DE: DBfK verabschiedet Franz Wagner

Eine pflegepolitische Ära endet nach 22 Jahren

(C) Foto: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe

Der langjährige Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) geht nach über 22 Jahren in den Ruhestand. Mit einem Symposium zur Zukunft der Profession Pflege wurde Dr. h. c. Franz Wagner am Freitag, den 29. Oktober, von seinen nationalen und internationalen Weggefährt:innen sowie von seinem Team verabschiedet.

DBfK-Präsidentin Christel Bienstein betonte zu Wagners Abschied, wie sehr er die deutsche Pflegepolitik vorangebracht und geprägt hat: „Franz Wagner hat den DBfK zu dem Berufsverband für die Pflegeberufe in Deutschland gemacht, der Einfluss auf politische Entscheidungen nimmt und wichtige Entwicklungen für den Beruf vorwärtsbringt. Sein Gespür für die richtigen Schritte zur richtigen Zeit waren ein Garant für eine verantwortliche Beteiligung der Pflegeberufe an der pflegerischen Versorgung der Bevölkerung.“

Dame Prof. Dr. Anne Marie Rafferty, ehemalige Präsidentin des britischen Royal College of Nursing, sprach von der Rolle pflegerischen Wissens für die globale Bevölkerung – auch und besonders in der Pandemie. Die professionelle Pflege müsse dies noch viel deutlicher machen: „After we get to sit at the tables, it’s time to shake up the tables!”

Auch die europäischen Verbände verabschiedeten sich mit Videobotschaften von Wagner und würdigten damit sein internationales Engagement über viele Jahre. Prof. Dr. Astrid Elsbernd und Prof. Dr. Doris Schaeffer warfen einen Blick auf die aktuelle Situation der Professionalisierung der Pflegeberufe und notwendige Entwicklungen in Deutschland. Dabei blieb das entschiedene Nachlegen in der Professionalisierung auch in der nationalen Perspektive ein Leitmotiv.

Wagner selbst bedankte sich in seiner persönlichen Bilanz dafür, dass er den Raum bekommen habe, um etwas bewegen zu können. Zufall und Glück hätten dabei eine Rolle gespielt, aber vor allem durch seine Empathiefähigkeit habe er gestalten können.

Bei allem Abschiedsschmerz wurde aber deutlich, dass Wagners Energie von den Engagierten im Verband weitergetragen wird. Dies betonte auch seine Nachfolgerin, Dr. Bernadette Klapper, in ihrer Rede zum Abschluss des Symposiums: „Wir sind in der Vergangenheit schon gemeinsam für die Professionalisierung der Pflegeberufe eingetreten. Wir werden als Berufsverband nicht nachlassen und die neuen Herausforderungen entschlossen angehen.“

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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