Coronavirus – Notfallzulassung von Impfstoffen erschwert Forschung

Wissenschafter vor ethischem Dilemma © APA (dpa)

Washington (APA/ag) – So schnell wurde noch kein Impfstoff zugelassen: Vor Jahresende sollen in den USA Impfungen gegen das neue Coronavirus erhältlich sein. Möglich ist das nur, weil die dritte und letzte klinische Erprobungsphase ausnahmsweise von üblicherweise sechs auf zwei Monate verkürzt wurde.

Doch das stellt die Wissenschafter vor ein ethisches Dilemma: Was passiert mit den Probanden, die bisher zu Forschungszwecken nur ein Placebo erhalten haben? Darf ihnen die dann zugelassene Impfung verwehrt werden, um weiterhin eine Vergleichsgruppe zu haben?

Hälfte erhält Vakzin, Hälfte Placebo

In der Öffentlichkeit wird diese Frage kaum diskutiert, doch Gesundheitsexperten und Pharmaherstellern bereitet sie Kopfzerbrechen. Zehntausende Menschen in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern nehmen derzeit freiwillig an der Phase III der Impfstoffentwicklung teil, und die Hälfte erhält das neue Vakzin, die andere ein Placebo.

Niemand weiß, welcher Gruppe er angehört. So können die Wissenschafter beobachten, wie viele Testpersonen in den beiden Gruppen sich in der Folgezeit mit dem Coronavirus infizieren und erkranken und damit die Wirksamkeit der Impfung beurteilen.

Den kompletten Artikel finden Sie unter: APA Science

Mit freundlicher Genehmigung der APA Science

Markus Golla
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Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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