DE: SARS-CoV-2-Infektion kurz nach BioNTech-Impfung führt zu hohem Antikörperspiegel

Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

(C) Markus Golla

Das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) untersuchte Bewoher:innen und Personal eines Pflegeheims, in dem kurz nach der ersten BNT162b2-Impfung (BioNTech) ein COVID-19-Ausbruch auftrat. Die Daten zeigen, dass Personen, die sich ca. zehn Tage nach ihrer ersten Impfung infiziert haben, vergleichbare Antikörperspiegel haben wie vollständig geimpfte Personen.

Bei Personen ohne vorherige COVID-19-Infektion bieten Impfstoffe bereits nach der ersten Dosis einen gewissen Schutz. Dieser Schutz tritt jedoch frühestens etwa 14 Tage nach der Impfung ein. Daher sind Infektionen kurz nach der ersten Dosis eines COVID-19-Impfstoffs möglich. Dies wirft die Frage auf, welche Auswirkungen eine SARS-CoV-2-Infektion kurz nach der ersten Dosis einer Impfung auf die Antikörpertiter hat.

Das IfADo untersuchte daher 82 Bewohner:innen und 94 Mitarbeiter:innen eines Pflegeheims, in dem es kurz nach der ersten Impfung mit BNT162b2 im Januar 2021 zu einem COVID-19-Ausbruch kam. Das Durchschnittsalter der untersuchten Personen betrug 65 Jahre. 53 Personen, die eine Dosis BNT162b2 erhielten und sich dann 10-18 Tage später mit SARS-CoV-2 infizierten, hatten ähnlich hohe Antikörperspiegel wie die Gruppe, die zwei Impfungen erhalten hatte. Diese Daten zeigen, dass auch die Infektion zur Immunität beiträgt und in diesem Fall sogar die zweite Impfung ersetzen konnte.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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