Demokratische Republik Kongo: Ebola noch nicht unter Kontrolle

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist noch nicht unter Kontrolle. 

Ebola-Behandlungszentrum in Bikoro (c) Louise Annaud_MSF

„Die Ebola-Epidemie ist über zwei Monate, nachdem der Ausbruch ausgerufen wurde, immer noch nicht unter Kontrolle. Die Prognosen für die Stadt Beni sind sehr beunruhigend: In den letzten Wochen haben wir einen Anstieg der Fälle beobachtet, einige davon waren nicht in den Listen der Kontakte enthalten, die zurückverfolgt werden. Wir beobachten auch, dass Menschen zu Hause an Ebola sterben oder zu spät ins Behandlungszentrum kommen. Wir müssen bei der Zurückverfolgung der Übertragungskette aufholen. Um den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen, wissen wir, was getan werden muss: Die sogenannten Pfeiler der Ebola-Bekämpfung müssen umgesetzt werden. Ein besonders wichtiger Punkt ist es, das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen. Eine starke Einbindung der betroffenen Gemeinden ist wesentlich – vor allem in dieser Region, die seit Jahrzehnten unter Gewalt und Konflikten leidet. Die unsichere Lage vor Ort hat die Reaktion auf diesen Ausbruch und seine Eindämmung erschwert“.

Anja Wolz, Projektleiterin des Noteinsatzes von Ärzte ohne Grenzen in Brüssel

Aktuelle Informationen zu unseren Aktivitäten im Rahmen dieser Epidemie finden Sie hier:

https://www.aerzte-ohne-grenzen.at/article/ebola

 

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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