DE: Tragedauer von FFP-Masken in Schulen und ähnlichen Einrichtungen

10. Dezember 2020 | Covid19, News Deutschland | 0 Kommentare

Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Kurzfassung mit Empfehlungen zum Tragen von FFP2-Masken1 in Klassenzimmern. Genauere Informationen sind dem Dokument „Tragedauer von FFP-Masken – Langfassung (erscheint in Kürze auf der ÖGHMP-Homepage) zu entnehmen.

Wir empfehlen folgende Maßnahmen:

  • Solange eine FFP-Maske nicht durchfeuchtet, nicht beschmutzt oder kontaminiert und nicht beschädigt ist, behält sie ihre Funktionstüchtigkeit.
  • Eine durchfeuchtete FFP-Maske soll umgehend kontaminationsfrei abgelegt und gegen eine frische Maske getauscht werden.
  • FFP-Masken sollen nur unter Einhaltung besonderer Kriterien wiederverwendet werden, wie im weiteren Text beschrieben wird.
  • Wir halten die Tragedauer für jeweils eine Unterrichtseinheit (50min) im Regelfall für angemessen und zumutbar. Die anschließende Tragepause soll mindestens 5min und besser 10min betragen.
  • Im Schulbetrieb halten wir die Verwendung einer FFP-Maske pro Arbeitstag für vertretbar. Diese muss der Person zugeordnet sein (z.B. Kennzeichnung am Halteband), wird in Tragepausen an den Haltebändern abgenommen und an einem geeigneten, nicht allgemein zugänglichen Ort zwischengelagert.
  • Tragepausen sollen möglichst im Freien oder in einem gut durchlüfteten Raum stattfinden, wobei das Abstand halten zu anderen Personen wichtig ist. In geschlossenen, wenig durchlüfteten Pausenräumen mit Anwesenheit anderer Personen ohne Maske ist ein mehrminütiger Aufenthalt ohne MundNasenbedeckung riskant, wenn sich Virusträger unter den Anwesenden befinden. Beschränkung der Aufenthaltsdauer, der Anzahl von Personen (vor allem solcher ohne Masken!) sowie Einhalten des empfohlenen Abstands von 1-2 m sind dann essentiell! In geschlossenen Räumen ist es empfehlenswert während der Zeit der Tragepause einen Mund-Nasen-Schutz zu verwenden, um das Infektionsrisiko zu minimieren.
  • Für Personen mit eingeschränkter Atemfunktion müssen individuelle Entscheidungen getroffen werden: Verkürzte Tragedauer und/oder längere Tragepausen, Einsatz der Person in Arbeitsfeldern, in denen ein Mund-Nasenschutz ausreicht oder auf eine Mund-Nasenbedeckung verzichtet werden kann.
  • FFP2-Masken sind Einmalprodukte. Trotzdem besteht der Wunsch bzw. ist es aufgrund begrenzter Ressourcen notwendig diese Masken mehrfach zu verwenden. Nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts ist es zweckmäßig, wenn die Masken zum Trocknen frei an der Luft hängen. Alternativ können sie auch in einem offenen Behälter zwischengelagert werden. Dazu muss die Innenseite der FFP2- Maske nach oben gerichtet sein, damit sie gut trocknen kann. Die Maske muss eindeutig einer Person zugeordnet sein, damit ein Tragen durch andere Personen ausgeschlossen ist.
  • Beim Auf- und Absetzen der Maske soll diese nur an den Gummibändern angegriffen werden. Die Innenseite der Maske darf dabei nicht berührt werden. Auf die Notwendigkeit des regelmäßigen Händewaschens wird hingewiesen.

Im Übrigen gelten sinngemäß unsere früheren Empfehlungen:

  • https://www.oeghmp.at/media/mns_in_der_gastronomie.pdf
  • https://www.oeghmp.at/media/masken_mit_ausatemventil_1.pdf
  • https://www.oeghmp.at/media/verhaltensregeln_bei_allgemeiner_maskenpflich t_im_alltag_1.pdf

Weiterführende Literatur: Arbeitsinspektion:

  • https://www.arbeitsinspektion.gv.at/Gesundheit_im_Betrieb/Gesundheit_im_Betrieb_1 /Gesundheitsbereich_Atemschutz_PSA.html Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-imBetrieb/Coronavirus/FAQ/PSA-FAQ_node.html Bayrisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: https://www.lgl.bayern.de/downloads/arbeitsschutz/arbeitsmedizin/doc/merkblatt_m ns_atemschutz.pdf Institut für Arbeitsschutz: https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3788

Robert Koch Institut:

  • https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Ressourcen_schone n_Masken.pdf?__blob=publicationFile

 

1 Bei FFP (=Filtering Face Piece)-Masken handelt es sich um partikelfiltrierende Halbmasken, die als Atemschutzmaske, Feinstaubmaske, Staubmaske oder Atemschutzfilter bezeichnet werden. Die EN 149 unterscheidet je nach Rückhaltevermögen des Partikelfilters die Geräteklassen FFP1, FFP2 und FFP3. Eine dicht sitzende FFP2-Maske stellt einen geeigneten Schutz vor infektiösen Aerosolen dar. Diese Masken dienen dem Arbeits- und/oder dem Eigenschutz.

Verfasser*innen: W. Koller unter Mitarbeit von A. Blacky, B. Willinger, M. Suchomel Review durch: M. Ehling-Schulz, R. Sommer Stand: 8.12.2020

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)