„Es eckt halt einfach noch…“

Das Habituskonzept und die Akademisierung im Feld der Pflege

Abstract Deutsch

Hintergrund: Auf nationaler wie internationaler Ebene werden Bestrebungen zur Aufwertung des Pflegeberufes deutlich. Studien konnten aufzeigen, dass eine wissenschaftlich orientierte Pflege auf akademischem Niveau nachweislich die Mortalitätsrate in Krankenhäusern senken kann, die Evidence von Pflegeinterventionen jedoch noch nicht umfänglich berücksichtigt wird. Österreich reagierte im Jahr 2016 mit einer Novelle des GuKG, welche als Kernstück die Ansiedelung der Ausbildung auf tertiärem Niveau beinhaltet.

Ziele: Die Auswirkung der Akademisierung des Pflegeberufs soll in dieser Arbeit aufgezeigt werden. Da neue Berufszweige innerhalb der Pflege in das Feld der Pflege einmünden, soll empirisch dargelegt werden, wie akademisch ausgebildete Pflegende in das soziale Feld der Pflege einmünden, welchen Einfluss dies auf den Habitus der Pflege hat und ob durch die Akademisierung Grenzen innerhalb des Feldes verschoben werden können.

Methoden: Den theoretischen Rahmen bilden die praxeologischen Annahmen Bourdieus zu Habitus, Kapital und Feld. In einem qualitativen Design wurden 14 Experteninterviews mit akademisch ausgebildeten Pflegenden sowie zwei Gruppendiskussionen mit insgesamt zwölf diplomierten Pflegenden in Leitungsfunktion durchgeführt. Anhand einer methodischen Triangulation wurden die Ergebnisse zusammengeführt und diskutiert.

Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen auf, dass durch die Akademisierung verschiedene Einflüsse auf das soziale Feld der Pflege einwirken. Die Einflüsse sind auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, welche sich in der Berufsgruppe der Pflegenden selbst, aber auch durch Einflüsse angrenzender sozialer Felder begründen. Hemmende und fördernde Faktoren zur Grenzverschiebung konnten aufgezeigt werden. Fehlende Auseinandersetzung mit dem Berufsbild und nicht klar formulierte Aufgabenbeschreibungen erschweren eine homogene Zusammenführung der einzelnen Gruppen.

Schlussfolgerung: Das Interesse an professioneller Pflege sowie am Erhalt des Feldes ist klar erkennbar, jedoch stehen eine traditionelle Arbeitsweise dem Wunsch nach einer wissenschaftlich orientierten Pflege gegenüber. Der Einfluss der theoretischen Lernorte verändert den Blick auf die Pflege und die Bildung eines neuen Habitus der akademisch ausgebildeten Pflegenden kann vermutet werden. Zur vollständigen Einbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die pflegerische Praxis müssen jedoch weitere Anpassungen der Rahmenbedingungen vorgenommen werden. Schlüsselwörter: Bourdieu, Habitus, soziales Feld, Gesundheits- und Krankenpflege, Akademisierung

Abstract Englisch

Background: At both the national and international level, efforts to enhance the status of the nursing profession are prevalent. Studies have shown that academically educated science-oriented nursing can demonstrably reduce mortality rates in hospitals, but that the evidence of nursing interventions is not yet fully taken into account. In 2016, Austria reacted with an amendment to the GuKG, representing the core of nursing training at the tertiary level.

Objectives: The aim is to show the effect of academization on the nursing profession. Since new branches of the nursing profession are entering the field of nursing, an empirical analysis will show how academically trained nurses enter the social field of nursing, what influence this has on the habitus of care and whether academization can shift borders within the profession.

Methods: The theoretical framework is based on Bourdieu’s praxeological assumptions about habitus, capital and field. In a qualitative design, 14 expert interviews with academically trained nurses as well as two group discussions with all in all 12 certified nurses in leadership positions were conducted. Using a methodical triangulation, the results were merged and discussed.

Results: The results show that academization has various influences on the social field of nursing. The influences are based on various factors, which stem from the nursing professionals themselves, but also come from adjacent social fields. Inhibiting and promoting factors responsible for the shifting boundaries could also be shown. A lack of understanding of the professional profile and unclearly formulated job descriptions complicate to homogeneously unite the individual groups.

Conclusion: The interest in professional nursing and its preservation is apparent, but a traditional way of conduct is faced by the desire for scientifically oriented nursing. The places of theoretical learning change the view on nursing and the formation of a new habitus of academically trained nurses can be assumed. However, in order to fully integrate scientific findings into nursing practice, further adjustments to the framework must be made.

Keywords: Bourdieu, Habitus, social field, nursing, academization

  1. Ausgangslage

Das soziale Feld der Pflege ist historisch gewachsen. Es hat sich durch Einflüsse kirchlicher Einrichtungen, aber auch angrenzender Felder wie die Medizin, Ökonomie oder Politik über viele Jahre hinweg zu seiner heutigen Stellung im Gesundheitswesen entwickelt. Nach wie vor gelten Pflegende aufgrund ihrer dauernden Nähe zu den Patientinnen und Patienten als Schnitt- und Schaltstelle in der Patientinnen- und Patientenversorgung.

 

Medial erlangt der Pflegeberuf unregelmäßig öffentliche Aufmerksamkeit, zum Beispiel bei Gehaltsverhandlungen durch die gewerkschaftlichen Vertretungen oder auch bei drohenden gesellschaftsweiten Gesundheitsproblemen, wenn die Gefahr besteht, dass ein akutes Anwachsen der zu behandelnden Menschen zu erwarten ist. In der „Corona-Krise“ etwa wurden Pflegekräfte für „systemrelevant“ erklärt und erhielten öffentlichen Applaus. Die Darstellung des Pflegeberufs in den Medien orientiert sich jedoch weniger am Berufsbild, sondern eher an den gesellschaftlichen Bedürfnissen. Ebenfalls ist zu erkennen, dass die erhöhte Aufmerksamkeit auch schnell wieder schwindet, sobald ein akutes, auf die Gesundheit bedrohlich wirkendes Ereignis abflacht oder als Normalität in das tägliche Leben einzieht.

