ausweitung von COVID-19 in bestimmten Bereichen zu einem Mangel an Krankenpflegefachkräfte. Als Gegenmaßnahme wurde unter Einbeziehung der Regierung ein System zur Entsendung von Krankenpflegefachkräfte eingerichtet, das als „Infectious Diseases Relief Nurse“ -System bezeichnet wird, um Krankenpflegefachkräfte im Kampf gegen Infektionskrankheiten zu unterstützen. Dieses System basiert auf der Entsendung von Krankenpflegefachkräfte zum Zeitpunkt von Katastrophen. Wenn die Nachfrage von Gesundheitseinrichtungen – und Unterkünften für milde Fälle – aufgrund des Anstiegs der Infektionen das Angebot an Krankenpflegefachkräfte in der Präfektur übersteigt, ist ein System vorhanden, mit dem Krankenpflegefachkräfte aus anderen Präfekturen entsandt werden können. „Infectious Diseases Relief Nurse“ soll auf die Erweiterung von COVID-19 reagieren. Es wird jedoch erwartet, dass die Erfahrungen und Erfolge dieses Systems einige Beiträge zur Sicherung der in der Gemeinde benötigten Krankenpflegefachkräfte und zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems in der Zukunft liefern.

JNA ist der Ansicht, dass wir unter allen Umständen den Zugang zu Gesundheitsdiensten sicherstellen müssen, indem wir kompetente Pflege leisten, wo immer Menschen dies benötigen. Die Bemühungen von JNA wurden mit gegenseitiger Unterstützung seiner Krankenpflegefachkräfte eingeleitet. Diese Unterstützung hängt jedoch von der Stärkung des Unterstützungssystems für die psychische Gesundheit von Krankenpflegefachkräfte und dem richtigen Verständnis und der wirtschaftlichen Bewertung von Krankenschwestern in der Gesellschaft ab, die die Grundlage für den Aufbau einer hoch belastbaren Organisation bilden.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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