DE: Was brauchen erwerbstätige pflegende Angehörige?

Das Projektteam reges:BOR befragt zurzeit Betroffene im Kreis Borken zu ihren Erfahrungen und Wünschen

Heike Bietenbeck (r.) ist eine von vielen aus dem Kreis Borken, die sich neben ihrem Job um ihre pflegebedürftige Mutter kümmert; beide leben in einem Haushalt. (Foto: FH Münster/Nicole Jakobs)

Angehörige zu pflegen – das kann ein Vollzeitjob sein. Was aber, wenn die Pflegenden selbst berufstätig sind? Mit welchen Schwierigkeiten müssen sie umgehen, welche Hilfen stehen ihnen zur Verfügung?

Antworten auf diese Fragen können helfen, Maßnahmen zu entwickeln, die bei den Betroffenen ankommen. Deshalb hat das Gesundheitsförderungsnetzwerk reges:BOR, ein Projekt der FH Münster, einen Fragebogen für berufstätige pflegende Angehörige erstellt. Er soll die Situation dieser stark belasteten Menschen erfassen und Ansatzpunkte zur Unterstützung und Gesunderhaltung liefern.

„Die Erkenntnisse und Daten aus der Befragung sind die Diskussionsgrundlage für einen Workshop, der im Mai stattfinden wird“, erklärt Dr. Corinna Gréa, wissenschaftliche Projektmitarbeiterin. „Eingeladen dazu sind Betroffene, Expertinnen und Experten aus der Pflege, Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitgebern und Anbietern von Unterstützungsleistungen sowie aus Verwaltungen – mit dem Ziel, konkrete Ideen zu sammeln, die wir anschließend umsetzen können.“ Im Mittelpunkt stünden die Wünsche und Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen, so Gréa. „Und sicher finden wir dabei auch heraus, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Pflege hat.“

Das Projekt reges:BOR hofft nun auf eine große Beteiligung der Menschen im Kreis. Denn je mehr Daten erhoben werden, desto passgenauer können Angebote entwickelt werden. An der Befragung kann jede erwerbstätige pflegende Person teilnehmen, die im Kreis Borken lebt oder eine Angehörige im Kreis Borken pflegt. Der Befragungszeitraum endet am 31. März. Die Befragung ist anonym und dauert rund 25 Minuten. Der Link zum Fragebogen steht unter befragung.reges-bor.de.

Zum Thema: Das Gesundheitsförderungsnetzwerk reges:BOR ist ein Netzwerk zur Gesundheitsförderung und Prävention im Kreis Borken. Es ist Teil des von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ geförderten Projekts münster.land.leben an der FH Münster.


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Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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