ENI 2017: Die Zukunft der Pflegeinformatik – Videos und Unterlagen jetzt verfügbar

Kürzlich fand an der Tiroler Health & Life Sciences Universität UMIT in Hall in Tirol die 9. Tagung für Informationstechnologie im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich (ENI 2017) statt. Im Rahmen der Tagung wurde von 200  Anwendern, Wissenschaftlern und Industrievertretern aus Österreich, Deutschland und den Nachbarländern zwei Tage aktuelle Entwicklungen von Informationstechnologie im Gesundheitswesen diskutiert.

„Ohne Informationstechnologie geht hier in Zukunft überhaupt nichts mehr.“
„Es hat uns sehr gefreut, dass es uns gelungen ist die ENI auch heuer wieder an die UMIT zu bringen. Damit waren wir einmal mehr für zwei Tage das wissenschaftliche Zentrum für Gesundheitsinformatik im deutschsprachigen Raum“, sagte Univ.-Prof. Dr. Elske Ammenwerth die an der Tiroler Health and Life Sciences Universität UMIT das Institut für Medizinische Informatik leitet und bei der ENI 2017 als Tagungsleiterin fungierte. Und weiter: „Der Informationsaustausch im Rahmen der Tagung hat auch gezeigt, dass es inzwischen im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich unabdingbar ist, sich mit den neuen Technologien auseinandersetzen. Ohne Informationstechnologie geht hier in Zukunft überhaupt nichts mehr.“

Landesrat Tilg: „UMIT hat bei Gesundheitsinformatik treibende Rolle in Tirol“
Das bestätigte auch der Tiroler Wissenschaftslandesrat DI Dr. Bernhard Tilg, der in seinen Eröffnungsworten besonders die treibende Rolle der UMIT bei vielen derzeit laufenden Forschungs- und Praxis-Projekten in Tirol betonte. Als Beispiel nannte er die wissenschaftliche Mitarbeit des UMIT-Institutes für Medizinische Informatik beim Projekt HerzMobil, das derzeit umgesetzt wird und im Endausbau in Tirol eine flächendeckende telemedizinische Versorgung von Herzinsuffizienz-Patienten sicherstellt.

Internationale Referenten berichteten über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse

Highlight der ENI2017 waren drei spannende Keynotes: Der Medizininformatiker Prof. Dr. Christian Lovis aus der Schweiz, der amtierender Präsident der European Federation for Medical Informatics ist, sprach über „Wahrheit und Unwahrheit“ in der biomedizinischen Forschung und zeigte eindrücklich, wo die Grenzen unseres Wissens liegen – ein topaktuelles Thema, nicht nur für die Wissenschaft.

Assistenzprofessor Dr. Werner Hackl von der UMIT beleuchtet in seiner Keynote die Möglichkeiten des „Big Data“ im Gesundheitswesen. Unter dem Untertitel „Big Data – Müllhalde oder Goldmine?“ betonte er, wie wichtig ein wissenschaftlich orientiertes Vorgehen bei der Nutzung von klinischen Daten ist. Nur dann wird aus einer Datenhalde eine Goldmine, welche helfen kann, die Versorgung von Patienten zu verbessern.

Und auch der Blick über den Atlantik durfte nicht fehlen – Prof. Dr. Gaill Keenan von der Universität Florida berichtete in einer Videoschaltung über moderne Ansätze zur Unterstützung einer effektiven Patientenversorgung durch Informationstechnologie.

Keynotes, Vorträge und Foliensätze jetzt online abrufbar

Alle Keynotes, ausgewählte Vorträge sowie Foliensätze zur ENI 2017 sind jetzt online abrufbar unter: https://www.kongress-eni.eu/ (Menüeintrag „Unterlagen 2017“ auswählen). Tagungsleiterin Elske Ammenwerth: „Uns ist es wichtig, dass das Wissen gesammelt und auch an diejenigen weitergegeben wird, welche dieses Mal nicht an der ENI-Tagung teilnehmen konnten“.

Die nächste ENI wird 2019 stattfinden.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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