DE: Aktionstag „Pflegende Angehörige“

bpa bietet seit vielen Jahren Unterstützung an bpa-Präsident Meurer: Wachsenden Versorgungslücken muss mit schnellerer Gewinnung von Pflegekräften begegnet werden

„Die tägliche anstrengende Arbeit und große Leistung der pflegenden Angehörigen ist unverzichtbar und kann nicht hoch genug geschätzt werden“, sagt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), anlässlich des bundesweiten Aktionstages „Pflegende Angehörige“ am 8. September 2019 und fügt hinzu: „Mein besonderer Dank und Respekt gilt daher den Tausenden von Menschen in Deutschland, die jeden Tag zu Hause aufopferungsvoll ihre Angehörigen pflegen.“

Ein Blick auf die Zahlen belege die Bedeutung der pflegenden Angehörigen, erklärt der bpa-Präsident. So sind laut Statistischem Bundesamt Ende 2017 rund 1,76 Millionen aller Pflegebedürftigen zu Hause in der Regel allein durch Angehörige gepflegt worden. Meurer: „Das zeigt ganz klar: Ohne die pflegenden Angehörigen geht es nicht.“

Vor dem Hintergrund, dass weitere 0,83 Millionen Pflegebedürftige in Privathaushalten teilweise oder vollständig durch ambulante Pflegedienste versorgt und noch einmal 0,82 Millionen in Pflegeheimen betreut werden, mahnt der bpa-Präsident an, dass „die Gewinnung von Pflegekräften im Hinblick auf den demografischen Wandel schneller erfolgen muss, damit die Kapazitäten ausgebaut und Versorgungslücken nicht laufend größer werden. Wir brauchen mutige Schritte, um dieses Dilemma zu verhindern“.

Meurer erinnert daran, dass der bpa seit zwei Jahrzehnten mit seinen Mitgliedern die Beratung und Schulung von pflegenden Angehörigen und Pflegebedürftigen kontinuierlich ausbaut. „Angehörige, die ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu Hause pflegen, erhalten professionelle kostenlose Beratung und Schulung zu allen Fragen rund um die Pflege bei den mehr als 3.000 Pflegeberatern der bpa-Mitglieder“, erklärt der bpa-Präsident. Hierzu habe der Verband mit allen großen Pflegekassen Verträge abgeschlossen, insbesondere auch um den Umgang mit Menschen mit Demenz zu schulen und den Austausch mit anderen Angehörigen zu fördern.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die pflegerische Infrastruktur liegen bei etwa 26,6 Milliarden Euro.

Markus Golla
Über Markus Golla 4929 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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