DE: NRZ: Pflege fehlt immer noch die Anerkennung

(C) Tyler Olson

Pflege von Kindern kann ein sehr erfüllender Job sein. Zu sehen, wie Eltern ihr kleines Kind nach einer schweren Krankheit geheilt wieder mit nach Hause nehmen können, ist ein schöner Anblick. Gleichzeitig kann es auch für Pflegerinnen und Pfleger sehr belastend sein, wenn ein junges Leben leidet oder viel zu früh endet. Pflege ist ein fordernder Beruf, die Fachkräfte tragen eine enorme Verantwortung. In jeder Schicht, auf jeder einzelnen Station. Umso wichtiger sollte es sein, dass sich Pflegerinnen und Pfleger auf ihre Arbeit konzentrieren können. Das kann nicht klappen, wenn die Personalnot dazu führt, dass Pflegekräfte zahlreiche Überstunden leisten und auf Pausen verzichten müssen. Dann geht man irgendwann auf dem Zahnfleisch. Kein Wunder also, dass immer mehr sich aus dem Beruf teilweise oder komplett zurückziehen, andere ihn nicht mehr erlernen wollen. Politik und Gesellschaft sind gut beraten, Pflegekräften die Anerkennung zukommen zu lassen, die ihnen zusteht. Nicht nur bei der Bezahlung, auch bei den Arbeitsbedingungen. Das kostet mehr, klar. Aber das sollte es uns wert sein. Bei der Gesundheit darf nicht gespart werden, erst recht nicht in der Kinderkrankenpflege. Zumal: Zufriedene Pflegerinnen und Pfleger helfen uns allen. Wer zufrieden ist, leistet gute Arbeit.

Markus Golla
Über Markus Golla 4929 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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