DE: Gesundheitskioske als Chance

8. September 2022 | News Deutschland | 0 Kommentare

Die Einrichtung der Gesundheitskioske kann nur mit echter Pflegeexpertise gelingen

Der Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK Nordost e.V., begrüßt das Eckpunktepapier von Bundesgesundheitsminister Lauterbach zur Einrichtung von Gesundheitskiosken in der Verantwortlichkeit von Pflegefachpersonen.

1.000 Gesundheitskioske sollen in Deutschland in den Kommunen zur Koordination der gesundheitlichen Versorgung eingerichtet werden.

„Gerade in einer Millionenstadt wie Berlin wären die Kioske eine dringend benötigte Ergänzung zu den bestehenden Versorgungsstrukturen. Hier können Menschen in jeglichen Lebenslagen gesundheitlich beraten werden“, konstatiert Juliane Winkler, Mitglied des Vorstands des DBfK Nordost.

„Aber auch in den Flächenländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sehen wir große Chancen, um Beratungs- und Versorgungslücken in der gesundheitlichen Aufklärung der Bevölkerung zu schließen“, so Winkler weiter.

Vorstandsmitglied Prof. Dr. Katja Boguth fordert: „Wenn es um den Ausbau der Kioske geht, sollten die Kommunen, die laut Eckpunktepapier die Verantwortung tragen sollen, eng mit den Expert_innen des DBfK Nordost zusammenarbeiten. Hier gibt es langjährige Erfahrungen mit den Besonderheiten der Region und die Netzwerke des DBfK Nordost bieten eine umfangreiche pflegetheoretische und praktische Expertise.“

Rosalie Heimke, ebenfalls Vorstandmitglied und Qualitätsmanagerin eines ambulanten Pflegedienstes, ergänzt: „Zum Gelingen der Gesundheitskioske bedarf es einer engen Abstimmung und Zusammenarbeit aller relevanten Gesundheitsakteure innerhalb der bestehenden Strukturen einer Kommune, sodass die vorhandenen Ressourcen sinnvoll gebündelt werden und damit eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung ohne Schaffung von zusätzlichen Doppelstrukturen etabliert wird.“

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)