DE: „Dreh- und Angelpunkt für die Patientensicherheit ist eine gute und gesicherte Kommunikation“

Wer die Sicherheit in der Patientenversorgung und Patienteninformation erhöhen will, der muss bei der Verbesserung der Kommunikation aller Akteure des Pflege- und Gesundheitswesens ansetzen und diese auf solide Füße stellen“, machte Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, heute in Berlin anlässlich des Internationalen Tags der Patientensicherheit (17. September 2017) deutlich.

„Der Dreh- und Angelpunkt für die Patientensicherheit ist eine gute und gesicherte Kommunikation. Hier besteht in Deutschland ein großer Nachholungsbedarf“, sagte Wagner weiter. Der Deutsche Pflegerat fordert daher, „dass sich die Arbeit aller im Gesundheitswesen Tätigen künftig stärker als bisher an den Werten einer guten, umfassenden und zugleich verständlichen Kommunikation über die zu erbringenden Leistungen und deren Ziele orientieren muss. Dafür sind die Steigerung der kommunikativen Kompetenzen der professionell Pflegenden und deren Umsetzung in der Praxis unabdingbar. Das fängt bereits in der Ausbildung an.

In den Berufsfachschulen und Hochschulen für die Gesundheitsberufe und in den Gesundheitseinrichtungen sind die geeigneten Rahmenbedingungen für die Aus-, Weiter- und Fortbildung zum Thema Kommunikation zu schaffen. Neue Lehrpläne und praxisorientierte Schulungen zu kommunikativen Fähigkeiten und zu einer zielgruppengerechten Beratung müssen entwickelt und wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis umgesetzt werden.“

Zum Hintergrund:

Der „Internationale Tag der Patientensicherheit“ findet am 17. September 2017 statt. In diesem Jahr steht er unter dem Schwerpunktthema: „Wenn Schweigen gefährlich ist – Kommunikation im Gesundheitswesen“. Organisiert wird der Tag vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) und seinen internationalen Partnerorganisationen. Homepage: https://www.tag-der-patientensicherheit.de/

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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