E-Medikation wichtiger Schritt für Seniorinnen und Senioren

Umsetzung darf nicht verzögert werden!

Wien (OTS) – Zur aktuellen Debatte rund um die Testphase der E-Medikation in Deutschlandsberg (Steiermark) hält Mag. Gertrude Aubauer, Bundesvorsitzende-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat, heute fest:

„Wir sind froh, dass die e-Medikation endlich in die Pilotphase eingetreten ist und bis Ende September in Deutschlandsberg erprobt wird. Bei der flächendeckenden Umsetzung dieser wichtigen Maßnahme für Patientinnen und Patienten darf es nun zu keinen Verzögerungen mehr kommen!

Die Teilnahme an der e-Medikation und am elektronischen Gesundheitsakt ELGA ist ein Recht der Patientinnen und Patienten – sie können sich, wenn sie es wünschen, von der Teilnahme abmelden. Eine bloß freiwillige Teilnahme der Ärztinnen und Ärzte würde jedoch den Vorteil für die Patientinnen und Patienten stark schmälern und den Projekterfolg gefährden.

Wir rufen daher alle Projektteilnehmer auf, sich gemeinsam an den Tisch zu setzen, um eventuell vorhandene Startprobleme der Technik und Verwaltung noch vor September zu lösen. Eine Verunsicherung der Seniorinnen und Senioren durch medial ausgetauschte Vorwürfe sowie Meinungsverschiedenheiten lehnen wir jedoch ab!“

e-Medikation ist wichtiger Schritt für Patientensicherheit. Weitere Verzögerungen inakzeptabel!

„Seit der erfolgreichen Einführung der e-Card vor mehr als zehn Jahren hat der Österreichische Seniorenbund dafür gekämpft, dass auch die Möglichkeit der sogenannten e-Medikation umgesetzt wird. Dabei werden alle Medikamente – auch jene, die nicht rezeptpflichtig sind – welche eine Patientin / ein Patient einnimmt im System gespeichert. Die e-Card bildet den Schlüssel zu diesem System. Es ermöglicht ÄrztInnen aber auch jeder Person in Apotheken einzusehen, welche Medikamente bereits eingenommen werden. Damit können Doppelmedikationen, also die Einnahme von zwei Medikamenten mit wirkungsgleichen Inhaltsstoffen, sowie lebensgefährliche Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten unkompliziert verhindert werden! Gerade für die Seniorinnen und Senioren bedeutet dies, dass sie endlich nicht mehr selbst für die Vollständigkeit, Aktualisierung und Verfügbarkeit ihrer Medikamentenlisten sorgen müssen. Das ist ein wichtiger Schritt für die bessere Gesundheitsversorgung insbesondere der älteren Generationen in Österreich. Weitere Verzögerungen der Umsetzung können wir daher nicht akzeptieren!“

 

Markus Golla
Über Markus Golla 5284 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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