Gehirn und Gedanken modellieren dein Leben

Dein Gehirn kann deine Potenziale entfalten

(C) Sagittaria

Neben meiner beruflichen Tätigkeit als Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin widme ich meine Zeit gerne der Steigerung der Gesundheitskompetenz und Prävention. Mit der GuKG Novelle 2016 wurde das Berufsbild der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen (DGKP) durch den Tätigkeitsbereich Gesundheitsförderung erweitert. „§ 14 Pflegerische Kernkompetenzen (2) 7. Förderung der Gesundheitskompetenz, Gesundheitsförderung und Prävention“ (BGBL 2016: 4)

In meinem folgenden Artikel möchte ich gerne auf die Möglichkeit zur Gesundheitsförderung durch achtsamen Umgang mit Gehirn und Gedanken eingehen. Durch meine Arbeit als diplomierte Fachkraft konnte ich beobachten, dass viele Patientinnen und Patienten sich selbst zu wenig zutrauen. Oft können sie sich selbst nicht motivieren neue Wege einzuschlagen.

Jeder Mensch wird mit Unmengen an Neuronen geboren. Aufgrund von persönlichen Erfahrungen werden diese unterschiedlich verknüpft. Dieses subjektive Wissensnetz schafft jedem seine eigene, persönliche Realität, sowie individuelle Werte und Weltanschauungen. Beim aktiven und auch beim beiläufigen Lernen wird das Wissensnetz dichter, dies führt zur Weiterentwicklung.

Das bewusste Lenken der Gedanken kann ein zufriedeneres Leben begünstigen.

Vernetzung der Neuronen

Jedes Baby wird mit einer exorbitanten Menge an synaptischen Verknüpfungsangeboten im Gehirn geboren. Diese gewaltige Veranlagung hat sich bis nach der Schulzeit drastisch reduziert (vgl. Hüther 2016: 169). Alle, ein Kind umgebende Personen wie Eltern, Vorbilder, Geschwister, Freunde helfen unserem Gehirn dabei, das zu werden was es ist.  Sie beeinflussen die Vernetzungen der Neuronen und somit die individuelle Persönlichkeit, die Gedanken, die Träume, die Muttersprache und alles was uns ausmacht (vgl. Hüther 2016: 176). Ein Neuron ist eine von zwei Arten von Nervenzellen im Gehirn. Beide Nervenzellen „meistern unsere Wahrnehmung, unser Denken das Lernen, das Fühlen und viele geistige Prozesse, wie die Entscheidungsfindung oder das Assoziieren, kurzum unsere Kognition, aber auch unsere Emotion“ (Mazedonia 2019: 12).

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Auch unsere ersten Empfindungen werden von den Reaktionen der Eltern geprägt. Sind diese ersten Erfahrungen positiv eingefärbt, neigen wir auch im Erwachsenenalter dazu unserer Person positiv gegenüberzustehen und ahmen unsere ersten Wahrnehmungen nach. Natürlich werden auch die negativen Erfahrungen später kopiert. Wir neigen dazu unser emotionales Universum der Kindheit wieder entstehen zu lassen (vgl. Hay 2018: 22f.).

Unser Gehirn hat alles abgespeichert, aber das Bewusstsein hat nur einen Bruchteil parat, denn 95 Prozent unseres Wissens verlaufen unbewusst (vgl. Dogs/Poelchau 2017: 38).

Wir können nur wahrnehmen was wir bereits kennen. Unser Wissen beeinflusst unsere Wahrnehmung. Wenn bereits Neuronen (Gehrinnerven) zu neuen Wahrnehmungen in unserem Gehirn vernetzt sind, können Feinheiten weiterverknüpft werden. Die Vernetzung wird dichter und unser Wissen größer. Zum Beispiel wird eine Fremdsprache, welche wir nicht kennen, nicht als Sprache, sondern nur als Geräusch wahrgenommen. Wir haben keine Verbindungen zu diesen Geräuschen, da wir an kein Wissensnetz anknüpfen können (vgl. Birkenbihl 2018: 47).

Im Gegensatz dazu hören wir bei einer Fremdsprache, die wir gelernt haben bekannten Wörter. In weiterer Folge können wir manche Wörter sinngemäß interpretieren und speichern die neuen Wörter nach und nach als neues Wissen ab.

Jedes Neuron hat zu unzähligen Neuronen Verknüpfungen. Bei neuen Erkenntnissen werden neue Verknüpfungen gebaut und weiteres Wissen wird abgespeichert (vgl. Birkenbihl 2018: 44).

