Forscher entwickeln künstlichen Herzmuskel

EKG: bald künstlicher Herzmuskel möglich (Foto: pixabay.com, rezendeluan)

Kontraktionsfähiges Spezialmaterial aus Flüssigkristallen kann Herztransplantation ersetzen

Florenz (pte/03.06.2019/06:00) Mitarbeiter des Istituto Nazionale di Ottica http://www.ino.cnr.it und der Università di Firenze http://www.unifi.it haben ein innovatives Material entwickelt, das sich unter Einwirkung von Licht kontrahiert. Angesichts der Ähnlichkeit mit der Kontraktion des menschlichen Herzmuskels öffnet sich damit der Weg für die Fertigung eines künstlichen Herzmuskels. Details wurden in der Fachzeitschrift „Circulation Research“ veröffentlicht.

Kontraktion bei Lichteinwirkung

„Wir haben eine ganze Palette von elastomeren Flüssigkristallen angefertigt, die sich unter Lichteinwirkung kontrahieren und dem menschlichen Herzmuskel sehr ähnlich sind“, erklärt Projektleiterin Camilla Parmeggiani. Es handle sich um biokompatibles Material, das dem natürlichen Herzmuskel ähnliche oder sogar noch stärkere Kräfte aufweist.

„Unsere Ergebnisse sind sehr wichtig für zahlreiche sowohl angeborene als auch nachträglich entstandene kardiologische Erkrankungen“, so Forscherkollege Leonardo Sacconi. Das von den Experten entwickelte Material kann den infolge eines Infarktes geschädigten Herzmuskel unterstützen oder sogar vollkommen ersetzen. Invasive Eingriffe wie eine Herztransplantation würden somit überflüssig. Die Untersuchung ist in enger Zusammenarbeit mit dem Laboratorio Europeo di Spettroscopia non Lineare http://lens.unifi.it durchgeführt worden.

Autor:in

  • Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, Advanced Practice Nurse, akademische Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege, Demenzberaterin, Direktorin im Haus Hetzendorf, Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser

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