DE: Pflege kann mehr!

Kompetenzspektrum von Pflegefachpersonen ist von der Politik noch unentdeckt.

(C) DBfK

Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz hat das Projekt „Zukunft Gesundheitsnetzwerke“ initiiert, das demnächst in die Umsetzung geht. Gemeinsam mit der Landeskrankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz und Vertretern der gesetzlichen Krankenkassen entwickelt das Ministerium innovative Modelle für die Gesundheitsversorgung der Zukunft.

Wie das Ministerium mitteilte, sollen dabei zunächst zwei Krankenhausstandorte zu modernen Gesundheitscampus weiterentwickelt werden. Aus ihnen heraus sollen regionale Netzwerke mit Partnerkrankenhäusern, niedergelassenen Ärzt*innen und vielen weiteren Akteuren des Gesundheits- systems aufgebaut werden.

„Wir begrüßen die Anpassung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung an aktuelle Erfordernisse. Gleichzeitig bedauern wir es sehr, dass kein Vertreter der beruflich Pflegenden in die Entwicklung der Modelle eingebunden wurde.“ erklärt Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest e. V. „Professionelle Pflege hat ein breites Kompetenzspektrum, das sich nicht nur auf die Bereiche Klinik und Pflegeheim erstreckt.“

Die Pflege hat schon längst auf die sich ändernden Bedarfe reagiert und die Weiterentwicklung des Pflegeberufs vorangetrieben. Zukunftsweisende Masterstudiengänge wie Community Health Nursing sind etabliert. „Wir erwarten, dass die Chancen der Neugestaltung genutzt werden und pflegerische Expertise auf Augenhöhe mit den anderen Akteuren für eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung der Zukunft in die Modelle in Rhein- land-Pfalz eingebunden wird.“ so Andrea Kiefer weiter.

Die Politik hat sich die Stärkung der beruflichen Pflege auf die Fahnen geschrieben – dazu gehört es auch, die Zukunft zu denken und die heutigen Kompetenzen und Berufsfelder der Pflege in neuartige Versorgungsstrukturen zu übertragen.

Markus Golla
Über Markus Golla 9313 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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