DE: Charité: Interne Dokumente belegen Personalnotstand in der Kinderkrebsstation

(C) Stephan Morrosch

Die Berliner Charité hat die tariflich vereinbarten Personalschlüssel für Pflegekräfte in der Kinderonkologie über mindestens 12 Monate hinweg weit unterschritten.

Das belegen interne Controlling-Dokumente, die dem ARD-Politikmagazin Kontraste exklusiv vorliegen. So lag auf der Station für Knochenmarktransplantation der tatsächliche Personalbestand um rund ein Viertel unter dem zugesicherten Schlüssel von 1:2 – also eine Pflegekraft auf zwei Patienten. Die Zahlen beziehen sich auf das zweite Halbjahr 2018 und das erste Halbjahr 2019.

Noch im Januar dieses Jahres hatte Pflegedirektorin Judith Heepe gesagt, man habe den 1:2-Schlüssel halten können, wenn entsprechend Betten gesperrt wurden. Auf Nachfrage schränkte die Charité nun ein, die Aussage habe nur den Zeitraum ab Juni 2019 betroffen. Weil auch auf vielen anderen Stationen die tariflichen Personaluntergrenzen gerissen werden, will die Gewerkschaft Verdi jetzt die Charité abmahnen.

Markus Golla
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Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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