Frieden und Gesundheit untrennbar miteinander verbunden

Markus Mai

Landespflegekammer Rheinland-Pfalz fordert ein Ende der militärischen Invasion

Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz lehnt jede Form von militärischer Gewalt ab. Daher verurteilt sie den illegalen Überfall auf die Ukraine und zeigt sich solidarisch mit der zivilen Bevölkerung. Sie steht deutlich hinter der Petition #NursesforPeace des International Council of Nurses (ICN), der European Federation of Nurses Associations (EFN) und des European Forum of National Nursing and Midwifery Associations (EFNNMA). Daneben unterstützt sie auch die Aktivitäten des Deutsch-Ukrainischen Pflegeverbandes, der direkte und berufsbezogene Kontakte in die Ukraine ermöglicht. Dazu erklärt Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz:

„Die Bilder aus der Ukraine sind besorgniserregend. Wir möchten den Betroffenen und ihren Angehörigen unser Mitgefühl aussprechen und hoffen, dass diese militärische Invasion schnellstmöglich ein Ende findet. Für viele war es unvorstellbar, dass wir uns in Europa nach Ende des Zweiten Weltkriegs jemals wieder vor einer Kriegskulisse befinden könnten. Jetzt ist dieses Horrorszenario tatsächlich eingetroffen und ist natürlich auch für unser Berufsfeld relevant.“

„Pflegefachpersonen versorgen und behandeln alle Menschen mit Pflegebedarf ohne Beschränkung und Bevorzugung. Derzeit ist ihnen selbstverständlich besonders wichtig, dass die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen in der Ukraine als auch sie selbst in der Ausübung ihrer wichtigen Aufgabe geschützt werden. Dies kann nur durch einen dauerhaften Frieden erreicht werden, denn Frieden und Gesundheit sind untrennbar miteinander verbunden. So heißt es auch in der Petition #NursesforPeace, die wir ausdrücklich unterstützen“, sagt Mai.

„Zudem möchten wir darauf hinweisen, dass die Landespflegekammer jede Form von Bashing ablehnt! Dabei spielt es keine Rolle, welche Ethnie oder welches Geschlecht in den einzelnen Fällen betroffen ist. Gerade unsere Berufsgruppe wird oft Opfer von Pauschalisierungen. So stehen wir hinter allen Pflegefachpersonen, die sich professioneller und guter Pflege verschrieben haben und dies unabhängig davon, ob sie ukrainischer, russischer oder irgendeiner anderen Nationalität angehören. In unserem Streben nach guter Pflegeversorgung sind wir nämlich alle gleich! Umso mehr müssen wir daher darauf Acht geben, dass wir als Pflegefachpersonen zusammenhalten!“, so Mai.

Für weitere Informationen:

#NURSESFORPEACE
https://www.icn.ch/news/nursesforpeace-ukrainian-nurses-tell-international-council-nurses-mounting-humanitarian-crisis

Deutsch Ukrainischer Pflegeverband e.V.
https://deutschukrainischerpflegeverband.com/

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)