DE: Pflege als Profession verdient mehr Anerkennung!

Tag der Pflegenden wird jährlich zu Ehren Florence Nightingales begangen – Landespflegekammer startet Social Media Aktion

„Rund um die Uhr leisten Pflegefachpersonen in Heimen, Krankenhäusern und vielen anderen Einrichtungen wertvolle und hochprofessionelle Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die Daseinsvorsorge. Von seinem Berufskern her ist der Pflegeberuf ein attraktives, breit angelegtes und überaus interessantes Berufsfeld mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten. Damit kann er im Reigen der konkurrierenden Berufe durchaus auch punkten. Die verdiente Anerkennung bekommen Pflegefachkräfte hierfür jedoch nur sporadisch. Mit dem Tag der Pflegenden am 12. Mai wollen wir jedes Jahr daran erinnern, dass unser Gesundheitssystem ohne den so wichtigen Einsatz der professionell Pflegenden nicht funktionieren würde. Ihre Kompetenz und ihre Professionalität sind in jederlei Hinsicht vorbildhaft, das muss endlich mit der notwendigen Wertschätzung belohnt werden. Pflegepionierin Florence Nightingale würde dies heute nicht anders sehen, gerade an ihrem Geburtstag müssen wir daher verstärkt auf die Missstände aufmerksam machen“, so Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Laut Mai werde nach wie vor die Komplexität und insbesondere die Intensität des Pflegeberufes unterschätzt. Beruflich Pflegende haben sich diesen anspruchsvollen Beruf bewusst deshalb ausgewählt, damit Menschen direkt geholfen werden kann. In der Realität klafft jedoch ein riesiges Loch zwischen dem Bedürfnis der professionellen Unterstützung und den durch Politik, Arbeitgeber und Gesellschaft zur Verfügung gestellten Möglichkeiten. Gerade bei der Aufstockung von Personal sei die Passivität der Entscheidungsträger gefährlich, da diese zu einer zu hohen Belastung der angestellten Pflegefachkräfte führe.

„Weiterhin muss die Vergütung insgesamt und die der Schichten zu unattraktiven Arbeitszeiten im Besonderen unbedingt deutlich angepasst werden, auch bei den Ausbildungsmöglichkeiten gibt es weiterhin einen riesigen Nachholbedarf. Zusätzlich erschwert wird die Arbeit in Einrichtungen durch die Bürokratisierung und überbordende Kontrollen des Berufsfeldes, durch die ebenfalls weniger Zeit für Patienten in Anspruch genommen werden kann. Schon jetzt führt dies zu einer Einschränkung der pflegerischen Versorgung, gerade in diesem Bereich muss für mehr Entlastung gesorgt werden“, betont Mai.

Zum Tag der Pflegenden initiiert die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz dieses Jahr am 12. Mai eine Social Media Aktion, bei der jeder Bürger eine Video-Botschaft aufnehmen kann, die sich an Pflegefachpersonen richtet. Die Botschaft kann auf allen Kanälen unter dem Hashtag #DankdenPflegenden und #TagderPflegenden geteilt werden, auf der Internetseite www.tag-der-pflegenden.de wird die Landespflegekammer sämtliche Botschaften aller Beteiligten sammeln. Prominente Unterstützer wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Landesgesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler haben bereits ihre Teilnahme an der Aktion bestätigt und freuen sich über jede weitere Stimme!

Hintergrund: Mit der einstimmigen Verabschiedung des Heilberufsgesetzes durch den rheinland-pfälzischen Landtag im Dezember 2014 ist die Landespflegekammer errichtet worden. Seit dem 01. Januar 2016 haben die Pflegenden im Land damit eine kraftvolle Interessenvertretung erhalten. Die Landespflegekammer mit ihren gewählten Vertreterinnen und Vertretern nimmt die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Mitglieder wahr.

Die Vertreterversammlung hat in der Sitzung vom 2. März 2016 erstmals den Vorstand der Landespflegekammer gewählt. Präsident der Kammer ist Dr. Markus Mai. Zur Vizepräsidentin wurde Sandra Postel gewählt. Die weiteren Mitglieder des Vorstandes sind aktuell Prof. Dr. Anderl-Doliwa, Andrea Bergsträßer, Hans-Josef Börsch, Esther Ehrenstein, Renate Herzer, Oliver Weidig und Nina Benz.

Markus Golla
Über Markus Golla 5149 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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