Tagtäglich entstehen in unserem Gehirn neue Zellen. Der lebenslange Neuronennachbau ist wichtig, da durch Fieber, Alkohol, Unfall, Schlafmangel, …immer wieder Neuronen zerstört werden. Auch wenn wir etwas neues Lernen z.B. eine Fremdsprache, wird das Wachstum neuer Neuronen angeregt (vgl. Macedonia 2019: 40f.).

Der Neurobiologe Gerald Hüther schreibt, dass wir es selbst in der Hand haben unsere Nervenzelle zu ‚düngen‘. Weiterentwicklung und Umbauprozesse im Gehirn können bis ins hohe Alter aktiviert werden. Ausgelöst wird diese aktive ‚Düngung‘, wenn wir uns über etwas freuen können! Wenn Denken, Fühlen und Handeln nicht getrennt werden, wird das Gehirn aktiviert, egal wie alt wir sind (vgl. Hüther 2016: 218ff.)

Individuelle Werte

Jeder von uns hat persönliche, unantastbaren Überzeugungen und Werte. Es ist für uns unvorstellbar, dass man diese Werte aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.

Immer wieder kommt es vor, dass wir beruflich oder privat Zeit mit Menschen verbringen, die andere Weltanschauung vertreten. Bei der Diskussion zweier Gesprächsparteien mit unterschiedlichen Wertvorstellungen kann es schnell zu Auseinandersetzungen kommen. Jeder möchte seine, für ihn richtige Meinung, vertreten und den anderen davon überzeugen. Jede Partei fühlt sich nicht anerkannt, gekränkt, zornig oder verletzt.

Müssen wir unsere Werte dringend aufzwingen? Ist es nicht nur unser Egoismus, der unsere Werte teilen möchte? Besser ist es, andere mit ihren Überzeugungen zu akzeptieren und miteinander eine glückliche Zeit zu verbringen (vgl. Sunim 2017: 99f.).

Sichtweisen und Werte die mit unseren nicht korrelieren werden unverzüglich als falsch abgetan. Dem Gesprächspartner wird unsere ‚die richtige‘ Interpretation erklärt.  Diese durch unterschiedliche Wissensfäden ausfallende Perspektive endet möglicherweise mit Konflikt oder Flucht. Menschen mit vielen Verknüpfungen können auch mit widersprüchlichen Sichtweisen leben und sie nebeneinander stehen lassen (vgl. Birkenbihl 2018: 48f.).

In diesen Streitsituationen, in welchen wir unsere Gegenüber unter Umständen körperlich und seelisch verletzen, wird im schlimmsten Fall auch noch unsere Familie hineingezogen. Meist ist es unser Stolz, der uns veranlasst den anderen unsere Meinung aufzudrängen. Wenn wir die Meinung des anderen wertschätzend anhören und uns für seine Darlegung unterschiedlicher Fakten bedanken, ist niemand beleidigt oder gekränkt. Eine Diskussion, welche auf Stolz basiert und anderen unseren Willen aufdrängen will, führt nur zu Verletzungen und vermutlich ist einer der Verlierer (vgl. Sunim 2017: 117).

Individuell Wissen abspeichern

Neues Wissen wird, wie in Abbildung 3 dargestellt, über aktive kognitive Prozesse ausgewählt, verarbeitet und als Gedächtnis abgespeichert. Diesen Prozess absolvieren alle Informationen und Sinnesreize im Gehirn nicht nur beim bewussten Lernen.

  1. Informationen werden in der ersten Phase durch die Sinnesorgane wahrgenommen und enkodiert. Das bedeutet die neuen Informationen werden mit bereits abgespeichertem Wissen verglichen und verknüpft.
  2. In der zweiten Phase werden die verarbeiteten, encodierten Informationen im Gedächtnis gespeichert und geordnet.
  3. Das gespeicherte Wissen kann bei Bedarf intuitiv oder bewusst abgerufen werden (vgl. Rettenwender 2012: 53).

Individuelle Wirklichkeit

Wir konstruieren unsere individuelle Realität. Was wirklich ist, wird von unserem Gehirn als Wirklichkeit dargestellt. Unsere Sinnesorgane empfangen Reize. Diese Reize werden verarbeitet und ans Gehirn weitergeleitet. Im Gehirn werden diese Wahrnehmungen mit den bereits abgespeicherten Daten von Erlebten, Erfahrungen und Einstellungen abgeglichen. Daraus lässt sich eindeutig ableiten, dass es ausschließlich eine persönliche Wahrheit gibt (vgl. Rettenwender 2013: 33).