Habituskonzept

Pierre Bourdieu hat in seinem sehr vielschichtigen soziologischen Werk ein Konzept entwickelt, das als „Habitus“ breit rezipiert worden ist (vgl. Bourdieu 1997; 2014a; 2020). Er versucht eine Verbindung herzustellen zwischen der Entwicklung des Individuums innerhalb des gesellschaftlichen Kontextes. Einerseits entwickelt jeder Mensch seine spezifische Persönlichkeit, andererseits übernimmt er innerhalb von Bildungs- und Sozialisationsprozessen stets auch überlieferte gesellschaftliche Strukturen. Anhand von Bourdieus Theorie lässt sich die Funktion des Habitus` innerhalb eines sozialen Feldes bestimmen. Für die aktuelle Situation der Pflegenden bedeutet dies, dass es auf der einen Seite eine individuelle Dynamik gibt, die auf der anderen Seite durch überkommene Strukturen stark eingeschränkt wird. Nicht die Individuen verändern die sozialen Verhältnisse, sondern bestimmte Kräfte wirken stets durch das soziale Handeln hindurch. Bourdieu legt bei seiner Analyse der sozialen Felder, die aufeinander wirken, Wert darauf heraus zu arbeiten, wie sich die gesellschaftlichen Strukturen im individuellen Handeln stets wiederfinden.

Das soziale Feld der Pflege

Unter diesem Blickwinkel kann das soziale Feld der Pflege in seiner neuartigen Dynamik untersucht werden: auf der einen Seite haben Pflegekräfte seit zwei Jahrhunderten keinen voll anerkannten Status im Gesundheitswesen und werden in der Gesellschaft immer wieder nur zum Hilfsberuf der ärztlichen Profession degradiert, auf der anderen Seite ändert sich diese Situation gerade grundlegend durch die neue Akademisierung der Pflege (Schroeter in Schroeter & Rosenthal, 2005). Ob sich dadurch allerdings tatsächlich die herrschenden Strukturen und Handlungsmuster ändern, also der Habitus der Pflegekräfte sich wandelt, bleibt eine spannende Frage. Was überwiegt: die historische Überlieferung oder die Innovation durch Akademisierung? Oder knapper: ändert sich der sehr lange gewordene Habitus von Pflege innerhalb des Gesundheitssystems? Diese Frage wird hier nicht abschließend beantwortet, sondern nur angerissen.

Zur Beschreibung der Praxis eines Feldes hat Bourdieu die Formel „[(Habitus) (Kapital)] + Feld = Praxis“ (Bourdieu, 2014a: 175) definiert. Sie besagt, dass der Habitus einer Akteurin oder eines Akteurs in Verbindung mit ihrem oder seinem eingebrachten Kapital und den akzeptierten Gewohnheiten des Feldes die Praxis bestimmen. Das soll näher beleuchtet werden.

  1. Professionalisierung und Berufsbild

Verschiedene nationale und internationale pflegerische Institutionen fordern seit vielen Jahren eine Adaptierung der Ausbildung in der Pflege sowie der Rahmenbedingungen an die aktuell sich ändernden Verhältnisse. Die WHO (2015) konstatiert, dass aufgrund der Komplexität des Berufsfeldes der Pflege sich die Kenntnisse, die Qualifikationen und die veränderten Modelle zur Leistungserbringung ändern müssen. Vor allem plädiert sie für eine einheitliche Ausbildungsstruktur, welche sich aktuell global noch sehr unterschiedlich darstellt. Sehen einige Länder die Ausbildung als ausreichend an, fordern andere Länder einen universitären Abschluss als Mindeststandard für den Einstieg in das Berufsleben (WHO, 2009).

Durch die Novelle des Krankenpflegegesetzes (GuKG) im Jahr 2016 reagierte Österreich auf diese Forderungen, allerdings wurde die Pflege vor neue Herausforderungen gestellt. Neben der Ansiedelung der Pflegeausbildung auf tertiärem Niveau an Fachhochschulen wurden das Berufsbild sowie die Kompetenzbereiche neu definiert. 

In der aktuell gültigen Fassung des GuKG wird in den allgemeinen Berufspflichten eine professionelle Herangehensweise an Pflegetätigkeiten anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse gefordert (§4, Abs. 1 GuKG). Darüber hinaus haben sich Pflegende über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie in anderen berufsrelevanten Wissenschaften regelmäßig fortzubilden (§4, Abs. 2 GuKG). Die im GuKG formulierten pflegerischen Kernkompetenzen beschreiben den eigenständigen, autonomen Aufgabenbereich der Pflegenden des gehobenen Dienstes der Gesundheits- und Krankenpflege, welcher u.a. die Gesamtverantwortung für den Pflegeprozess sowie die eigenständige Planung, Durchführung und Evaluation der Pflegemaßnahmen vorsieht. Ebenso wird hier die Gesundheitsförderung und -beratung zur Gesundheits- und Krankenpflege sowie die aktive Teilnahme an Pflegeforschung bzw. die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis aufgezeigt (§14, Abs. 1-2 GuKG). Die Fähigkeit, Medizinprodukte weiterverordnen zu können (§15a, GuKG), zeigt einen Schritt in Richtung Autonomie auf und fordert dabei einen analytischen und reflektierten Blick von Pflegenden in der Umsetzung des Pflegeprozesses.

Eylmann (2015) hat in ihrer Habitus-Studie aufgewiesen, dass Pflegende häufig eine übersteigerte Berufsmotivation („ich will helfen“) zeigen, welche trotz begrenzter Rahmenbedingungen durchgesetzt wird. Die Patientinnen- und Patientenversorgung steht im Vordergrund, Veränderungsprozesse werden nur initiiert, wenn es die zeitlichen Ressourcen zulassen. Die Haltung der Pflegenden entspricht also nur in Ansätzen den Forderungen, die per Gesetz an die Berufsgruppe gestellt werden, da die antrainierte berufliche Bescheidenheit sich maßgeblich auf das berufliche Selbstverständnis ausgewirkt hat (Rixe, Löhr & Schulz, 2017).

  1. Bedeutung der Akademisierung

Durch die Akademisierung der Pflege, welche im Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) 2016 beschlossen wurde, kann eine neue Phase der Pflege in Österreich begründet werden, die auch nach Deutschland Auswirkungen haben kann.

Dier grundlegende Schritt zur Akademisierung (vgl. Them et al., 2018), die Beschreibung des Berufsbildes, der deutlich erweiterte Kompetenzbereich sowie strukturelle Veränderungen durch die Etablierung der neuen Berufsgruppe der Pflegefachassistenz eröffnen den Pflegenden neue Wege, sich vom Einfluss anderer angrenzender Akteure in den Feldern zu lösen. Dies kann jedoch nur geschehen, wenn die Berufsgruppe der Pflegenden selbst bereit ist für Veränderungen und die Übernahme von Verantwortung im Rahmen der Patienteninnen- und Patientenversorgung, welche sich im Rahmen eines veränderten Versorgungsauftrags ergeben. Dies impliziert die Bereitschaft der Pflegenden, die Notwendigkeit der neuen Phase für die österreichische Pflege zu erkennen, Veränderungen mitzutragen und die Akademisierung des Pflegeberufs als Chance für eine Weiterentwicklung des Pflegeberufs anzusehen.

