DE: Ende des Pflegestreiks

Der DBfK Nordost gratuliert den Beschäftigten der landeseigenen Kliniken zur Einigung

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Am Abend des 12.10. haben sich die Verhandelnden auf Seiten von Vivantes und Verdi nach einem einmonatigen Streik auf die Eckpunkte eines Entlastungstarifvertrages einigen können.

Der DBfK Nordost e. V. begrüßt das Ergebnis der Verhandlungen und gratuliert den Beteiligten zu dem Ergebnis. „Eine Aufstockung des Personals um 1500 Stellen, wie sie das Eckpunktepapier vorsieht, ist ein lang überfälliger Schritt in die richtige Richtung“, so Ulla Hedemann, Vorstandsmitglied im Regionalverband Nordost. Auch dass die einzustellenden Kolleg:innen vorwiegend examinierte Fachpersonen sein sollen, zeige, dass Vivantes erkannt habe, dass nur ausreichend qualifiziertes Personal auch wirklich für Entlastung sorgen könne, so Hedemann weiter. Die Aufstockung der Personal-Patient:innen-Quote über das gesetzlich geforderte Maß hinaus, sei dabei ein besonders wichtiger Erfolg der Verhandelnden, da sich daraus unmittelbar die Qualität der pflegerischen Versorgung ableiten ließe. Sollte diese Quote unterschritten werden, steht den Beschäftigten gestaffelter Freizeitanspruch oder Geld zu. In welcher Höhe diese Zahlungen bzw. die Freizeit zuerkannt werden, müsse noch verhandelt werden.

Auch das Pflegepersonal an der Charité soll laut Vertrag um ca. 750 Personen aufgestockt werden.

Besonderen Wert sei bei den Verhandlungen auch auf die Verbesserung der Situation der Auszubildenden gelegt worden. Die Ausstattung mit elektronischen Hilfsmitteln sei ein guter Anfang, so Jannik Müller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DBfK Nordost e. V. „Allerdings ist es mit Tablets nicht getan“, so Müller weiter, „das Verhältnis von Lehrenden zu Auszubildenden muss dringend verbessert werden! Und dafür braucht es mehr Pflegepädagog:innen.“

Trotzdem freuen wir uns natürlich für die Kolleg:innen an den landeseigenen Einrichtungen und sind sicher, dass die wissenschaftliche Evaluation des Tarifabschlusses in drei Jahren, die positiven Folgen der angestoßenen Veränderungen wird nachweisen können, so Müller abschließend.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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