DE: Generalistische Ausbildung: GKinD verunsichert völlig unnötig

Einarbeitung sowie Fort- und Weiterbildung sind nicht von der Ausbildungsform abhängig

„Alle Schüler benötigen unabhängig vom Alter der Patienten und der Pflege in den medizinischen Fachabteilungen eine strukturierte Einarbeitung nach der Ausbildung in ihren konkreten Einsatzfeldern“.

Darauf weist Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), aus gegebenem Anlass hin. Diese Einschätzung wird auch von Seiten eines großen Haftpflichtversicherers bestätigt.

Wagner ergänzt: „Das hat auch nichts mit der neuen generalistischen Ausbildung zu tun, sondern gilt allgemeingültig, und steht auch bereits heute in der Verantwortung jedes Arbeitgebers. Die gleichen Anforderungen und Maßstäbe sind an jeglichen Praxisort anzuwenden, der in der Ausbildung zur künftigen Pflegefachperson betroffen ist. Dies gelte demnach auch zukünftig für die generalistische Ausbildung, unabhängig von einer möglichen Vertiefung und den konkreten Praxiseinsätzen“, so Wagner.

Die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD) verursacht nach Auffassung des DPR durch ihr Vorgehen in dieser verzerrten und nicht zutreffenden Aussage unnötige Verunsicherung und Ängste – auch bei denen, die den Pflegeberuf ergreifen wollen.

Hintergrund zur Pressemeldung:

Die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD) warnt in einem aktuellen Schreiben vor Haftungsrisiken für Kliniken beim Einsatz von Pflegefachpersonen in Kinderkliniken im Zusammenhang mit der neuen generalistischen Pflegeausbildung. Das bedarf einer Klarstellung.

 

Markus Golla
Über Markus Golla 3010 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Lehrer und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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