Heimroboter eilt Älteren blitzschnell zu Hilfe

17. Januar 2019 | Gastkommentare | 0 Kommentare

Im Smart Home verbaute intelligente Sensoren erfassen die aktuelle Situation der Menschen

Pullman (pte/16.01.2019/10:30) Forscher der Washington State University (WSU) http://wsu.edu haben einen mobilen Roboter entwickelt, der Menschen mit Demenz oder anderen Behinderungen zur Hand geht. Er soll so fit sein, dass viele Menschen, die nicht mehr ohne Betreuung auskommen, in ihrer Wohnung oder ihrem Haus bleiben können.Praktische Terminerinnerung

Das „Robot Activity Support System“ (RAS) nutzt Sensoren, die in einem Smart Home installiert sind. Das haben die Forscher eingerichtet, um RAS testen zu können. Die Sensoren registrieren den Ort, an dem der oder die Bewohner gerade sind, was sie tun und ob sie Unterstützung brauchen.

Der Roboter navigiert autonom und umrundet Hindernisse, um zu seinem „Herrchen“ oder „Frauchen“ zu kommen. Er bietet Videos an, in denen einfache Handreichungen, die die Behinderten nicht mehr schaffen, in einfachen Bildern gezeigt werden. Er erinnert die Bewohner daran, Medikamente pünktlich einzunehmen und führt sie gleich zum Medikamentenschrank – oder in die Küche, um etwas zu essen.

Pflanzen gießen, Hund ausführen

„RAS kombiniert den Komfort, den ein Service-Roboter bietet, mit der an der WSU entwickelten Kontrolltechnik, sodass er die Menschen, denen er zugeteilt ist, genau dann unterstützen kann, wenn sie Hilfe brauchen“, sagt Bryan Minor, der gerade am WSU-Institut für Elektrotechnik und Computerwissenschaften promoviert hat. Gemeinsam mit Institutsleiterin Diane Cook hat er den Roboter und die zugehörige Software entwickelt.

Cook und Minor haben das System mithilfe von 26 Studenten getestet. RAS hatte drei Aufgaben: Er musste „seinen“ Menschen darauf vorbereiten, den Hund auszuführen, ihm helfen, zur rechten Zeit seine Medikamente mit Wasser einzunehmen und die Pflanzen in der Wohnung zu gießen. Wenn das System feststellte, dass der Bewohner eine Aufgabe, die anstand, nicht anpackte oder Probleme bei der Bewältigung hatte, bekam RAS eine Botschaft, dass er helfen solle. Der Roboter nutzte dann den Plan der Wohnung und seine Sensoren, um den oder die Hilfsbedürftigen zu finden und zu unterstützen, meist mit einem kleinen Film.

Autor:in

  • Karin Eder

    Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, Advanced Practice Nurse, akademische Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege, Demenzberaterin, Direktorin im Haus Hetzendorf, Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser