DE: Reproduktionsmedizin: Auch Dampfen bei Kinderwunsch nicht ratsam

Deutsches IVF-Register e.V. (D·I·R)®

(C) Frank Eckgold

Nikotin und sein Hauptabbauprodukt Cotinin sind auch in der unmittelbaren Umgebung der heranreifenden Eizelle nachzuweisen. Ein Team des Kinderwunschzentrums Dortmund hat die Schadstoffe erstmals auch bei ausschließlichem Konsum von E-Zigaretten in der Flüssigkeit gemessen, die die Eizell-Follikel umgibt.

Der Reproduktionsbiologe Dr. Tom Trapphoff hat in seiner Studie die Follikelflüssigkeit von 150 Kinderwunsch-Patientinnen auf diese Schadstoffe hin analysiert. Das Ergebnis präsentierte das Team beim 9. Kongress des Dachverbands Reproduktionsbiologie und –medizin (DVR)*.

In der Studiengruppe mit 46 rauchenden Frauen war Nikotin in 24 % und Cotinin in 76 % der Proben nachzuweisen. Zudem wurden auch die Proben von drei Frauen untersucht, die ausschließlich dampften. Ihre Proben erwiesen sich als vergleichbar belastet, wie das Team ermittelte.

* Der 9. Kongress des Dachverbandes Reproduktionsbiologie und –medizin (DVR) vereint zwölf Mitgliedsgesellschaften. Sie stellten vom 1. bis 2. Oktober alle neuen klinischen und wissenschaftlichen Aspekte der Fortpflanzung “unter einem Dach” virtuell zur Diskussion.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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