Abbildung 4 zeigt Personen, die von Geburt an blind sind. Sie versuchen einen Elefanten, durch ertasten, zu beschreiben. Der Blinde, der den Schwanz ergreift, meint der Elefant sei ein Strick.  Der Blinde am Bein, meint der Elefant sei eine Säule. Der Blinde am Bauch meint der Elefant sei eine Wand…. (vgl. Rettenwender 2012: 33). Diese Abbildung erklärt anschaulich, dass jeder seine individuelle Wirklichkeit hat.

Abb. 4: Blinde untersuchen einen Elefanten (C) Leremy

Individuelle Lebensgestaltung

Wir werden von unseren Mitmenschen geprägt, egal ob es uns recht ist oder nicht. Die Verpackung von Räucherstäbchen riecht nach Räucherstäbchen, die Verpackung von Fisch, riecht nach Fisch. Stell dir selbst die Frage, wem du nacheifern möchtest (vgl. Sunim 2017: 126). Achte bei der Wahl der Freunde darauf, ob ihre Einstellung, Lebensphilosophie oder ihre Werte für dich nachahmens- oder erstrebenswert sind.

Vieles ist im Gehirn fest verankert. Spielraum für positive Veränderungen gibt es trotzdem (vgl. Dogs/Poelchau 2017: 27).

Auch wenn unser Gehirn den individuellen Lebensstil gestaltet, haben wir die Möglichkeit unsere Lebensgestaltung aktiv zu beeinflussen. Stimuliert wird unser Gehirn beispielsweise durch persönliche Vorlieben wie sportliche Betätigung, ausreichend Schlaf, Sonnenlicht, hochwertige Ernährung (vgl. Rossbach 2019: 6).

Wohlbefinden wird durch neuronale Signale im Belohnungszentrum ausgelöst. Das Belohnungszentrum findet man im medialen Teil des Vorderhirns positioniert. Unser Körper hat sich im Laufe der Entwicklungsgeschichte befähigt, sich Vergnügen und Genuss auf unterschiedlichste Weise zu verschaffen. Dieses neuronale Wohlbefinden können durch Sport, fette Speisen, Einkaufen, Tanzen, Sex, Konsum von medialen Spielen, … ausgelöst werden. Auch künstliche Stimulantien, wie Drogen, Alkohol und Nikotin aktivieren im selben Mechanismus das Belohnungssystem.

Gefühle der Freude und der Begeisterung können uns motivieren Ziele zu erreichen.

Diese Ziele müssen die Weiterentwicklung der Menschheit nicht zwingend vorantreiben. Handyspiele, Kinofilme, Schokolade und vieles mehr können in uns ein Wohlgefühl auslösen, bringen allerdings keinen evolutionären Profit.

Das Belohnungszentrum kann beim Menschen schon allein bei den Gedanken an etwas Schönes stimuliert werden (vgl. Linden 2012: 11f.). 

Leben ist Veränderung

Die Welt ist nicht glücklich oder unglücklich, schön oder nicht schön, sie ist wie sie ist (vgl. Sunim 2017: 21).

Unsere Welt verändert sich, wie auch wir uns verändern. Manches ändert sich langsam wie etwa Gletscher, anderes ändert sich schnell (vgl. Hüther 2016: 173f.) wie beispielsweise das Leben der Eintagsfliege.

Wir selbst haben die Entscheidung, ob wir ein selbstbewusstes Leben möchten. Die Einstellung, die wir uns selbst gegenüber haben, liebevolle Gedanken unsere Person betreffend und freundliche Handlungen steigern unser Wohlbefinden. Unsere Umwelt nimmt unsere Selbsteinschätzung unbewusst wahr und reagiert darauf. Der beste Sänger wird erfolglos bleiben, solange er von sich nicht selbst überzeugt ist (vgl. Rossbach 2019: 188).

Wenn man einen neuen Weg beschreiten will, ist es wichtig, dass man von seinem Vorhaben selbst überzeugt ist. Zukunftspläne sollen selbstbewusst umgesetzt werden! Übung macht den Meister! Erkenne die Denkfehler bis man das neue Vorhaben korrekt umsetzen kann.

Sollte das Neue nicht gelingen lernt man trotzdem, nämlich an Erfahrung (vgl. Hay 2018: 203f.). Im Laufe des Lebens gibt es immer wieder Rückschläge. Lass dich nicht entmutigen. Das Leben ist kein Sprint gegen Mitbewerber, sondern ein Marathon gegen die eigene Person, der das ganzes Leben lang währt (vgl. Sunim 2017: 214).

Louise L. Hay führt an, dass wir oft Spezialisten im Üben von Selbstkritik sind, es uns aber schwer fällt Lob anzunehmen. Sie meint, dass Selbstliebe, Wohlstand und Liebe Voraussetzung für ein gesundes Leben sind (vgl. Hay 148f.).

