DE: BMFSFJ und BMAS starten „Aktionsprogramm zur Aufwertung sozialer Berufe“ – DPR begrüßt die Initiative

Andreas Westerfellhaus

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Dr. Katarina Barley und die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Frau Andrea Nahles, haben im Verbund mit der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, heute das „Aktionsprogramm zur Aufwertung sozialer Berufe“ vorgestellt.

Der Deutsche Pflegerat (DPR) begrüßt diese Initiative. „Wir unterstützen die Punkte des Aktionsprogramms“, betonte DPR-Präsident Andreas Westerfellhaus heute in Berlin. Für die beruflich Pflegenden sei insbesondere wichtig, dass die Arbeitsbedingungen verbessert werden. „Wir brauchen dringend mehr Pflegepersonal in den Einrichtungen, sonst überlasten wir auf Dauer die engagierten Mitarbeiter“, so Westerfellhaus weiter. „Wir müssen dafür sorgen, dass die beruflich Pflegenden ihren Beruf dauerhaft und gerne ausüben können und nicht durch schlechte Arbeitsbedingungen aus dem Beruf getrieben werden“. Dazu gehöre auch die zügige Festschreibung von Mindestpersonalvorgaben im Krankenhausbereich.

Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen sorge auch für eine höhere Attraktivität des Berufes. Die in dem Aktionsprogramm verankerten Themen Nachwuchsgewinnung und die Weiterentwicklung der Fachkräftebasis seien zentrale Themen. „Gut ist, dass die Pflegeausbildung im Zuge des Pflegeberufereformgesetzes gebührenfrei wird.“ Mit dem Pflegeberufereformgesetz seien gute Optionen geschaffen worden, die im engen Austausch mit den Vertretern der beruflich Pflegenden nunmehr ausgestaltet werden müssen.

Zur notwendigen „Aufwertung der sozialen Berufe“ gehöre auch, dass die „Stimme“ der sozialen Berufe im politischen und gesellschaftlichen Kontext stärker wahrgenommen, ernstgenommen und nicht übergangen werde. Die beruflich Pflegenden seien hier mit ihren Initiativen für Pflegekammern auf dem richtigen Weg. „Wir brauchen Pflegekammern in allen Bundesländern. Nur so kann eine gute Pflege auf Dauer sichergestellt werden“, so Westerfellhaus abschließend.

Ansprechpartner:

Andreas Westerfellhaus
Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen

Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303

Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de

Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Andreas Westerfellhaus, Vize-Präsident ist Franz Wagner, Vize-Präsidentin ist Andrea Lemke.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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