Durch die Akademisierung bildet sich eine neue Gruppe von Pflegenden heraus, welche über eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung verfügt. Diese erweiterten Kompetenzen können das Berufsbild der Pflegenden und ihr professionelles Auftreten nach außen stärken sowie eine theoretisch begründete Pflege etablieren. Das bisher noch traditionell geprägte Berufsbild kann sich hin zu einem wissenschaftlich begründeten Berufsbild entwickeln und die Berufsgruppe durch ein professionelles Auftreten in sich stärken, wenn die Kompetenzen von erfahrenen diplomierten Pflegenden mit den wissenschaftlichen Kompetenzen der akademisch ausgebildeten Pflegenden in Verbindung gebracht und wechselseitig genutzt werden.

Durch die Neuausrichtung der Kernkompetenzen der Pflegenden in der GuKG-Novelle von 2016 wurde das Tätigkeitsportfolio des Pflegeberufes an aktuelle Bedürfnisse des Gesundheitswesens in Österreich angepasst, ebenso rücken Überlegungen über den Skills-and-Grade-Mix der Berufsgruppe durch gezielten Einsatz von Absolventinnen und Absolventen von pflege(wissenschaftlichen) Studiengängen, Pflegefachassistentinnen und -assistenten sowie Pflegeassistentinnen und -assistenten in den Fokus der Entscheiderinnen und Entscheider.

Welche Auswirkungen diese Neuausrichtung jedoch auf die Pflegenden selbst haben kann, wird eher marginal betrachtet und ist somit ein neuer Aspekt der Sichtweise auf die Auswirkungen der GuKG-Novelle auf das soziale Feld der Pflege.

Bei solchen gravierenden gesundheitspolitischen Veränderungen, die zu einer Verschiebung einer etablierten Ausbildung in den tertiären Sektor führen, ist es notwendig, den Blick neben den gesellschaftlichen Bedürfnissen auch auf die Angehörigen der Berufsgruppe selbst zu richten. Die Pflegenden selbst sind diejenigen, welche am meisten von der Akademisierung betroffen sind. Eine neue Ausbildungsstruktur kann neue Akzente setzen, Strukturen verändern und eine Neuausrichtung der Pflege bedeuten. Dadurch werden Pflegende auch mit Ungewohntem und Unbekanntem konfrontiert.

Wie jede Neuerung löst die Akademisierung der Pflege zunächst innerhalb der Berufsgruppe Unbehagen aus, da Neuausrichtungen, die ein Feld erfährt, Auswirkungen auf die Akteurinnen und Akteure mit sich bringen (Schroeter & Rosenthal, 2005). Trotz verschiedener Professionalisierungsbestrebungen des Pflegeberufs und auch der mittlerweile fast flächendeckenden Akademisierung der Pflegeausbildung in Europa haben Pflegende immer noch Probleme, ihren Beruf zu beschreiben (Willets & Clarke 2013, Eylmann, 2015) bzw. ein eigenes, auf sich bezogenes berufliches Regelsystem zu etablieren (Bauch in Schroeter und Rosenthal, 2005). Die Definition des eigenen Berufs findet aufgrund eines gering ausgeprägten Selbstbewusstseins oftmals über die Identifikation mit der Übernahme ärztlicher Tätigkeiten statt, nicht über die Definition von Pflegeerfolgen (Cassier-Woidasky, 2012). Für Pflegende selbst scheinen Konzepte zur Emanzipation der Berufsgruppe zu fehlen. Die tagtägliche Bemühung, Patientinnen und Patienten unter den bestehenden Rahmenbedingungen zu pflegen, verhindert, sich selbst mit den Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen und Veränderungsansätze zu definieren.

Durch die veränderten Strukturen und Anforderungen, aber auch durch die Gesetzesnovelle werden neue und andere Anforderungen an die Pflegenden gestellt, welche weit über das bisher Geforderte hinausgehen (European Commission, 2012). Pflegenden sollte deutlich werden, welche dies sind und wie sie ihnen begegnen, um sich aktiv an Strukturänderungen beteiligen können. Nur durch den Aufbau einer autonomen Handlungsweise und ein selbstreferenzielles Regelsystem schafft es die Berufsgruppe der Pflegenden, sich von anderen Berufsgruppen oder sozialen Systemen abzugrenzen (Schroeter, 2006). Neben den strukturellen Anforderungen müssen jedoch auch die Bedürfnisse der Pflegenden selbst in den Fokus genommen werden. Letztlich bedeutet dies: der lang gewordene Habitus muss sich ändern!

Die Veränderung der Ausbildungsstrukturen in der Gesundheits- und Krankenpflege ist beispiellos im europäischen Raum der vergangenen Jahre. Entweder existiert die akademische Ausbildung bereits oder sie wurde, so wie in Deutschland, noch nicht flächendeckend umgesetzt. Das Einmünden von akademisch ausgebildeten Pflegenden in ein soziales Feld, welches bisher nur ansatzweise Berührungspunkte zu pflegewissenschaftlichen Ansätzen verzeichnen konnte, wurde nun in einer umfangreichen Forschungsarbeit in Bezug auf das vorherrschende Berufsbild und die Frage, welchen Einfluss dieses auf die Grenzen des sozialen Feldes der Pflege haben kann, untersucht. Diese wurde im Rahmen einer Dissertation unter dem Titel

„Ankommen akademisch Qualifizierter im sozialen Feld der Pflege. Wird der Habitus von Pflegenden durch Akademisierung verändert?“ im November 2020 vorgelegt.

  1. Zielsetzung und Forschungsfrage

Ziel der Studie ist, das Ankommen im sozialen Feld der Pflege zu erfassen. Hierzu werden ihre Vorstellungen zum Berufsbild und zur Berufsrolle sowie zu hemmenden und fördernden Faktoren, die Einfluss auf das Ankommen im sozialen Feld haben können, erhoben. Ebenso soll dargestellt werden, ob und wie Grenzverschiebungen innerhalb des sozialen Feldes der Pflege durch die erworbenen Kompetenzen im Rahmen der akademischen Ausbildung möglich sind und ob sich durch die Akademisierung der Habitus der Pflege ändern kann. Es wurden folgende Forschungsfragen formuliert:

Wie erleben akademisch ausgebildete Pflegende die Einmündung in das soziale Feld der Pflege, insbesondere hinsichtlich hemmender und fördernder Faktoren ihres pflegerischen Handelns?

Folgende konkretisierenden Unterfragen dienen der Verdeutlichung der Hauptforschungsfrage:

  • Welche Veränderungen lassen sich durch die Akademisierung aus Sicht der Akteurinnen und Akteure im sozialen Feld der Pflege erkennen?
  • Wo sehen die Akteurinnen und Akteure im sozialen Feld der Pflege aktuell Möglichkeiten der Grenzverschiebung im Rahmen des pflegerischen Handelns?
  • Welche Einflüsse werden als förderlich oder hinderlich bezüglich einer Grenzverschiebung im sozialen Feld der Pflege beschrieben?
  1. Aktueller Stand der pflegewissenschaftlichen Literatur

Die Literaturrecherche wurde vorwiegend in den Datenbanken Cinahl und Pubmed durchgeführt und erstreckte sich auf den Zeitraum 2017 bis 2020. Deutschsprachige Studien legen den Fokus auf den Habitus von Auszubildenden in der Pflege und Pflegende in der Langzeitpflege. Ebenso konnte die Einstellung Pflegender zur pflegewissenschaftlichen Arbeitsweise in der Pflegepraxis aufgezeigt werden. Internationale Studien zeigen ein gesteigertes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein akademisch ausgebildeter Pflegender im Vergleich zu Pflegenden, welche eine Ausbildung absolviert haben auf (Karagözoglu, Kahve, Koc & Adamisoglu, 2008). Die Bedeutung der Akademisierung der Pflege wurde explizit der Querschnittsstudie von Aiken et al. (2016) untersucht, die in sechs europäischen Ländern durchgeführt wurde und in der aufzeigt wurde, dass durch die Akademisierung die Patientinnen- und Patientenzufriedenheit und die Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitermotivation stieg sowie die Mortalitätsrate sank.

Studien, welche aufzeigen, dass sich innerhalb eines Landes durch Anhebung der Ausbildung auf ein tertiäres Niveau Veränderungen innerhalb der Berufsgruppe ergeben können, konnten nicht eruiert werden.

  1. Forschungsdesign und Methodik

Zur Beantwortung der Fragestellung wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, um so die soziale Wirklichkeit der Akteurinnen und Akteure im sozialen Feld der Pflege zu erfassen.

Zur Darstellung der unterschiedlichen Perspektiven innerhalb des sozialen Feldes der Pflege wurden zunächst Experteninterviews mit akademisch ausgebildeten Pflegenden durchgeführt und analysiert.

Die Datenanalyse wurde mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) durchgeführt. Im Rahmen einer methodischen Triangulation (Flick, 2004) wurden die Experteninterviews anhand der Zusammenfassenden Inhaltsanalyse ausgewertet und induktiv Kategorien aus dem Datenmaterial gewonnen. In einem weiteren Schritt wurden mit diplomierten Pflegenden in Leitungspositionen Gruppendiskussionen durchgeführt. Die Datenanalyse erfolgte anhand der strukturierenden Datenanalyse nach Mayring, die induktiv gewonnenen Kategorien der Experteninterviews wurden deduktiv auf das Datenmaterial der Gruppendiskussionen angewendet.

Die Ergebnisse wurden kontrastierend gegenübergestellt. Abbildung 1 beschreibt schematisch das Forschungsdesign.

Für die Experteninterviews wurden Personen eingeschlossen, welche an einer österreichischen Universität ein duales Bachelorstudium abgeschlossen hatten, zum Zeitpunkt der Interviews mindestens ein Jahr in einem Krankenhaus tätig waren und mindestens in einem Umfang von 75% der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit tätig waren. Die Rekrutierung erfolgte zunächst über einen bestehenden E-Mail-Verteiler und in Folge über das Schneeballverfahren.

Bei den Gruppendiskussionen wurden Personen eingeschlossen, welche über eine Diplomausbildung in einem Pflegeberuf verfügen und darüber hinaus in einer Leitungsposition tätig sind. Zur Rekrutierung wurden Pflegedirektionen verschiedener österreichischer Krankenhäuser angeschrieben und per E-Mail über das Forschungsvorhaben informiert. Die Gruppendiskussionen wurden in den zwei Häusern durchgeführt, welche zuerst ihre Bereitschaft bekundeten.

  1. Datenerhebung und Leitfaden

Die Experteninterviews wurden mittels eines halbstandardisierten Interviewleitfaden durchgeführt. Jeder Interviewpartnerin bzw. jedem Interviewpartner wurde folgende Einstiegsfrage gestellt:

„Sie verfügen bereits über einen Bachelorabschluss in der Pflege und waren während Ihres Studiums immer noch die „Exotinnen und Exoten“. Jetzt gab es in Österreich eine Gesetzesnovelle und der gehobene Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege wurde auf Bachelorniveau angehoben. Was bedeutet diese Gesetzesnovelle für Ihr gegenwärtiges und zukünftiges Handeln?“

Die inhaltlichen Fragen des halbstandardisierten Interviewleitfadens orientierten sich an den praxeologischen Annahmen Bourdieus zu Habitus und sozialem Feld.

Die Gruppendiskussionen dienen zum einen einer Validierung der qualitativen Ergebnisse der Experteninterviews, zum anderen einer Erweiterung der Datenlage (Flick, 2014). Es wurde ebenfalls ein halbstandardisierter Interviewleitfaden entwickelt. Folgender Stimulus diente der Eröffnung der Gruppendiskussionen:

„Aktuell erlebt die Pflege eine zunehmende Differenzierung und Spezifizierung und die Anforderungen steigen stetig. Es könnte auch von einer Verwissenschaftlichung des Alltags und daraus resultierenden Anforderungen an den Beruf gesprochen werden. Was bedeutet die Akademisierung der Pflege für Sie und Ihre Station, auf der Sie als Leitung tätig sind?“

Weitere Aspekte, welche aus den Ergebnissen der Experteninterviews abgeleitet wurden, dienten als Grundlage für den halbstandardisierten Interviewleitfaden.

  1. Transkription und Datenanalyse

Bei der in die Datenerhebung einbezogenen Personengruppen handelt es sich nicht um vulnerable Gruppen. Das Reasearch Comittee for scientific and Ethical Questions (RESEQ) der UMIT, Hall in Tirol stellte keine Bedenken bezüglich des Forschungsprojektes fest und erteilte die Freigabe.

Die Interviewteilnehmerinnen und -teilnehmer wurden über das Forschungsprojekt aufgeklärt und erhielten ein Informationsschreiben sowie eine Einverständniserklärung ausgehändigt. Für die Durchführung der Gruppendiskussionen wurde zusätzlich das Einverständnis der Pflegedirektionen sowie der Betriebsräte eingeholt. Für die Experteninterviews war dies nicht notwendig, da die Interviews in der Freizeit der Interviewpartnerinnen und -partner durchgeführt wurden.

Die Daten wurden anonymisiert und pseudonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf die einzelnen Personen gezogen werden können.

Es wurden insgesamt 14 Experteninterviews durchgeführt. Die Interviewpartnerinnen und -partner waren zwischen 23 und 34 Jahre alt und zwischen einem und sechs Jahren im Pflegeberuf tätig. Zehn Interviewteilnehmerinnen und -teilnehmer sind auf bettenführenden Stationen tätig. Zwei Personen arbeiten in einem Funktionsbereich und zwei Personen in einer Intensiv- bzw. Anästhesieabteilung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gruppendiskussionen waren zwischen 30 und 63 Jahre alt und von neun bis 43 Jahre im Pflegeberuf tätig. Acht Stationsleitungen leiten bettenführende Stationen, drei eine Intensivabteilung und eine Person leitet einen Funktionsbereich.

Die aufgezeichneten Daten wurden anhand der Transkriptionsregeln nach Kruse (2015) transkribiert. Die Datenanalyse orientiert sich am inhaltsanalytischen Ablaufmodell nach Mayring (2015). Die Inhaltsanalyse wurde theoriegeleitet durchgeführt und orientiert sich vorwiegend an den Forschungsergebnissen von Bourdieu, welche er zum sozialen Feld und zum Habitus veröffentlicht hat, und ergänzenden Aspekten, welche innerhalb eines sozialen Feldes relevant sind.  Die Datenanalyse der Experteninterviews folgte der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Daten wurden paraphrasiert sowie durch Reduktion auf das erwartete Abstraktionsniveau gebracht.

  1. Ergebnisse

8.1 Kategorien

Es konnten induktiv sieben Kategorien und 24 Subkategorien gebildet werden.

Tabelle 1: Kategorienbaum Experteninterviews (eigene Darstellung)

Im Rahmen der deduktiven Kategorienanwendung verringerte sich die Anzahl der Subkategorien. Da sich einige Subkategorien inhaltlich auf die Inhalte des Studiums sowie die damit erworbene wissenschaftliche Kompetenz bezogen, wurden lediglich 15 Subkategorien in die Datenanalyse der Gruppendiskussionen aufgenommen.

Im Rahmen der methodischen Triangulation (Flick, 2004) wurden die Ergebnisse beider Datenanalysen kontrastierende gegenübergestellt.

Im Folgenden werden die Ergebnisse der Triangulation der Kategorien dargestellt, welche sich inhaltlich auf die Einstellung und Kenntnisse über das Berufsbild von Pflegenden befassen.

8.2 Pflege als Beruf

Im Unterschied zu den Stationsleitungen beschreiben die akademisch ausgebildeten Pflegenden weitgehend konkret das im Gesundheits- und Krankenpflegegesetz vorgesehene Berufsbild, die Inhalte dazu wurden im Rahmen des Studiums erlernt. Die Akademisierung der Pflege wird als notwendig erachtet, um die Vielfältigkeit des durch das Berufsbild beschriebenen Aufgabenbereichs zu erlernen und umzusetzen. Im Alltag erleben sie eine pflegewissenschaftliche Arbeitsweise jedoch nur bedingt. Es wird deutlich, dass in der täglichen Praxis weiterhin nach traditionellen Methoden, gehandelt wird. „Und vor allem auch die alten Einstellungen, naja, wir haben das ja lange so gemacht, das hat funktioniert und jetzt kommt Ihr und warum soll das jetzt geändert werden“ (PW_10, Abs. 6). Die Methoden haben sich im Alltag bewährt und werden beibehalten.

Innerhalb der Berufsgruppe der Pflegenden herrscht wie auch in der Gesellschaft noch immer ein veraltetes Berufsbild vor. Interviewpartnerin PW_3 erläutert dies am Beispiel von Aussagen von Pflegenden, welche der Auffassung sind, dass man auch ohne Matura gut pflegen kann. Es wird immer noch erlebt, dass das implizite Wissen von Generation zu Generation weitergegeben wird und Veränderungen nur schwer umsetzbar sind.

Dennoch erkennen akademisch ausgebildete Pflegende gerade bei jüngeren Kolleginnen und Kollegen mit einem Diplomabschluss ein zunehmendes Interesse an einem Pflegestudiengang. „Ich habe das Gefühl gehabt, dass diplomierte Pflegepersonen von dem Begriff Pflegewissenschaft schon mehr mitbekommen haben, es war schon eher ein Verständnis da, das kommt jetzt und es war nicht mehr so viel Feindseligkeit, war teilweise Offenheit, es waren Fragen da, was macht du da mit diesem Studium, was kann man nachher damit machen?“ (PW_9, Abs. 16).

Aufgrund der Durchmischung der Qualifikationen auf den Stationen sehen die akademisch ausgebildeten Pflegenden noch eine starke Abgrenzung untereinander. „Es sollte halt mehr Miteinander sein, das wäre, glaube ich, das Wichtige, weil so wie sie es uns von den Pilotstationen erzählt haben, ist es fast ein Gegeneinander“ (PW_3, Abs. 91).

Um die Diversität zu überbrücken, wird als Lösung die Standardisierung von Abläufen sowie die Pflege nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen vorgeschlagen sowie eine offene Kommunikation innerhalb der Berufsgruppe und auch mit anderen Berufsgruppen benannt. Ebenso sollte eine Offenheit für Neues erkennbar sein, damit man sich von tradierten Strukturen lösen kann.

Die Stationsleitungen erkennen die Notwendigkeit der Akademisierung der Pflege, um dem europäischen und internationalen Trend zu folgen. Dadurch kann die Pflege standardisiert und auf ein höheres Niveau gebracht werden. „Das ist wichtig, die Akademisierung, überhaupt keine Frage, aber für das Bett, wo am Patienten, muss ich denken als normal Diplomierte, egal oder ob das jetzt ein Akademiker ist, der muss genau so das Grundstück lernen, vom Grund auf“ (SL_10, Abs. 3).

Sie sehen das Erlernen des Berufs als zentrale Aufgabe der Praxis an.

Die Stationsleitungen sehen Pflege als einen praxisorientierten Beruf an, Pflegende führen somit alle pflegerischen Tätigkeiten durch. Sie geben dem Erfahrungswissen den Vorrang vor wissenschaftlichen Erkenntnissen, da dies für die Patientinnen- und Patientenversorgung elementar ist. Das Bewusstsein, dass es notwendig ist, über praktisches Wissen zu verfügen, sehen sie bei den akademisch ausgebildeten Pflegenden nur bedingt.

Interviewer: Haben Sie das Gefühl, dass der Mensch bei den Bachelors in Vergessenheit gerät?

SL_11: Ja, geht so, wenn ich dann noch Spezialisierungen mache, da ist die Intention, warum ich in die Krankenpflege geh, des ist nicht das, das ist Mittel zum Zweck. Des ist des, was meine Meinung ist. Wenn ich mich für Krankenpflege entschiede, auch mit Akademisierung, muss der Mensch bedacht werden“. (Gruppendiskussion 2, Abs. 3-4)

Sie bemängeln, dass die Grundlagen der Pflege nicht mehr in der Ausbildung vermittelt werden und humanistische Werte nicht mehr gelebt werden.

In der Umsetzung des Berufsbildes und der Kompetenzbereiche der GuKG-Novelle fehlen jedoch noch Strategien, die unterschiedlich ausgebildeten Pflegenden gezielt einzusetzen. „Das ist schon wichtig mit der Akademisierung, das ist überhaupt keine Frage, aber es eckt halt einfach noch, bis das alles gereift ist“ (SL_10, Abs. 18).

Die Begleitung der aktuellen Veränderungen sehen die Stationsleitungen als ihre wichtigste Aufgabe an. Der Einsatz der unterschiedlichen Berufe ist schwierig und bedarf einer Neuorganisation der Pflege.

SL_1: „Das war nie die Rede, dass der Pflegefachassistent kommt, war am Anfang nie die Rede.

SL_7: Nein, als die Bachelor eingeführt worden sind, war davon nie die Rede.

SL_6: Das hat man eh elegant gemacht jetzt, find ich.

SL_1: Und es hat immer geheißen, gleich… und ja, und… (Gruppendiskussion 1, Abs. 133-136)

Eine Differenzierung der Aufgaben der akademisch ausgebildeten und diplomierten Pflegenden ist von der Unternehmensführung nicht vorgesehen.

Das Absolvieren eines Studiums sehen die Stationsleitungen jedoch auch kritisch, da sich das Bild auf Pflege durch die theoretischen Lernorte verzerren kann. Begründet wird dies damit, dass keine Schichtdienste während der Praktika mehr absolviert werden müssen. Außerdem würden die Studierenden lernen, nicht mehr in der pflegerischen Basis arbeiten zu müssen. In diesem Zusammenhang scheint auch bei den Stationsleitungen ein Trend erkennbar, dass die akademisch ausgebildeten Pflegenden vorrangig in Intensiv- und Funktionsbereichen arbeiten möchten.

Dennoch sehen die Interviewpartnerinnen und -partner beider Samplings die Akademisierung als einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des Pflegeberufs an. Akademisch ausgebildete Pflegende erwarten dadurch eine Aufwertung des Berufsbildes und erhoffen, als eigenständige Berufsgruppe mehr in Entscheidungsprozesse bei Diagnostik und Therapie einbezogen zu werden. Dann ist auch die Übernahme ärztlicher Tätigkeiten zu akzeptieren. Die Stationsleitungen erkennen die Notwendigkeit der Akademisierung, um einem europäischen und internationalen Trend folgen zu können. Sie dient ihrer Meinung nach einer Aufwertung des Berufs. Akademisch ausgebildete Pflegende möchten Pflege auf akademischem Niveau durchführen, wohingegen die Stationsleitung zukünftig eher die patientinnen- und patientenfernen Aufgaben beim gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege sehen.

8.3 Fördernde und hemmende Faktoren

Die Akademisierung sowie das Interesse an dieser wird als förderlich für eine Grenzverschiebung im sozialen Feld erachtet. Die Möglichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis einfließen zu lassen, motiviert die akademisch ausgebildeten Pflegenden, sich weiter zu engagieren und sich ein Netzwerk aufzubauen, um so die Zugänge zu den entsprechenden Kanälen zu haben

Erste Diskussionen zur Akademisierung der Pflege finden auf den Stationen statt. „Ah, wohl, es ist eigentlich schon überwiegend Interesse da, es sind auch welche, die was jetzt nicht diese, diesen Bachelor-Abschluss haben, die was selber auch gerne einmal nachlesen, also, das Interesse ist schon da von den meisten, aufgeregt hat sich noch keiner, sag ich einmal, und die einen lesen’s, die anderen ignorieren’s halt einfach“ (PW_7, Abs. 4).

Dennoch passen sich die akademisch ausgebildeten Pflegenden im Alltag an bestehende Strukturen an. Zeitdruck und fehlendes Personal werden hier als Gründe angegeben.

Die Stationsleitungen nutzen gerne die Kompetenzen der akademisch ausgebildeten Pflegenden im Rahmen von Projektarbeit oder Recherchetätigkeiten. „Aber die Motivation, solche Aufgaben zu übernehmen, erlebe ich schon bei den Bachelor mehr, also bei mir ist das so. Das muss ich schon sagen, also, ich ja schon auch, vielleicht ist das auch personenbezogen, ich habe sehr gute motivierte äh (….) Mitarbeiter, die voll gut, zum Beispiel Praxisanleiter voll gut machen“ (SL_4, Abs. 114).

Als problematisch erkennen die Stationsleitungen eine Fluktuation in weiterführende Studiengänge so wie die geringe Unterstützung der Institutionen in Bezug auf Veränderungsprozessen.

Dies führt dazu, dass die Kompetenzen der akademisch ausgebildeten Pflegenden im Alltag nicht genutzt werden. „Und ich selber persönlich bin eigentlich ein wenig enttäuscht, weil ich habe mich eigentlich richtig gefreut auf die Bachelors und hab mir eigentlich gedacht, dass ich da einen enormen Benefit hab jetzt als Station, und das ist jetzt, das (….), die sind gelehrig, die sind gescheit, die sind lieb, aber, und haben eine extrem rasche Auffassungsgabe, aber ich, irgendwie, dass ich sag, die Station profitiert davon, dass ich die Bachelors hab, ist nicht so und von dem her bin ich voll enttäuscht“ (SL_1, Abs. 40).

8.4 Macht und Grenzen

Grenzen zur Umsetzung des aktuellen Berufsbildes werden auf verschiedenen Ebenen erlebt. Sie werden sich selbst gesetzt, aber auch von außen vorgegeben.

Die akademisch ausgebildeten Pflegenden erkennen bestehende Strukturen an, da sie sich aufgrund der kurzen Berufszugehörigkeit nicht in der Lage sehen, Veränderungen zu initiieren. „Ja genau. Nein, ich glaube eher, dass sich dieses Rollenbild, was so ist. Wir haben vielleicht Bedingungen in der Arbeit, die sind nicht gut. Das wissen wir alle, aber was sollen wir ändern. Es ist halt einfach so, dieses Hinnehmen von diesen Missständen.“ (PW_14, Abs. 75).

Im Studium erworbene Kompetenzen werden bewusst zurückgehalten.

Die Stationsleitungen lenken durch die Führungsposition sowie die langjährige Berufserfahrung das Geschick der Stationen. Sie differenzieren im Alltag nicht zwischen diplomierten und akademisch ausgebildeten Pflegenden. „Man merkt aber jetzt wirklich, also, wir haben ja jetzt noch die Möglichkeit, gut zu vergleichen, gell, das Diplom und die Bachelor. Also, man merkt keinen Unterschied und da bin ich ganz bei dir, (XXX), ich habe auch zwei Kolleginnen, die Bachelor sind, man merkt in dieser Einarbeitungsphase nicht, dass die einen Bachelor haben. Die sind genau am gleichen Niveau wie eine Diplomierte“ (SL_8, Abs. 23).

Die geäußerten Ängste einiger diplomierter Pflegender vor Arbeitsplatzverlust, Übernahme von mehr Verantwortung sowie unklarer Aufgabenverteilungen durch den neuen Skills-and-Grade-Mix führen zu Machtkämpfen durch Abgrenzung zwischen den beiden Gruppen Pflegender im gehobenen Dienst. Dies verhindert eine Weiterentwicklung der Berufsgruppe sowie zu einer Verhinderung einer möglichen Grenzverschiebung.

8.5 Einfluss der Institution

Verschiedene initiierte Projekte innerhalb der Institutionen befassen sich mit der Implementierung pflegewissenschaftlicher Konzepte. Allerdings wird in den Interviews deutlich, dass die Umsetzung der Projekte häufig an den bestehenden Rahmenbedingungen sowie der aktuell vorherrschenden Arbeitsbelastung scheitert. „Weil ich hab mich mit meinen im Vorfeld auch kurz unterhalten und es ist zu zwei, zu zweien ist gesagt worden beim (….), ich weiß nicht, ob beim Bewerbungsgespräch, ist von der Bereichsleitung gesagt worden, ihr könnt ja daheim ein bisschen mit Studien beschäftigen und des in der Freizeit [mehrere lachen] und das könnt ihr nachher in der Arbeit umsetzen“ (SL_7, Abs. 48).

Vorrangig ist die notwenige Patientinnen- und Patientenversorgung, offene Zeitressourcen können für die Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Literatur genutzt werden.

  1. Diskussion

Aktuell sind noch wenig akademisch ausgebildete Pflegende im sozialen Feld der Pflege anzutreffen. Somit sind noch nicht ausreichend Vorbilder vorhanden, welche die akademisch ausgebildeten Pflegenden darin unterstützen, pflegewissenschaftliche Erkenntnisse in den Pflegealltag zu integrieren. Dies führt auch dazu, dass aktuell geltende Rahmenbedingungen akzeptiert werden.

Dennoch wird deutlich, dass akademisch ausgebildete Pflegende das Berufsbild anders beschreiben als diplomierte Pflegende. Die Datenanalyse zeigt, dass durch den Einfluss der Universität und der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen sich bei den akademisch ausgebildeten Pflegenden ein Berufsbild geformt hat, welches sich an pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen und dem im GuKG benannten Berufsbild orientiert.

Die Stationsleitungen erkennen die Notwendigkeit von Veränderungen, jedoch wird hier in den Ausführungen die Tendenz zum traditionellen Handeln deutlich. Die Aufgaben in der täglichen Pflege orientieren sich noch nicht am Berufsbild der GuKG-Novelle von 2016. Fehlende oder nicht eindeutig ersichtliche Umsetzungsstrukturen bezüglich der im GuKG geregelten Kompetenzbereiche sowie der neu definierten Berufsgruppen innerhalb der Pflege durch übergeordnete Stellen führen zu Unsicherheit und Ängsten sowie zu Sorgen vor einer Überforderung durch eine zusätzliche Übernahme von Verantwortung. Ebenso fehlen dadurch auch die Motivation und der Druck, Veränderungen unterstützend zu forcieren.

So steht weiterhin das Erfahrungswissen der diplomierten Pflegenden dem wissenschaftlichen Wissen der akademisch ausgebildeten Pflegenden gegenüber, welche weitgehend bestehende Strukturen anerkennen. Durch die Einmündung akademisch ausgebildeter Pflegender verschwimmen jedoch auch bestehende Strukturen, da die berufliche Formung nicht mehr überwiegend durch die Praxis übernommen wird, sondern die theoretischen Lernorte an Gewicht gewinnen. Der Wunsch nach Veränderung ist deutlich zu erkennen und eine Bewegung innerhalb der Berufsgruppe ist erkennbar. Das Ausmaß der Bewegung lässt sich nicht eindeutig festlegen, da den Veränderungswünschen der akademisch ausgebildeten Pflegenden die teilweise noch vorherrschenden tradierten Vorstellungen der diplomierten Pflegenden gegenüberstehen und sie diese im pflegerischen Alltag auch noch übernehmen.

Die beschriebenen Ängste der diplomierten Pflegenden sind auf ihren im traditionellen Umfeld geprägten Habitus zurückzuführen. Das universitäre Feld wird als Machtfeld angesehen (Bourdieu, 2014b) und löst durch das bei den diplomierten Pflegenden unbekannte akademische Feld Ängste aus. Bude (2014) beschreibt Angst als etwas, worauf sich alle Gesellschaftsmitglieder einigen können. Angst wird zu einem kollektiven Problem, welches sich auf der Offenheit der ungewissen Zukunft begründet. Sie drückt die Unsicherheit aus, nicht mehr den Wert zu haben, wofür man ausgebildet wurde.

Die gewohnten Strukturen verhindern aktuell eine Weiterentwicklung des sozialen Feldes der Pflege. Sicherlich geht das mit der nicht ausreichenden Auseinandersetzung mit pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Bedeutung für die pflegerische Praxis einher. Vielmehr wird regelmäßig an Forderungen nach mehr Gehalt sowie mehr Personal festgehalten, ohne darüber zu diskutieren, ob Strukturveränderungen zur Erleichterung von Arbeitsabläufen führen könnten.

Die Datenanalyse zeigte, dass die akademisierten Angehörigen der Pflege das soziale Feld der Pflege veranlasst, über mögliche Strukturveränderungen nachzudenken. Es konnten hemmende und fördernde Faktoren elaboriert werden, welche eine Verschiebung von Grenzen des sozialen Feldes der Pflege beeinflussen. In einigen Faktoren ähneln die Aussagen der akademisch ausgebildeten Pflegenden denen der diplomierten Kolleginnen und Kollegen, es werden aber auch sehr unterschiedliche Sichtweisen erkennbar. Dies lässt sich auf die unterschiedlichen Ausbildungen der akademisch ausgebildeten sowie der diplomierten Pflegenden zurückführen, aber auch auf die Einflüsse angrenzender sozialer Felder auf das Feld der Pflege. Der in vielen Jahrzehnten entstandene Habitus wird durch einzelne Vertreter der Berufsgruppe mit (teilweise) akademisch fundierten Einsichten nicht in kurzer Zeit grundlegend verändert.

  1. Limitationen

Zur Analyse von Daten aus den Gruppendiskussionen findet man in der Literatur regelmäßig den Hinweis zu Bohnsacks Konzept der kollektiven Orientierungsmuster (z.B. Kurse, 2015; Lamnek & Krell, 2016). Durch die methodische Vorgehensweise der deduktiven Kategorienanwendung im Rahmen der strukturierenden Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) wurde auf den Ansatz von Bohnsack verzichtet, wohlwissend, dass die Gefahr besteht, die soziale Konstruktion der Daten durch die Gruppe gegebenenfalls zu vernachlässigen.

Die Gültigkeit und Generalisierung der Daten einer qualitativen Forschung sind regelmäßig Gegenstand von Diskussionen über die Übertragbarkeit der Daten auf ein gesamtes Feld. Mayring (2015) orientiert sich an den Gütekriterien der Verfahrensdokumentation, der argumentativen Verfahrensabsicherung, der Regelgeleitetheit, der Nähe zum Gegenstand, der kommunikativen Validierung und der Triangulation. Diese Gütekriterien liegen dieser Studie zugrunde und fanden im Forschungsprozess Anwendung. Dennoch müssen sicherlich weitere Forschungen angestrebt werden, um die Einflüsse und Auswirkungen der Akademisierung auf die Grenzen des sozialen Feldes vollumfänglich darstellen zu können. Sicherlich liegt dies auch darin begründet, dass im Rahmen dieser Forschung lediglich 14 Experteninterviews sowie zwei Gruppendiskussionen mit insgesamt zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmern einbezogen wurden.

  1. Schlussfolgerungen und Fazit

Die Novelle des GuKG von 2016in Österreich kann als Beginn einer neuen Phase für die Berufsgruppe der Pflegenden angesehen werden. Elementare Veränderungen wurden eingeführt, Kompetenzprofile angepasst und eine weitere Differenzierung der Berufsgruppe hat stattgefunden. Die Akademisierung der Pflege, als eine wesentliche Reaktion auf die aktuelle Situation der Pflege, bringt sowohl positive als auch negative Einflüsse auf das Feld mit sich und geht mit einer großen Verunsicherung einher.

Um Veränderungen innerhalb des Feldes der Pflege zu erlangen, ist es sicherlich notwendig, dass weiterhin politische und institutionelle Entscheidungen getroffen werden, die Pflegenden darin zu unterstützen, selbst ein Verständnis für die Notwendigkeit von Veränderungen zu erlangen. Werden Pflegende in der aktuellen Situation nicht in die Diskussion eingebunden, besteht eher die Gefahr der Entfremdung als die Zusammenführung der Akteurinnen und Akteure des Feldes der Pflege. Die Institutionen sind für die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben verantwortlich. Ihre Aufgabe ist es, die Umsetzung des im GuKG beschriebenen Berufsbildes sowie der Kompetenzbereiche zu gewährleisten sowie die Ängste der Pflegenden durch Beratung und Unterstützung und auszugleichen und aufzufangen.

Die Rolle der theoretischen Lernorte liegt darin, weiterhin theoretische, wissenschaftliche und berufspolitische Erkenntnisse in die Lehrveranstaltungen einfließen zu lassen sowie diese kritisch zu diskutieren.

Und Pflegende selbst müssen sich ihrer Aufgabe bewusst sein, aktiv an Veränderungsprozessen mitzuwirken. Es gehört zu ihren Aufgaben, sich mit den gesetzlichen Strukturen und Inhalten auseinanderzusetzen und Kenntnisse über die Kompetenzbereiche zu erlangen. Die Einbeziehung des Kapitals, vor allem des Bildungskapitals aller Akteurinnen und Akteure im Feld, kann Einfluss auf das Feld mit sich bringen. Durch eine differenzierte Betrachtung des unterschiedlich ausgeprägten Bildungskapitals können die Aufgaben strukturiert und an die jeweilige Subgruppe adaptiert werden. Die Akteurinnen und Akteure im sozialen Feld sind nicht nur dafür verantwortlich, wie man ein Mitglied der Gruppe wird, sondern auch dafür, „wie man zum Repräsentanten (Delegierten, Beauftragten, Bevollmächtigten usw.) [sic] der gesamten Gruppe wird“ (Bourdieu, 2015: 68).

Die Weiterentwicklung des Pflegeberufs durch Akademisierung soll keine dauerhaften Ängste bei diplomierten Pflegenden auslösen, sie soll als eine Chance für die Berufsgruppe der Pflegenden angesehen werden. Die Argumentation von Pflegenden, keine ausreichenden Zeitressourcen für eine pflegetheoretisch und pflegewissenschaftlich gestützte Pflege zu haben, muss mit einer Argumentation für die Notwendigkeit eben dieser konfrontiert werden.

Durch das Einmünden der akademisch ausgebildeten Pflegenden in das soziale Feld der Pflege bildet sich eine neue Subgruppe mit ihrer eigenen Logik, welche die Bildung des pflegerischen Habitus beeinflusst. Nicht mehr – aber auch nicht weniger! Die Akademisierung der Pflege ist ein notwendiger Schritt, um Veränderungen im Feld erzielen zu können. Das traditionelle Pflegeverständnis und bestehende Selbstverständlichkeiten, welche sich im historischen Kontext gebildet haben, werden in Frage gestellt und eine Verschiebung von Grenzen des sozialen Feldes der Pflege erscheint möglich.

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Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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