Stell dir vor, dass du in einem neuen Bereich ein Experte bist. Setz deine Energie ein und arbeite daran, ein Experte zu werden. Mit der Zeit wird der Graben zwischen Wunsch und Wirklichkeit geschlossen (Sunim 2017: 223).

Neues ausprobieren und das positive Hervorheben kann neue Nervenvernetzungen bilden (vgl. Dogs/Poelchau 2017: 43).

Aber Vorsicht, Perfektionisten, welche immer funktionieren wollen oder müssen, sind die ersten die in die Knie gedrückt werden (vgl. Dogs/Poelchau 2017: 45).

Hormone, Botenstoffe und Neurotransmitter im Gehirn gestalten unser Leben mit. Sie aktivieren oder bremsen uns, machen uns fröhlich oder traurig (vgl. Rossbach 2019; 135). Glücklich machende Botenstoffe können durch Gedanken vermehrt zur Produktion angeregt werden. Daraus resultiert, dass wir die Fähigkeit besitzen durch unseren Geist und unsere Art zu denken unser Leben glücklicher und zufriedener zu gestalten (vgl. Rossbach 2019: 144).

Nur im Jetzt können Veränderungen umgesetzt werden. Sobald wir bereit sind uns weiterzuentwickeln, leitet unser Unterbewusstsein uns in die richtige Richtung. Unsere Gedanken und Worte verändern unsere Zukunft, auch wenn wir nicht wissen wie (vgl. Hay 2018: 125).

Damit sich das Leben richtig anfühlt, muss man sich selbst akzeptieren, auch wenn man andere, eigenwillige Wege beschreitet (vgl. Dogs/Poelchau 2017: 57).Nur du hast Anspruch auf dein Leben! Schätze deine Persönlichkeit und erkenne sie an. Gib Entscheidungen über dein Dasein zu keiner Zeit in andere Hände. (vgl. Sunim 2017: 235).

Rossbach beschreibt ein Glücksrezept des Harvard-Forschers Achor. Man benötigt dazu einen Stift, ein Notizbuch und zwei Minuten Zeit.

An 21 aufeinanderfolgenden Tagen soll man sich drei Dinge aufnotieren, für die man an diesem Tag dankbar war. Laut Achor wird nach diesen drei Wochen das Gehirn auf positive Wahrnehmungen trainiert und nimmt diese alsbald automatisch wahr. Der Fokus wird alsbald im täglichen Leben vermehrt auf das positive gerichtet.  Dieses Glücksrezept führt uns zu mehr Achtsamkeit. Aufmerksamkeit und Effizienz werden gesteigert und der Erfolg stellt sich automatisch ein (vgl. Rossbach 2019: 175f.).

Literaturverzeichnis:

BGBL (2016): Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich. Jahrgang 2016. Ausgeben am 1. August 2016 Teil I. 75. Bundesgesetz, mit dem das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Berufsreifeprüfungsgesetz und das Ärztegesetz 1998 geändert werden (GuKG-Novelle 2016). Online im Internet: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2016_I_75/BGBLA_2016_I_75.pdfsig [Download am 29.01.2020].

Birkenbihl, Vera (2018): Stroh im Kopf? Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer. Pößneck: mvg Verlag. 57. Auflage.

Dogs, Christian Peter/Poelchau, Nina (2017): Gefühle sind keine Krankheit. Warum wir sie brauchen und wie sie uns zufrieden machen. Berlin: Ullstein.

Hay, Louise L. (2018): Gesundheit für Körper und Seele. Berlin: Allegria, 8. Auflage.

Hüther, Gerald (2016): Mit Freude lernen ein Leben lang. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht GmbH und Co. KG.

Linden, David J. (2012): High. Woher die guten Gefühle kommen. München: Verlag C. H. Beck.

Macedonia, Manuela (2019): Beweg dich! Und dein Gehirn sagt danke. Wie wir schlauer werden, besser denken und uns vor Demenz schützen. Wien: Brandsteiner Verlag. 4. Auflage.

Rettenwender, Elisabeth (2012): Psychologie auf aktuellstem Stand. Linz: Vertitas-Verlag. 3. Auflage.

Rossbach, Gabriele (2019): Glücksorgan Gehirn. Selbstoptimierung beginnt im Kopf. Berlin: Springer Verlag.

Sunim, Haemin (2017): Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst. München: Scorpio Verlag.

 

Gertrud Kehraus
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Gertrud Kehraus, M.Ed.: Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Lehrerin für Gesundheitsberufe, Vortragstätigkeit in den Bereichen Mobbingprävention und Gesundheitsförderung

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