DE: Berliner Pakt für die Pflege – Gemeinsames Commitment

… für die Berufsgruppe der Pflegenden

(C) DBfK

Der DBfK Nordost e.V. hat heute Morgen den Berliner Pakt für die Pflege mit unterzeichnet. „Aus unserer Sicht sind abgestimmte Maßnahmen aller an der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung Beteiligten längst überfällig. Ohne Sofortmaßnahmen ist eine gute, würdevolle Pflege der Berlinerinnen und Berliner ernsthaft gefährdet. Wenn nicht endlich gegengelenkt wird, dann fährt das so gute deutsche Gesundheitssystem an die Wand“, so Franziska Rahmel, Geschäftsführerin des DBfK Nordost e.V..

Die konsequente Orientierung an gemeinsamen Zielen trägt wirksam zu einer dauerhaft guten Qualität für Pflegebedürftige bei. Konkrete Handlungsschritte zu einer zukunftsfähigen Gestaltung von Rahmenbedingungen in allen Sektoren der Pflege sind daher unerlässlich. Der Pakt kann somit ein guter Anfang für systematisches Tun sein. Allerdings erfährt die Altenpflege auch im Pakt erneut eine Abwertung. In letzter Minute wurde die Absichtserklärung, einen Tarifvertrag für die Altenpflege anzustreben, gestrichen. Dies lässt befürchten, dass Pflegefachkräfte in der Altenpflege weiterhin schlechter bezahlt werden. Dabei steht die pflegerische Verantwortung, die diese Fachkräfte übernehmen, der in den Krankenhäusern in nichts nach.

Die Erfahrungen von Berufsanfängern in der Praxis sind oft abschreckend. Auszubildende der Pflegeberufe sind sich häufig selbst überlassen, weil es an Personal mangelt. Sofie Weißflog, Mitglied der AG Junge Pflege im DBfK Nordost e.V., fordert: „Die Praxisanleitung muss dringend gestärkt und vor allem überhaupt zeitlich sichergestellt werden, um das angemessen abzufangen.“

Berücksichtigt ist auch die Förderung attraktiver Arbeitsbedingungen für die Berufstätigen der Pflege. Gesund im Pflegeberuf alt zu werden, darf nicht zur Seltenheit werden.

Der Pakt muss sich letztendlich an den konkreten Maßnahmen messen lassen, die nun folgen. Dass es hier um eine Umverteilung von Geld geht, muss allen klar werden.

Der DBfK ist sich der gesellschaftlichen Verantwortung der beruflich Pflegenden bewusst und stellt sich den daraus resultierenden Herausforderungen.

In seiner über 100jährigen Tradition steht der DBfK für die Professionalisierung des Pflegeberufes, für die Weiterentwicklung der Pflege und für angemessene, gute und motivierende Arbeitsbedingungen der Berufsangehörigen.

Über Markus Golla 10105 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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