DE: Die Stimme der Pflege muss Gehör finden

Am 14. März findet die Landtagswahl 2021 in Rheinland-Pfalz statt

Markus Mai

Am kommenden Sonntag findet die Wahl zum 18. Landtag von Rheinland-Pfalz statt. Für die beruflich Pflegenden besteht daher die Möglichkeit, mit ihrer Stimme über die Zukunft der Pflege abzustimmen. Präsident Dr. Markus Mai ist zuversichtlich, dass die Wahlbeteiligung hoch sein wird und künftig die Stimme des Berufsstandes bei den relevantesten politischen Entscheidungen Gehör findet. So Mai:

„Die Landtagswahl am 14. März wird für beruflich Pflegende in Rheinland-Pfalz richtungsweisend sein. Daher haben wir in unseren digitalen Pflegetalks Vertretern verschiedener Parteien auf den Zahn gefühlt, um mit ihnen über ihre Zukunftspläne für die Pflege zu sprechen. Für uns ist ganz klar: Unabhängig vom Wahlausgang ist eine gemeinsame Kraftanstrengung notwendig, um eine nachhaltige Aufwertung des Pflegeberufs herbeizuführen. Die Stimme unseres Berufsstandes darf nicht mehr überhört werden. Dabei denke ich insbesondere an die Debatten rund um eine gerechtere Versorgungsstruktur sowie an die Frage, wie wir neben einer deutlich besseren Vergütung die Arbeitsbedingungen in der Pflege nachhaltig verbessern können, um künftig eine wirklich gute Pflegeleistung anzubieten. Weder Einmalzahlungen noch Mindestlöhne bilden hier den richtigen Ansatz. Nur wenn unsere Berufsgruppe in politische Prozesse miteinbezogen wird und wir auf diesem Wege unsere Expertise vermitteln können, werden die so dringend erforderlichen Reformen umzusetzen sein.“

„Jede Stimme kann entscheidend sein. Nutzen Sie Ihre, um am Sonntag für ihre Vorstellungen in der beruflichen Pflege zu stimmen. Wer sich noch nicht sicher ist, für wen er stimmen mag, kann sich unsere digitalen Pflegetalks anschauen. Wie auch bei anderen Themen stehen wir Ihnen selbstverständlich auch bei den Wahlen zur Seite“, sagt Mai.

Was wollen die einzelnen Parteien für die Pflege erreichen? Die Antworten erhalten Sie HIER in unserem Kammermagazin.

Zu unseren digitalen Pflegetalks kommen Sie ebenfalls mit einem KLICK. 

Hintergrund: Mittlerweile wurden in allen Bundesländern umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Verlangsamung der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus getroffen. Die Zahl der in Rheinland-Pfalz bestätigten Fälle ist mittlerweile auf 104.739 (Stand: 10. März 2021) gestiegen.

Die Landespflegekammer steht in engem und ständigen Austausch mit sämtlichen relevanten Stellen und Behörden zur aktuellen Lage. Das gemeinsame Ziel aller Anstrengungen ist es, die aktuelle Lage laufend zu bewerten und Maßnahmen zu treffen, die die adäquate Versorgung im Gesundheitswesen kurz-, mittel- und langfristig sicherstellen.

Als Pflegekammer Rheinland-Pfalz haben wir eine Task-Force einberufen, die insbesondere die Situation in den Pflegesettings laufend analysiert und Maßnahmen mit den Partnern in Rheinland-Pfalz und auf der Bundesebene abstimmt. Schwerpunkte sind derzeit die Versorgungslage innerhalb des Gesundheitswesens, Sonder-Qualifizierungsmaßnahmen für Pflegefachpersonen und die Sicherstellung der personellen Ressourcen in der pflegerischen Versorgung.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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