DE: Pilotprojekt Schulgesundheitsfachkräfte in Rheinland-Pfalz startet

Wegweisend, richtig, wichtig!

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Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e. V. führt seit August 2021 das Pilotprojekt Schulgesundheitsfachkräfte (SGF) an Grundschulen in Rheinland-Pfalz durch. Das Projekt startet zunächst in der Region Rheinhessen sowie im Raum Ludwigshafen. Es wird dann stufenweise in ganz Rheinland-Pfalz auf Basis und in Abstimmung der mit dem Ministerium für Bildung sowie dem Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universitätsmedizin Mainz getroffenen Kooperationsvereinbarung umgesetzt.

Schulgesundheitsfachkräfte fördern in besonderer Weise das Gesundheitswissen bei Kindern und sind fachkundige Ansprechpartner*innen für Schüler*innen bei Fragen zu gesundheitlicher Prävention, Hygiene und auch zu chronischen Erkrankungen. Sie gestalten Projekte zu Bewegungsförderung und Entspannung ebenso wie sie bei kleineren Verletzungen auf dem Schulhof ein Pflaster kleben. Gerade in Zeiten der Pandemie leisten Schulgesundheitsfachkräfte wertvolle Unterstützung bei der Erstellung und Umsetzung von Hygienekonzepten vor Ort.
„Der DBfK hat nach den erfolgreichen Modellprojekten in Brandenburg und Hessen schon lange die flächendeckende Einführung von Schulgesundheitsfachkräften gefordert. In einem Positionspapier zu den Koalitionsverhandlungen in Rheinland-Pfalz und in Gesprächen mit Gesundheitspolitiker*innen haben wir die Schulgesundheitsfachkräfte immer wieder thematisiert.“ sagt Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest, e. V. „Umso mehr freuen wir uns jetzt über dieses groß angelegte Projekt in Rheinland-Pfalz. Hier wird wirklich Zukunft gestaltet. Professionelle Pflege hat ein breites Kompetenzspektrum, das sich weit über die Bereiche Klinik und Pflegeheim hinaus erstreckt und wir begrüßen es sehr, dass diese Expertise nun genutzt und gefördert wird.“ erläutert Andrea Kiefer und ergänzt „Nicht zuletzt er- möglichen die Arbeitszeiten eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, dies ist sicherlich ein Aspekt, um die vielzitierte Berufsflucht der professionell Pflegenden einzudämmen.“

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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