DE: Erneuter Streik der Pflegenden an der Charité

(C) DBfK

Pflegende der Charité in Berlin sind ab heute wieder zum Streik aufgerufen. Grund ist das Thema Gesundheitsschutz, das unzureichend im vereinbarten Tarifvertrag umgesetzt wird.

Bereits Anfang August diesen Jahres sind die Pflegenden der Charité auf die Straße gegangen und haben gestreikt. Weiterhin wird zu wenig Pflegepersonal eingesetzt. Langfristig wirkende Strategien, um einer dauerhaften Überlastung des Pflegepersonals entgegenzuwirken, sind bis dato kaum entwickelt oder umgesetzt worden. „Wir brauchen langfristige Lösungen, die bei vorhersehbarem Personalausfall wirken. Dazu ist der Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht verpflichtet“, sagt Franziska Rahmel, Geschäftsführerin des DBfK Nordost e.V..

Der im Jahr 2016 geschlossene Tarifvertrag ist in der gesamten Bundesrepublik einmalig. Die Pflegenden der Charité haben sich dafür stark gemacht und für die Umsetzung ihrer Forderungen zehn Tage lang gestreikt. Der Tarifvertrag regelte Entlastungen des Personals durch verbindlich geregelte Personalschlüssel zur Entlastung des Personals. Die Inhalte des Tarifvertrags seien nur unzureichend umgesetzt worden. Daher wurde dieser Ende Juni nicht verlängert. Jetzt wird auf eine Weiterentwicklung des Tarifvertrags gehofft. Die Dauer des Streiks ist nicht bekannt.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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