Evakuierung Schutzbedürftiger von den griechischen Inseln

Lesbos, Griechenland, 12. September 2020: Nach dem Brand in Moria füttert eine Mutter ihr Kind im Schatten eines Baumes auf der Straße. (c) Enri CANAJ/Magnum

„Ärzte ohne Grenzen Österreich begrüßt die Initiative „Courage – Mut zur Menschlichkeit“, die zeigt, dass es in Österreich fast 3.200 sichere Plätze gibt, um Menschen aus den griechischen Lagern zu evakuieren.

Die Zustände auf den griechischen Inseln sind nach wie vor katastrophal. Auch im neuen Lager in Kara Tepe fehlt es an sauberem Trinkwasser, Nahrung, Schutz vor der Witterung und medizinischer Versorgung. Wir befürchten, dass sich die Lage mit dem bevorstehenden Wintereinbruch noch weiter verschlechtert. Die Bilder, die uns nach dem starken Regen letzte Woche von Lesbos erreicht haben, lassen Schlimmes für den Winter befürchten.

Auch im Lager Vathy auf Samos leben Schutzsuchende unter unmenschlichen Bedingungen, auf engstem Raum, zwischen Müll und Ungeziefer. Unser Einsatzleiter berichtet, dass wir in unserer Klinik sogar Kinder mit Rattenbissen behandelt haben.

So können Menschen nicht leben. Die Menschen müssen dringend von dort evakuiert werden, zuallererst Familien mit Kindern, Kranke, Alte sowie COVID-19-Risiko-Patientinnen und Patienten.“

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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