DE: “Gender Health“ im Fokus: Universität Witten/Herdecke prämiert Innovationen im Gesundheitswesen

11. Oktober 2020 | News Deutschland | 0 Kommentare

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) verleiht am 12. November 2020 zum sechsten Mal in Folge den “Wittener Preis für Gesundheitsvisionär*innen“. Unter dem diesjährigen Motto „Let’s talk about Gender! – Equal. Health. Vision.“ werden digital gestützte Innovationen zum Thema „Gender Health“ vor einer Jury aus Wirtschaft und Gesundheit präsentiert. Der Wittener Preis wird wie in den Vorjahren erneut von einem studentischen Team ausgerichtet und aus dem Kuratorium der Universität mit einem Preisgeld von 10.000 Euro honoriert. Die Bewerbungsfrist endet am 18. Oktober 2020.

Das studentische Team entschied sich für das Thema „Gender Health“, da geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung bestehen und in der Versorgung teilweise nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt werden. Carla Scherf (21) erklärt: „Uns ist es ein großes Anliegen, durch die Ausschreibung des “Wittener Preises für Gesundheitsvisionär*innen“ zum Thema „Gender Health“ Aufmerksamkeit und Austausch zu stärken, um Lösungsansätze zu fördern.“ Jordan Preuß (21) ergänzt: „So können wir mit dazu beitragen, dass unser Gesundheitssystem nachhaltig integrativer wird, damit jede und jeder bestmöglich versorgt wird.“

Das interdisziplinäre Organisationsteam mit Carla Scherf (Psychologie), Jannik Stilke (Management), Jordan Preuß (Medizin), Philipp Dittrich (Politik, Philosophie und Ökonomik), Sebastian Erkens (Medizin und Management) und Hanna Haver-Rassfeld (Management) organisiert den Pitch-Wettbewerb, von der thematisch-inhaltlichen Konzeption bis zum Eventmanagement und wird von Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko, Inhaberin des Lehrstuhls für Management und Innovation im Gesundheitswesen, als Mentorin begleitet.

„Die aktuelle Situation durch die Corona-Pandemie hat auch uns in der Planung vor neue Herausforderungen gestellt. Aber wir wollen ein Zeichen setzen, dass trotz Corona ein solches Event stattfinden kann“, sagt Philipp Dittrich (23). Dieses Jahr als ein Online-Event, welches durch spannende Interview- und Videobeiträge und abwechslungsreiche Pausen eine ganz neue Form annimmt. Das Publikum kann weiterhin erhalten bleiben und unter anderem durch eine online geschaltete Vergabe des Publikumspreises seine Meinung geltend machen. „Wir hoffen, damit den Charme und die wichtige Rolle des Austausches nicht zu verlieren und nehmen die Chance, ein ‚Online-Event‘ zu gestalten, gerne an“, meint Hanna Haver-Rassfeld (22).

Gründerinnen und Gründer können sich über die Website online bewerben. Durch Video-Interviews wird aus dem Pool der Startups eine Vorauswahl getroffen, wobei die besten Vorschläge ins Finale kommen. „Wir freuen uns über alle Bewerbungen von Start-Ups, Gründerinnen und Gründern, Erfinderinnen und Erfindern und kreativen Köpfen, die uns von ihrer Gesundheitsvision überzeugen und zur nachhaltigen Veränderung beitragen möchten!“

Schon heute sind alle Interessierten herzlich zum Wittener Preis für Gesundheitsvisionär*innen 2020 eingeladen – online mit spannenden Einblicken in das Thema „Gender Health“.

Zum Hintergrund:

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt:

Auch heute noch gibt es Zugangs- und Versorgungsbarrieren in Zusammenhang mit sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität. Die Sensibilisierung und Fortbildung von Health Professionals kann eine respektvolle, qualifizierte und gesundheitsfördernde Versorgung unterstützen.

 

Unterschiedliche Wirkung von Medikamenten und fehlende geschlechtsspezifische Studien:

Bei vielen Medikamenten fehlen die geschlechtsdifferenzierte Dosierungsangaben. Dies führt im Hinblick auf Wirkung und Nebenwirkungen zu einem höheren Gefährdungspotential in der medikamentösen Behandlung.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)