Grüne begrüßen überfällige Reform der Pflegeausbildung

Mückstein: Exakter Betreuungsschlüssel soll übermäßigem Einsatz der kostengünstigeren Kräfte vorbeugen

(C) Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Wien (OTS) – Die internationale Anschlussfähigkeit der österreichischen Pflegeausbildung hat sehr lange auf sich warten lassen. Mit der Anhebung der Ausbildung auf Fachhochschul-Niveau, wie es der vorliegende Gesetzesentwurf vorsieht, wird dies gelingen. „Es ist zu hoffen, dass damit die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege für junge Menschen attraktiver wird. Denn es tun sich neue berufliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, sodass sich der Beruf qualitativ hochstehend weiterentwickeln kann und die Verweildauer im Beruf länger wird“, hofft Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin der Grünen.

Die Dreiteilung der Pflegeausbildung in den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege (Fachhochschule), die Pflegefachassistenz (2 Jahre) und Pflegeassistenz (1 Jahr) ist der Forderung der Länder nach einer kostengünstigen Neuaufstellung der Pflegeausbildung geschuldet. „Es wird ganz genau darauf zu achten sein, dass in der pflegerischen Praxis die am kürzesten ausgebildete Pflegeassistenz nicht die Hauptarbeit in der Pflege übernimmt und sich die Länder so auf Kosten der Beschäftigten und der PatientInnen Geld sparen“, warnt Eva Mückstein. „Ich schlage für alle relevanten Bereiche einen Betreuungsschlüssel vor, der festlegt, wie viele Diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, PflegefachassistentInnen und PflegeassistentInnen pro 100 Betten eingesetzt werden müssen.“

Die lange Übergangsfrist bis 2024 ist nicht notwendig und eröffnet einen zu langen Spielraum für unterschiedliche Ausbildungswege. „Bis 2020 sollte die Umstellung auf Fachhochschule möglich sein“, ist Mückstein überzeugt.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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