DE: Schulgesundheitsfachkräfte flächendeckend etablieren: Nationale Vorreiterrolle Brandenburgs nachhaltig sichern

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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Nordost e.V. (DBfK Nordost e.V.) unterstützt ausdrücklich die flächendeckende Etablierung von Schulgesundheitsfachkräften in den Schulen Brandenburgs. Die Landespolitik Brandenburgs ist hierfür in der Verantwortung ab dem 01.01.2022 verbindlich geltende gesetzliche Grundlagen zu schaffen.

„Die bestehenden Schulgesundheitsfachkräfte in Brandenburg sind zurecht empört. Seit 2017 läuft das Modellprojekt und erfuhr bis heute keiner gesetzlichen Verankerung – eine Hinhaltetaktik scheint hier der Profession der Pflegenden entgegengebracht zu werden. Brandenburg genießt neben Hessen die nationale (!) Vorreiterrolle im Rahmen der Schulgesundheitspflege. Die Evaluationen des Projektes sind durchweg positiv – die Landespolitik hat nun zu handeln und Maßnahmen einzuleiten, die den Verbleib der Schulgesundheitsfachkräfte in unserem Land nachhaltig erhalten und vor allem fördern!“, so Rosalie Heimke, Vorstandsmitglied des DBfK Nordost e.V.

„Dabei sind Schulgesundheitsfachkräfte, oder „school nurses“, wie sie im internationalen Raum genannt werden in vielen Ländern Normalzustand und nicht mehr wegzudenken. Gerade vor dem Hintergrund der Zunahme von chronischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen spielen die Schulgesundheitsfachkräfte an Schulen eine entscheidende Rolle für die Gesundheitsversorgung.“, gibt Juliane Winkler, ebenfalls Mitglied des Vorstandes zu bedenken.

Prof. Dr. Katja Boguth, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, ruft die Politik auf, die gleichberechtigte Teilhabe an Bildung für chronisch kranke Schüler *innen mit einem erhöhten medizinisch-pflegerisch Versorgungsbedarf im Sinne der Inklusion zu gewährleisten. Die Erfahrungen machen deutlich, dass Inklusion gelingen kann, wenn die Teams in den Schulen mit Schulgesundheitsfachkräften verstärkt werden.

Wir fordern die Landespolitik Brandenburgs auf sich mit den Akteuren zur Verstetigung von Schulgesundheitsfachkäften an einen Tisch zu setzen. Damit gemeinsam die Etablierung, Verortung und Finanzierung der Stellen flächendeckend angegangen wird. Das Land Brandenburg ist das Land der Menschen, die neue und mutige Wege gehen, weshalb also nicht auch jenen der gesetzlichen Verbindlichkeit im Rahmen der Schulgesundheitspflege.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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